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BeitragVerfasst: 16. November 2011 15:34 
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Argus hat geschrieben:
In unserem Bekanntenkreis macht gerade jemand seinen Jagdschein und mein ehemaliger Oberarzt hat mir erklärt, das e für ihn ganz schön schwierig war den Schein zu machen, erklärt warum hat er mir aber nicht.



Hej Knuthilde,

ich verstehe sehr gut, dass es für einen Oberarzt nicht ganz einfach ist die Prüfungsfragen zu beantworten, zumal er sich auf über 1000 Fragen vorbereiten muss.

Da die Prüfung im Multiple Choice Verfahren - wie Führerschein - läuft, so hat man zwei Möglichkeiten. Entweder man nimmt einfach den Fragenkatalog und merkt sich mit seinem Kurzzeitgedächtnis so viel wie möglich, ohne sich jedoch auch nur ein einziges Mal die Frage "WARUM" zu stellen, oder aber man geht der Frage auf den Grund. Wenn man sich daher nur (vorübergehend) merken will welche Tiere zu den Raubtieren gehören, welche der vier genannten Tiere im Oberkiefer Schneidezähne haben oder welche und wieviele Waffen man sich mit einem Jagdschein kaufen darf, so kann man dies einfach im "Blindflug" lernen, oder man macht sich Gedanken darüber, was die Charakteristiken eines Raubtiers sind, wie es sich ernährt, wie es seine Jungen aufzieht, warum man ein Tier nur zu bestimmten Zeiten erlegen darf, was die Rote Liste bedeutet ... welchen Sinn die Schneidezähne haben oder warum man sich mit einem Jagdschein auch Handfeuerwaffen kaufen darf usw. Der normale Jäger kann Dir auf all diese Zusatz-Fragen nicht antworten, weil es ihn mehrheitlich auch gar nicht interessiert, denn er will nur die Fragen richtig beantworten. Jemand mit Studium hat jedoch gelernt nachzufragen und will wissen "Warum" etwas so oder nicht so ist. Und dann wird die Jägerprüfung wirklich schwierig, weil man sich mit für Jäger "überflüssigem Balast" beschäftigt. Für den Jagdschein musst Du nur richtig antworten, nicht wissen ... und wenn Du alles nach vier Wochen vergessen hast, so nimmt Dir auch keiner mehr den Jagdschein weg.

Man kann es gewisserweissen selbst mit dem Führerschein vergleichen, denn bereits einen Monat nach der theoretischen Prüfung könnte die Mehrheit die Fragen über gebremste Anhänger oder Sonderschilder nicht mehr beantworten, ebensowenig wie den Bremsabstand bei trockener oder nasser Strasse berechnen. Das wichtigste beim Führerschein ist Gas geben zu können und beim Jagen eben töten zu dürfen.

Grüsse aus Göteborg

Herbert

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Täglich ein Stück Schweden entdecken und Hintergründe verstehen. - Die Geschichte Schwedens von der Eiszeit bis zur Gegenwart


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BeitragVerfasst: 16. November 2011 17:39 
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@tochter der Stille + Göteborg City

In diesem Jahr ist die sog. Schutzjagd noch auf Kommunen begrenzt gewesen und wir haben inständig gehofft das die 2 Jahre junge Wölfin Kynna es schafft ihren Häschern zu entgehen. Leider hat es nicht geklappt, sie wurde 12.11 um 15.30 erschossen. Völlig sinnlos, war es G.....? Wenn diese Regelung auf ganz Schweden ausgedehnt wird, dann ...... arme Wölfe.


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BeitragVerfasst: 17. November 2011 07:52 
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"...... arme Wölfe."

Genau, die finden immer einen Grund, um Lebewesen abzuschiessen.
Der Mensch sollte lieber mal wieder lernen, mit der Natur zu leben.
Das, was derzeit gemacht wird (und zwar überall, nicht nur in Schweden) ist ein
"gegen die Natur".


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BeitragVerfasst: 22. November 2011 09:38 
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Noch eine Anmerkung/Frage zum Thema alte/kranke/schwache Tiere erlösen:

Warum sollte man (der Mensch) das tun?

Die Natur kommt ohne uns besser zurecht und braucht unsere "Regulierung" nicht. Das ganze ökologische gleichgewicht war ohne den Menschen berechnet.
Würde der Mensch sich auch mal maßvoll zurückhalten, so würde sich jeglicher Tierbestand auf Grundlage natürlicher Selektion/Nahrungsangebot in seinem Ökosystem regulieren. Auch hierbei wird nichts konserviert, Veränderungen gehören immer dazu, aber die Geschwindigkeit ist anders als mit Mensch.

Lässt man also die Fressfeinde (wie auch die erwähnten Marder und Füchse), wird auch ein "kranker" Tierbestand ohne den Menschen reguliert.


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BeitragVerfasst: 22. November 2011 10:19 
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@göteborg City
Hej Herbert, ja da hast Du wohl Recht. Naja und er hat auch mal eine Hipokratischen Eid geschworen Leben zu bewahren und zu schützen.

@Philofaxx
Nun, weil der Mensch sich nicht nur durch Jagd, sondern auch durch Autoverkehr, Hindernisbau etc in die Natur einmischt. Ich finde es durchaus sinnvoll ein Wildtier, das angefahren und schwer verletzt wurde oder weil der Mensch irgendwelche unsinnigen Gräben oder Zäune gezogen hat, die Pfoten/Beine schwer verletzt hat, zu erlösen.


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BeitragVerfasst: 22. November 2011 12:31 
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Hej philofaxx,

wenn ich von verletzten und kranken Tieren rede, so meine ich vor allem Tiere, die von Autos angefahren werden und dann teilweise lange leiden müssen und dann manchmal nur wenige Meter neben der Strasse im Dickicht liegen, denn das Leiden eines Tieres abzukürzen, vorausgesetzt man kann ihm nicht helfen, halte ich für sehr sinnvoll. Und dann kommen natürlich Fälle hinzu, die Argus anspricht, denn was der Mensch manchmal als "Schutz" auffasst kann eine gefährliche Falle für Tiere sein.

Und bei kranken Tieren spreche ich nicht von harmlosen Krankheiten, sondern vor allem von ansteckenden Krankheiten, die bisweilen eine ganze Tierart regional ausrotten können. Hier hilft unsere "natürliche" Umwelt leider überhaupt ncihts mehr, da der Mensch durch seine Eingriffe die Natur längst aus dem Gleichgewicht gebracht hat.

Viele Grüsse aus Göteborg

Herbert

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BeitragVerfasst: 22. November 2011 19:58 
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Eure Anmerkungen entsprechen durchaus auch meinen Ansichten -ich hatte mich mit meinen Aussagen eigentlich auch eher auf das bezogen, was ich schon gelegentlich von Jägern zu hören bekommen habe, die sich damit gerühmt haben, den Tierbestand gesund zu halten und soviel für den Naturschutz zu tun... .

Das der Mensch bei manchem, was er verschuldet hat, auch wieder eingreifen muss, bleibt unbestritten. Schade ist nur, dass es überhaupt notwendig ist.
Das betrifft ja zum Beispiel auch manche bestandsgefährdente Krankheit, die wir nicht selten unserer -ach so komfortablen Globalisierung verdanken.


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BeitragVerfasst: 23. November 2011 06:52 
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@philofaxx
Das betrifft ja zum Beispiel auch manche bestandsgefährdente Krankheit, die wir nicht selten unserer -ach so komfortablen Globalisierung verdanken........
und damit sind wir wieder am Anfang der Diskussion, dabei ging es um die Änderung der Einreisebestimmungen für Haustiere nach Schweden.
Wie schön waren doch die Zeiten, als man in Schweden ungefährdet Blaubeeren pflücken und sofort essen konnte, weil es keine Fuchsbandwurminfektion gab. Wie schön war es, dass man in Schweden (Skandinavien) keine Panikattacken bekommen musste wenn das Haustier oder man selbst eine Zecke hatte, die waren damals noch keine Überträger von Mittelmeerkrankheiten. Ich frage mich wie lange es noch dauert, bis Schweden die Kontrollen für die Huastiere ganz aufzugeben und die Ostblockhundeschacher auch in Schweden dicken Profit mit billigen Hunden machen können. Schade, dass Schweden sich in den "sinnvollen" Gesetzen der EU gebeugt hat.


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