August Strindberg hatte mit seinen drei Ehen wenig Glück, möglicherweise, weil er immer starke Frauen als Partnerinnen wählte, die, wie er selbst, eine Karriere anstrebten, was in jener Zeit zweifellos zu Problemen führte. Strindberg sah sich selbst im Vordergrund und fühlte sich deshalb auch von seinen Ehefrauen unverstanden, was nach dem Ende seiner zweiten Ehe bis zur Paranoia führte und sein Werk „Inferno“ ermöglichte.
Und dennoch spricht sich Strindberg, wenn man das Vorwort zu seinem Roman „Giftas“ mit „Kvinnans rättigheter“ liest, bereits sehr früh für das allgemeine Wahlrecht der Frau aus, das erst 1919, nach seinem Tode, Realität wurde.
Strindbergs letzte Ehe mit Harriet Bosse kann man am besten begreifen, wenn man seine Briefe an Harriet Bosse liest, die erstmals 1932 herausgegeben wurden und mittlerweile von der schwedischen Strindberggesellschaft verlegt werden.