Hej Ihr beiden!
Wohnungen mieten ist hier in Schweden schwieriger als in DE. Es gibt nur wenige sog. "Hyresrätter" - sprich Mietwohnungen.
Meist kauft man ein "Bostadsrätt" - eine Art Genossenschaftsanteil (ähnlich Eigentumswohnung aber doch nur ein Anteil).
Gerade in der Gegend um Stockholm (Uppsala ist Trabant von Stkhlm) ist die Wohnungssituation gespannt. Ich wohne in Jönköping und hier haben wir mit Glück ein Hyresrätt schnell und einfach mit guter Lage bekommen. Dies war 2005, heute ist die Lage auch gespannter.
Meist kauft der Schwede ein Bostadsrätt - schaut mal unter
www.hemnet.se
Ich würde an Eurer Stelle nochmal dem Arbeitgeber auf die Füsse treten, das ist ebenfalls durchaus normal. Leute "fordern"/erbitten dies beim Einstellungsgespräch.
Eine Vollfinanzierung wird wohl nicht möglich. So etwas gab es doch eh nur in den USA oder?!? Wo uns das hingebracht hat sehen wir heute..... In Schweden war es üblich ca. 10% der Summe zu finanzieren, die Forderungen der Banken nach mehr steigen aber. Ihr würdet also ca. 10% einlegen und bekommt dann einen Bottenlån und einen Toplån.
Bottenlån ist mit attraktiverem Zinssatz und wird meist nicht abbezahlt, sondern nur mit Zinsen bedient - bei Verkauf und erhoffter und in der Vergangenheit eigentlich garantierter Wertsteigerung + Inflation kommt man dann damit gut weg.
Den Toplån sollte man versuchen abzubezahlen, da dieser schlechtere Zinsen als der Bottenlån hat.
-> Generell gilt wie überall: Je höher der Eigenkapitalanteil, desto geringer der Zinssatz. Uns wurden bei 30% Einsatz angeboten, keinen Toplån zu bekommen.
Wir haben allerdings ausserdem fast 3 Jahre Finanzhistorie bei der Bank und beide eine Festanstellung.
Wie Ihr als Neulinge behandelt werdet kann ich nicht sagen.
Ich denke ihr solltet die Option "Kauf eines Bostadsrätt" favorisieren oder eben ein Haus etwas ausserhalb.
Cheers und ein dickes "Välkommen" - der Brelinger
Noch eine Idee: Hättet Ihr evtl. die Möglichkeit in DE etwas als Sicherheit anzugeben? Haus der Eltern etc.....?