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goteborgcity
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Verfasst: 15. November 2011 08:54 |
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Argus hat geschrieben: hast Du rein zufällig eine Idee, wo ich eine Befragung zum Thema Akzeptanz von Wölfen in Schweden gelesen haben kann? Hej Argus, kannst Dur mir sagen wo Du die Befragung gelesen hast? Zeitung, Zeitschrift, Gegend ... denn es gibt sehr viele Befragungen zu diesem Thema, wobei die Aussagen weit auseinandergehene, je nachdem wer die Umfrage veröffentlicht. Selbst die Aussage der Anzahl der Wölfe in Schweden geht sehr weit auseinander, so dass vermutlich niemand die genaue Anzahl kennt. Du kannst auf jeden Fall davon ausgehen, dass die Akzeptanz im Värmland und in Dalarna am geringsten bis kaum vorhanden ist, da dort die Jagdlobby und die Presse gegen jede Art von Wolfspolitik sind und je städtischer die Gegenden werden, bzw. je weniger Wölfe in einer Gegend leben, um so besser werden sie akzeptiert. Du musst eigentlich davon ausgehen, dass Wölfe in Schweden als Konkurrent der Jäger zählen, da sie die Tiere jagen, die die Jäger erlegen wollen. Das Thema wird daher von allen Seiten sehr emotional und politisch angegangen, da sich ja selbst Forscher in kaum einem Punkt einig sind. Wenn ich weiss, wo Du die Umfrage gelesen hast, so kann ich Dir vielleicht helfen. Leider sind diese Umfragen hier relativ häufig, denn der WWF macht welche, die Regierung in Stockholm, das Länsstyrelse, die Jagdverbände, die Landwirtschaftsuniversität, die Raubtiervereinigung ... und jeder hat natürlich ein etwas anderes Ziel und will gegenwärtig beweisen wo man Wölfe aussetzen kann und wo nicht. Grüsse aus Göteborg Herbert
_________________ Täglich ein Stück Schweden entdecken und Hintergründe verstehen. - Die Geschichte Schwedens von der Eiszeit bis zur Gegenwart
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Argus
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Verfasst: 15. November 2011 10:27 |
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Hej Herbert, ja, die Problematik kenne ich, hier in Deutschland ist es noch schlimmer. Da gibt es wirklich Jäger die extra nach schweden reisen um einen Wolf zu schießen. Ich dachte, die Zeiten, dass man sich aufmacht um was "Besonderes" zu schießen sei vorbei, aber weit gefehlt. Ich war im Süden spricht Malmö/Landskrona. Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob ich evt. im TV gesehen habe oder in einer Zeitung gelesen. Ich habe auch schon bei Wolfsarmy geschaut, dort steht die Veröffentlichung auch nicht. Die Veröffentlichung sagte aus, dass gute 60% nichts gegen die Nähe von Wölfen haben, gute 20% hatten keine Meinung zu dem Thema. Ein Freund von uns der auch um den Schutz der Wöfe bemüht ist, hat grad' eine heftige Diskussion - natürlich mit einem Jäger - um die Wölfe in Schweden. Der kennt natürlich den tollen FAZ Artikel der drastisch verkürzt von den Göteborgsposten übernommen wurde. (Wölfe fallen Frau Mit Säugling an und töten den Hund). Ganz herzlichen Dank für Deine Hilfe. Knuthilde
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Argus
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Verfasst: 15. November 2011 10:30 |
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Das muss gut 14 Tage her sein, sorry habe ich vergessen
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goteborgcity
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Verfasst: 15. November 2011 11:49 |
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Hej Knuthilde, ach ja, der Artikel in der GP ... und dann noch mit einem Jäger über die Wolfsjagd diskutieren. Das ist keine einfache Situation. Ich habe zwar die neue Studie nicht vor mir, aber es kann sich eigentlich nur um zwei Projekte handeln, nämlich die der Lunds Tekniska Högskola, Högskolan i Gävle und Grimsö Forskningsstation-SLU, wobei diese Untersuchung zur Akzeptanz allerdings nicht abgeschlossen ist und im Laufe des Oktober daher nur ein vorerstiges "Ergebnis" veröffentlicht wurde, das auf 400 Personen baut, die befragt wurden. Dann arbeitet gegenwärtig noch das SOM-Institutet an der gleichen Frage, aber dort liegen auch noch keine Endergebnisse vor. Beide Studien gehen allerdings in die Richtung, dass die Schweden Wölfe immer mehr akzeptieren. Die grösste Umfrage zum Thema, die auch heute noch als Basismaterial gilt und immer wieder veröffentlich wird stammt aus dem Jahre 1999. Du findest sie unter http://www.de5stora.com/illustrationer/ ... 105144.pdfAlle seriöse Forschung über Wölfe findest Du unter http://www.slu.se/sv/om-slu/sok/fritext ... query=vargUnd sonst ist vielleicht noch lesenswert: http://sverigesradio.se/sida/artikel.as ... el=3840342http://www.naturskyddsforeningen.se/pre ... news=21289Leider geht es bei der Jagd in Schweden ja nicht nur um Wölfe, sondern um jede Art von Raubtier, obwohl keines der Tiere für den Menschen gefährlich ist, wenn er sich nicht falsch verhält. Problem ist natürlich schon, wenn nur ein aggresiver Hund von einem Wolf angegriffen wird. Dann vergisst man selbst wie viele Hunde durch den Autoverkehr getötet werden. Viele Grüsse Herbert
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Argus
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Verfasst: 15. November 2011 12:12 |
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Hallo Herbert, ganz vielen lieben Dank. Ähm, wieso eigentlich Autoverkehr? Was meinst Du wieviele Hunde und Katzen in Deutschland von Jägern erschossen werden. Du hast ja auch die Diskussion um die Weisen Elche verfolgt. Der Jäger Gun** hat ja alles was ich ihm geschrieben habe als Blödsinn abgetan, dabei sind diese Vorfälle belegbar durch Aktenzeichen bei den entsprechenden Gerichten. Der Jäger der Justiziar beim Landesjagverband war - nach der Geschicht mit dem über den Fuß fahren und flüchten natürlich nicht mehr - wohnt in unserem Dorf und hat mich auch mit gezogener Waffe bedroht. Chaoten. Genau wie Du schreibst, solange man sich entsprechend benimmt, gehen Wildtiere dem Menschen aus dem Weg. Warum kann es der Mensch nicht genauso machen? Ich habe grad einen Artikel gefunden, hier der Link: http://www.djurskyddet.se/angelholm-bjaremit einer Einladung zu dem Thema: Wer ist gefährlicher? Wolf oder Mensch, diese Frage beantworte ich eindeutig mit: DER MENSCH. Einen schönen Arbeitstag wünscht Dir Knuthilde
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gundhar
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Verfasst: 15. November 2011 13:12 |
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goteborgcity
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Verfasst: 15. November 2011 13:26 |
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Argus
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Verfasst: 15. November 2011 13:54 |
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@Göteborg City, das ist jetzt aber gemein  gleich heult er wieder und will auf den Arm weil eine bestimmte Sorte Jäger Niemand wirklich leiden kann ...... hihihihi
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goteborgcity
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Verfasst: 15. November 2011 14:52 |
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Hej Knuthilde,
es gibt für mich sehr unterschiedliche Kategorien von Jägern, insbesondere wenn es um die Jagd auf Wölfe geht. Ich werde aber nie verstehen, dass Deutsche in Schweden auf Wolfsjagd gehen, denn sie haben mehrheitlich keine Ahnung von schwedischer Mentalität und den tatsächlichen Problemen des Landes und können auch nicht behaupten, dass sie Wölfe jagen, weil ihre Schafe oder Rene gerissen werden. Sie können nicht einmal sagen, dass sie Angst vor schwedischen Wölfen haben und ihre Hunde und Kinder schützen wollen. Ein deutscher Jäger in Schweden jagt, weil er eine Trophäe haben will, die er nicht einmal mitnehmen darf. Es ist aussschliesslich der Wunsch des Tötens, weil er sich sonst nicht als Mann fühlt. Ich verstehe auch nicht, dass die schwedische Regierung dies zulässt.
Ein deutscher Jäger, der Wölfe in Schweden tötet, ist für mich der gleiche Mensch, der die Indios und die Indianer ausrottete oder Hexen verbrannte, denn er tötet nicht aus Notwendigkeit, sondern um seiner eigenen Schicht anerkannt zu werden und künstliche Werte sucht um sich befriedigt zu fühlen. Wenn ein deutscher Jäger in Schweden jagen will, so soll er sich auf Wildschweine und Elche beschränken, die eine Überpopulation aufweisen, aber das bringt natürlich nicht den besonderen Nervenkitzel, denn die sind ja nicht geschützt.
... aber Gundhar findet sicher jemanden, der ihn tröstet und ihm die Wolfsjagd als das höchste der Gefühle beschreibt, da mache ich mir keine Gedanken.
Grüsse aus dem wolkenfreien Göteborg
Herbert
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gundhar
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Verfasst: 15. November 2011 16:00 |
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goteborgcity hat geschrieben: ... aber Gundhar findet sicher jemanden, der ihn tröstet und ihm die Wolfsjagd als das höchste der Gefühle beschreibt, da mache ich mir keine Gedanken.
Warum soll ich mir die Gefühle beschreiben lassen. Da gehe ich doch lieber selbst einen Wolf schießen. Und weil es Dich so ärgert vielleicht sogar zwei.
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goteborgcity
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Verfasst: 15. November 2011 16:20 |
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gundhar hat geschrieben: Warum soll ich mir die Gefühle beschreiben lassen. Da gehe ich doch lieber selbst einen Wolf schießen. Und weil es Dich so ärgert vielleicht sogar zwei. Hej gundhar, keine Ahnung, ob Du auf Wolfsjagd gehst oder nicht, aber das ist auch weniger mein Problem, denn letztendlich musst Du selbst verantworten was Du tust oder nicht tust. Töten ist meiner Meinung nach jedenfalls nicht gerade eine aufbauende Tätigkeit, egal ob das Töten im Wald, beim Videospiel oder im Krieg stattfindet. Dass kranke oder schwer verletzte Tiere getötet werden müssen und selbst die Jagd in bestimmtem Rahmen eine Notwendigkeit ist, das akzeptiere ich dennoch. Auch die Jagd zur Ernährung ist für viele eine Notwendigkeit ... und wer aus sportlichen Gründen schiessen will, für den gibt es auch noch Sportclubs. Wolfsjagd ist jedoch eine reine Selbstbefriedigung, vor allem wenn sie auch noch im Ausland stattfindet. Leider hast Du bisher jede sinnvolle Diskussion über Jagd abgelehnt und keinerlei Argumente für die Wolfsjagd gebracht, wenn man von einem undokumentierten Cartoon absieht. Vielleicht kannst Du eine Gespräch über Jagd aufbringen, das Deine Warte klar erklärt, denn Schweigen hilft dabei sehr wenig. Die Jagdverbände haben leider meist nur Argumente, die sehr schnell zu widerlegen sind, aber vielleicht auch nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, wie einfach man doch einen Jagdschein bekommt (und erzähle mir nicht das Gegenteil, denn ich habe die Fragen aus Schweden und Deutschland in meinem Ordner). Einen sehr hohen IQ braucht man leider nicht dafür, was vermutlich erklärt, warum Jäger jedes Jahr Spaziergänger oder selbst jemanden aus der eigenen Jagdgesellschaft erlegen oder GPS-Sender bei Wölfen nicht lokalisieren können. Und diejenigen, die Geld haben oder eine höhere Ausbildung suchen private Jagdgesellschaften, weil sie mit dem "Einfach-Jäger" nicht viel gemein haben wollen. Ein sehr merkwürdiger Zwei-Klassen-Sport. Grüsse aus Göteborg Herbert
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Argus
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Verfasst: 15. November 2011 17:07 |
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@gundhar = wieder das schmollende bockige Kleinkindergehabe was wir von Dir kennen. Weil es Dich ärgert, schieße ich auch 2 Wölfe. Wie hirnlos ist das denn?
Vielen Dank Göteborg City, Du sprichst mir aus tiefster Krämerseele. Jeder Diskussion hat sich Gundhar schmollend entzogen, genauso wird es jetzt wieder sein.
Ganz klar, kranke, verletzte Tier müssen erlöst werden und Jagd zur Ernährung muss sein. Es ist nur die Frage nach der Art und Weise. Keiner hat das Recht im Ausland - egal ob Schweden, Grönland oder Afrika - Tiere nur zum Stillen seiner Mordlust zu töten.
Ich finde es interessant, dass Du die Fragen für den Jagdschein in Deutschland hast. In unserem Bekanntenkreis macht gerade jemand seinen Jagdschein und mein ehemaliger Oberarzt hat mir erklärt, das e für ihn ganz schön schwierig war den Schein zu machen, erklärt warum hat er mir aber nicht. Wahrscheinlich weil ich ihm gleich um die Ohren gehauen habe, dass er mit Anatomie und Krankheiten keine Probleme gehabt haben dürfte. Der jetzt den Jagdschein macht, der beschwert sich das ihm das Lernen schwer fällt, aber wenn man seit 20 Jahren aus der Schule ist und nicht gelernt hat selbst zu lernen, dann ist es natürlich schwer.
Genau wie Du schreibst, die den Jagdschein machen müssen bei den Revierinhabern "kratzen" um mit Jagen zu dürfen. Die Freundin von unserem Sohn hat einen Jagdschein mit 16 gemacht, find' ich schon ziemlich bedenklich , dass das erlaubt ist, weil ich meine, dass es an der erforderlichen sittlichen Reife mangelt. Nun Ihre Eltern haben wohl auch ein Revier und die laden sich dann entsprechend die Leute zur Jagd ein, die sie mögen und die so jagen wie die Eltern es für richtig empfinden. Manchmal steht mir bei manchen Aussagen von ihr das Nackenfell ganz gut zu Berge. Neulich konnte ich es mir auch nicht verkneifen, da hat ihr Bruder abends ein Tier angeschossen, er dachte es sei ein Reh. Erst am nächsten Tag haben sie es nachgesucht und einen 180 kg Hirsch gefunden. Ein Reh hat ca. 14 - 18 kg der Hirsch hat das 10fache gehabt und ein Geweih. Ich konnte mir die Frage nicht verkneifen, warum nicht am Abend noch das Tier nachgesucht wurde, die Antwort war, weil es dunkel wurde. Hallo, ich habe von meinen Eltern gelernt: quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie Du den Schmerz. Was ist das für eine Einstellung ein Lebewesen sich 12 Stunden schwer verletzt zu lassen???? Ich suche mit meinem Rettungshund im Hellen, meist aber im Dunklen und bei widrigsten Witterungsbedingungen nach Menschen, die sich oftmals selbst in üble Situationen gebracht haben. Warum kann mein Hund das und ein Jagdhund nicht? Wie heist es so schön wie der Herr so das Gescherr, mangelnde Intelligenz des Hundeführer bedingt auch Dummheit beim Hund. Einen schönen Feierabend für Dich im wolkenlosen Göteborg wünscht Knuthilde
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TochterderStille
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Verfasst: 16. November 2011 08:40 |
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Mal ein paar Gedanken von mir, nicht unmittelbar mit dem Wolf zu tun haben, aber doch den Grundsatz der Jagd. Und zwar auch zu unseren schwedischen Nachbarn (nicht dem jagdgeilen Deustchen, der nach Schweden fährt): Ein Gespräch im einem Dorf, in dem es um die vielen Mäuse und Ratten geht, die man am Haus und im Grundstück hat. Zwei Sätze später geht es um den Fuchs, den man neuerdings im Dorf gesehen hat. Den muss man unbedingt abschiessen. Ach ja, und Marder gibt es auch, da hat man schon Fallen aufgestellt. => ...mein kleines Gehirn fragt sich, wieso man den natürlichen Feind der Ratten und Mäuse (nämlich Fuchs und Marder) undbedingt umbringen muss, obwohl der einem in einem nordischen Dorf kaum Schaden anrichten würde? Haustiere sind hier fast nur Hunde, und ganz wenige Katzen. Keine Hühner und ähnlichen  Gleiches ist beim Elch. Man schiesst Wölfe und Bären, obwohl die so scheu sind, dass man sie sowieso fast nie zu Gesicht bekommt und sie einem Menschen im Dorf kaum einen Schaden anrichten würden. Im nächsten Moment hat man dann ein Argument, die Elche abzuschiessen. Denn es gibt zu viele und die schaden so natürlich dem Wald. ...Klar - aber hätten sie mehr natürliche Feinde, wären nicht zu viele Elche da. Der wahre Grund ist doch ganz einfach der, dass der Jäger jagt, weil es ihm Spass macht und weil er gern das Fleisch nutzt, von dem Tier , welches er bzw. die Jagdgemeinschaft erlegt hat. Sogar Frauen und "Tierfreunde" gehen hier zur Jagd, und Kinder wachsen eben so rein. Der Bär und Wolf wird erschossen, weil er Elche frisst, um zu überleben - weil er dem Jäger quasi die Beute streitig macht. Vielleicht ist auch die ureigene Angst des Menschen vor dem wilden Tier ein wenig mit der Grund, dass alles abgeballert wird, aber ich denke nur nebensächlich. Der Mensch bzw. der Jäger will sich die Existenzberechtigung nicht von der Natur streitig machen lassen. Deshalb wird das Gleichbgewicht der Natur durch Abschuss gestört, und danach muss man wegen dem Ungleichgewicht der Natur wieder mit Abschuss eingreifen. HIRNLOS meiner Meinung nach. Die Natur würde sich ohne Menschen viel besser selbst helfen können. Beispiel: Gibt es viele Mäuse, gibt es im Jahr darauf viele Marder und Füchse, und die Mäuseplage wird reguliert. Danach gibt es wenig Mäuse, und die Zahl von Fuchs und Marder geht zurück mangels Nahrung. GANZ NATÜRLICH. Oder wie es unserem Kalle ging... Kalle war ein junger Elchbulle aus dem letzten Jahr. Wir haben uns an ihm erfreut, weil er im Revier geblieben ist. Haben ihn fotografiert und ihm den Namen gegeben. Seit Oktober ist er tot, unweit unseres Zuhauses wurde er von den Jägern unseres Dorfes geschossen. "Weil es zu viele Elche gibt und die dem Wald schaden". Vorletztes Jahr wurde ein Bär geschossen (natürlich jedes Jahr, aber vorletztes habe ich ein Statement vom Jäger): "weil er eine grosse Elchkuh gerissen hatte. Er hat sie bis auf den Kopf komplett aufgefressen." Der Bär lebte übrigens im Moor, und das nicht gerade neben einem Wohnhaus. Ja, ihr merkt es schon. Was halte ich von Jägern?  NIX Gern würden wir auf einem Arreal Land leben, in dem es keine Jagd hinter dem Haus gibt. Am liebsten im Naturrreservat. Wo man sich an den Tieren erfreuen kann und diese beobachten, ohne Angst haben zu müssen, dass es der Nachbar über den Haufen schiesst. Aber WO???
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goteborgcity
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Verfasst: 16. November 2011 15:15 |
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Registriert: 16. Juni 2009 20:10 Beiträge: 1925 Wohnort: Göteborg
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Hej TochterderStille,
das Problem mit der Jagd ist vermutlich, dass sie selbst in vielen Schulen als ökologisch und notwendig hingestellt wird und immer mehr Menschen nicht mehr selbst denken, sondern andere für sich denken lassen. Und die Jagd für Fleisch wird ohnehin immer mehr zum Märchen. Während Elche und Wildschweine ja noch in den Handel kommt, so kann ich mir mit bestem Willen nicht vorstellen, dass es Jäger in Schweden gibt, die Füchse oder Wölfe essen wollen. Hier geht es ausschliesslich um eine Trophäe, weil man den "grossen bösen Wolf" erlegt hat.
Und wenn man bedenkt, was sich die gegenwärtige Regierung mit der Wolfsjagd sich nun ausdenkt, dann weiss man, dass man nicht mit Umwelt-Erziehung, sondern Mord-Erziehung rechnen muss. Nachdem die Lizenzjagd dieses Jahr nicht erlaubt ist, will man eine "ausgedehnte" Schutzjagd genehmigen. Dies heisst nichts anderes, dass man eine Ausrede für die Wolfsjagd sucht, denn es sollen bei einer "Schutzjagd" nicht nur Wölfe erlegt werden dürfen, die Tiere aus der Landwirtschaft gerissen haben, sondern auch dann, wenn der Verdacht besteht, dass sie welche reissen könnten. Nachdem bei einer Schutzjagd auch keine Quoten bestehen, so kann man sich ja vorstellen, was sich Regierung (und Jäger) dabei denken.
Grüsse aus Göteborg, wo die Sonne bereits sehr tief steht.
Herbert
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