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Immer mehr Sommerhäuser haben keine angemessene Abwasserentsorgung. Laut einem Bericht der Naturschutzbehörde entsprechen rund 400.000 Häuser nicht den Umweltanforderungen. Grund ist häufig die gesteigerte Nutzung der Sommerhäuschen, wie der Schwedische Rundfunk berichtet.
Die schwedische Sommeridylle hinterlässt häufig einen schlechten Geruch, wie Mats Eriksson feststellt, der in der Gegend von Norrtälje nördlich von Stockholm ein Sommerhäuschen besitzt:
„Hier in der Umgebung steigt schon manchmal ein Duft auf, der darauf schließen lässt, dass das Abwasser direkt in den Graben läuft oder dass Sickergruben überfüllt sind. Viele wohnen jetzt hier fast das ganze Jahr und verbrauchen Wasser wie in der Stadt."
Im Gegensatz zur Stadt sind die meisten Sommerhäuser auf dem Lande wegen ihrer verstreuten Lage nicht an die Kanalisation angeschlossen, sondern verfügen über eine Sickergrube, die häufig unterdimensioniert ist. Dies hat jetzt die Naturschutzbehörde festgestellt. Sie geht davon aus, dass rund 400.000 Sommerhäuser eine mangelhafte Abwasserentsorgung haben.
Das bestätigt auch die Umweltinspektorin Helen Svensson. Sie hat in letzter Zeit viele Abwasseranlagen gesehen, die nicht länger den Vorschriften entsprechen: „Ein Problem ist, dass viele Sommerhäuser zu Beginn einen einfachen Standard hatten, aber dann immer mehr ausgebaut wurden, ohne dass die Abwasseranlage aufgerüstet wurde."
Hauseigentümer in der Pflicht
So kommt es dazu, dass immer mehr Abwasser ungeklärt in die Umwelt gelangt - mit dem Ergebnis, dass große Mengen von Stickstoff und Phosphor in Grundwasser, Seen und Flüsse geleitet werden und schließlich in die schon arg strapaziert Ostsee fließen.
Umweltinspektorin Svensson macht darauf aufmerksam, dass die Hauseigentümer hier ihrer Verantwortung nachkommen müssen:
„Wenn man auf dem Land wohnt, muss der Grundeigentümer zusehen, dass die Abwasseranlage funktioniert", so Svensson. Für viele Besitzer von Freizeithäusern kann dies jetzt zu einer teuren Angelegenheit werden, denn sie müssen ihre Abwasseranlagen aufrüsten.
(Quelle: Radio Schweden)
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