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 Betreff des Beitrags: Göteborg führt Citymaut ein
BeitragVerfasst: 26. August 2009 16:02 
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Das Stadtparlament von Göteborg hat die Einführung einer City-Maut beschlossen. Aus den Einkünften soll ein umfassender Ausbau des Verkehrswegenetzes in der westschwedischen Stadt mitfinanziert werden. Für rund 3 Milliarden Euro sind eine Umgehungsstraße, ein Eisenbahntunnel und eine Untertunnelung des in den Kattegatt mündenden Flusses Göta-Älv geplant. Etwa die Hälfte der Summe soll durch die City-Maut finanziert werden, die andere Hälfte hat der schwedische Staat in Aussicht gestellt. Das Datum für die Einführung der Maut steht noch nicht fest. Zum 1. November soll eine erste Planung für Gebührenhöhen und die Platzierung der Mautstellen fertig gestellt werden.

(Quelle: Radio Schweden)


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 Betreff des Beitrags: Re: Göteborg führt Citymaut ein
BeitragVerfasst: 26. August 2009 16:27 
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ich bin immer ein gegner gegen maut's. zumindest für inländische verkehrsteilnehmer sollten die entsprechenden kosten aus der kfz-steuer gedeckt werden.

verkehrsteilnehmer, die keine kfz steuer zahlen können, also ausländer, dürfen 'gerne' mit einer maut belastet werden.
sollte ein tunnel gebaut werden, kann der gerne privat fianziert werden, und DANN durch den erbauer eine maut erhoben werden. so steht es jedem frei, sich der maut, und somit dem komfort der strecke unterwerfen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Göteborg führt Citymaut ein
BeitragVerfasst: 26. August 2009 18:48 
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Halbstarker hat geschrieben:
ich bin immer ein gegner gegen maut's. zumindest für inländische verkehrsteilnehmer sollten die entsprechenden kosten aus der kfz-steuer gedeckt werden.


Ich finde das holländische Modell gut. Dort soll ein System eingeführt werden, bei dem Maut auf sämtlichen Strecken zu entrichten ist. Im Gegenzug entfällt die Kfz-Steuer. Dadurch wird die Steuer rein anwendungsbezogen, was allerlei bekannte Verkehrsprobleme lösen oder zumindest mindern kann.

Zitat:
verkehrsteilnehmer, die keine kfz steuer zahlen können, also ausländer, dürfen 'gerne' mit einer maut belastet werden.


Das ist irgendwo auch eine Frage der Gastfreundschaft. Wenn das alle Länder so handhaben, dann dürfte man gar nicht mehr ins Ausland fahren. Ich nehme auch an, dass dies EU-rechtswidrig ist, weil es den freien Warenverkehr für EU-Ausländer behindert. Zudem sind Mautkabinen die einzige Möglichkeit, dies umzusetzen, wenn es sich um eine geographische begrenzte Maut handelt - das ist im Vergleich zu dem System, das in Göteborg eingerichtet werden soll, eine Lösung aus der Steinzeit.

Zitat:
sollte ein tunnel gebaut werden, kann der gerne privat fianziert werden, und DANN durch den erbauer eine maut erhoben werden. so steht es jedem frei, sich der maut, und somit dem komfort der strecke unterwerfen.


Und was ist mit Tunneln und Brücken, die nicht nur Komfort sind, sondern de facto die einzige erträgliche Variante sind? Diese Public-Private-Partnership-Geschichten bergen auch Risiken.


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 Betreff des Beitrags: Göteborg führt Citymaut ein
BeitragVerfasst: 26. August 2009 18:53 
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Man müsste genauer sagen, dass die Stadtverwaltung im Alleingang, entgegen der Zusagen zu einem Volksentscheid und gegen die Mehrheit der Göteborger die Maut einführen will. Sowohl Umgehungsstrasse und Tunnel werden nur in Aussicht gestellt. Ob es eine Maut geben wird und unter welchen Voraussetzungen muss sich erst in zukünftigen Sitzungen zeigen. Was fünf Politiker in Göteborg wollen heisst nicht, dass es auch geschehen wird, nur weil diese Politiker es in der Presse veröffentlichen lassen. Etwas mehr dazu bei: http://goteborg-aktuell.blogspot.com/20 ... l-die.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Göteborg führt Citymaut ein
BeitragVerfasst: 26. August 2009 21:27 
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sicher haben die von mir genannten vorschläge auch nachteile!
und grenzen zu finden, wo maut sinn macht, und wo vielleicht weniger ist schwierig, denn jeder hat da ein anderes empfinden.

wenn in NL das so eingeführt werden würde, fänd ich das gut! dann kann ich auch damit leben, denn dann zahlt nur der, der viel fährt auch viel beitrag.

wie gesagt, im grundsatz geht es mir darum, dass ich es eine frechheit finde, autofahrer doppelt abzukassieren. immerhins soll durch die kfz-steuer die infrastruktur ausgebaut, bzw erhalten werden. zum. in deutschland ist das eigentlich so. wird ja wohl in anderen europ. ländern recht ähnlich sein. also ist eine maut eigentlich abzulehnen. eigentlich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Göteborg führt Citymaut ein
BeitragVerfasst: 26. August 2009 22:42 
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Halbstarker hat geschrieben:
wie gesagt, im grundsatz geht es mir darum, dass ich es eine frechheit finde, autofahrer doppelt abzukassieren. immerhins soll durch die kfz-steuer die infrastruktur ausgebaut, bzw erhalten werden.


Jeder Unernehmer bezahlt eine Steuer an Göteborg, Benzin ist versteuert, die Parkgebühren Göteborgs gehören zu den höchsten der Welt und die KFZ-Steuer ist auch nicht gerade geschenkt. Nicht zu vergessen, dass auch eine Monatskarte Bus, die nur die umgrenzenden Bezirke mit einbezieht (wo viele arbeiten) auch 100 Euros kostet, also mehr als manche für Benzin zahlen.

Und man sollte überlegen, warum man in Schweden für 9 Millionen Einwohner 18 Millionen Seren gegen die Schweinegrippe braucht, da die Haltbarkeit des Impfstoffes auf 18 Monate begrenzt ist und 30 Prozent der Bevölkerung sich nicht impfen lassen will. Mit anderen Worten, hier werden einfach 2 Milliarden Kronen zum Fenster hinausgeworfen ... aber die Maut "brauchen" die gleichen Politiker.

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 Betreff des Beitrags: Re: Göteborg führt Citymaut ein
BeitragVerfasst: 27. August 2009 09:09 
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Naja, der Bezug den Impfstoffen ist jetzt schon sehr weit hergeholt. Man wird immer Dinge finden können, die man als Verschwendung geißeln kann. Wenn man die Folgekosten bei Nichtimpfung durch Krankheitsausfälle etc. einrechnet, werden sich die 2 Milliarden auch etwas relativieren.

Eine Maut per Volksabstimmung durchzubringen ist fast so aussichtslos wie für eine Steuererhöhung eine Volksmehrheit zu finden. Daher kann ich schon verstehen, dass man in Göteborg diesen Weg nicht wählt.
Die Frage ist daher eigentlich in erster Linie, ob der Gesamtnutzen größer ist als der Schaden, und welche Finanzierungswege überhaupt offen stehen.

Im Jahr 2006 hatte man Steuereinnahmen (in ganz Schweden) von
19,3 Milliarden Kronen aus Energiesteuer
10,5 Milliarden Kronen aus Kfz-Steuern

Die Gesamteinnahmen betrugen also knapp 30 Milliarden Kronen im Jahr 2006, was genau der Summe der Investitionen entspricht, die man in Göteborg machen möchte - wobei das geplante Kosten sind, die sich bei praktischen Schwierigkeiten noch erhöhen können. Die Norra Länken in Stockholm wird alles in allem 11,6 Milliarden Kronen kosten.
Nebenbei müssen unzählige kleine Projekte finanziert und die bestehenden Straßen auch noch gewartet werden.

Beim Anblick dieser Zahl scheint mir ziemlich deutlich, dass eine Finanzierung aus den rein autobezogenen Steuern nicht möglich ist. Dass die Parkgebühren hoch sind, ist sicherlich richtig, aber wenn man mal die 30 Milliarden auf die 500.000 Göteborger umlegt, kommt man auf 60.000 kr pro Einwohner. Die kann man nicht von den Parkgebühren und den Firmen abzweigen. Dass man zur Finanzierung noch eine weitere Einkommensquelle schaffen will, erscheint mir daher nachvollziehbar.


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 Betreff des Beitrags: Göteborg führt Citymaut ein
BeitragVerfasst: 27. August 2009 10:43 
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Dass es bei einer Volksumfrage zu einem Nein kommt ist sicher, aber ein Politiker, die gerade in der Mautfrage vor einem Jahre genau diese Volksumfrage versprechen sollten sich ja wohl daran halten.

Was die Einnahmen der Stadt angeht, so muss man wissen, dass Göteborg nicht nur alle bedeutenden Museen besitzt, sondern auch alle massgeblichen Grosskonzerte mit Rekordeinnahmen veranstaltet, dass Liseberg mit 2 Millionen Besuchern im Jahr der Stadt gehört, die Stadt Einnahmen aus städtischen Freizeitbootshäfen hat, der grösste Hafen Skandinaviens Göteborg gehört und so kann ich fortsetzen.

Bei der Maut in Göteborg geht es ausschliesslich darum zusätzliche Gelder aus dem schwedischen Gesamtbudget rauszuholen, nicht darum, dass die Stadt ihre Bauwerke nicht finanzieren kann. Wie käme es sonst, dass das ganze Skeppsbronskajen erneuert werden kann, Hochhäuser hingestellt werden können mit Cafés, Restaurants etc. Göteborg geht es sehr gut was die Finanzen angeht. Die Frage hier stellt sich wie die Einnahmen dann ausgegeben werden.

Ausserdem muss man hier die Plätze kennen wo die Maut (per automatischer Abbuchung, ohne je4de Kontrolle!) stattfindet. Allein zum Einkaufen muss ich, zum Beispiel, die Mautstelle passieren. Im Bus kann ich keine grösseren Artikel transportieren, abgesehen davon, dass ich 45 Minuten dorthin brauche, weil ich umsteigen muss. Alle meine Verwandten wohnen ausserhalb, also muss ich bezahlen, nur weil ich auf die Kinder aufpassen will, oder den Bus nehmen muss + 15 Minuten laufen.

Ausserdem erwarte ich von einem Politiker, daqss er mir auch konkret sagt, was mit dem Geld geschieht, denn weder für den Tunnel noch für die Umgehungsstrasse gibt es konkrete Pläne, sondern nur Ideen, die mit absoluter Sicherheit vor sämtliche Gerichtsinstanzen kommen. Der erste Plan kann für den wirklich notwendigen Tunnel kann also vielleicht 2015 oder später präsentiert werden, wenn die Gelder längst verbraucht sein werden, weil man neue Strassenbahnwagen kauft, neue Busse in Betrieb nimmt oder sonst was.

Politik bedeutet klare Perspektiven zu zeigen und ein klares Programm zu haben und nicht eine Maut einführen, deren Sinn und Zweck nur auf Kapitalanhäufung baut. Wenn einige Politiker in Göteborg eine Maut einführen wollen, so sollten sie auch in der Lage sein, das warum und wie und weshalb erklären zu können. Im Moment ist es so, dass selbst der Stadtrat sich nicht einig ist.

Es ist schwierig über die politische Situation oder die Finanzlage der Stadt zu sprechen, ohne dass ich eigentlich weit mehr ausholen müsste, was nicht im Sinne dieses Forums ist. Noch gibt es hier keine Maut, keinen neuen Tunnel oder sonst etwas, aber eine ganze Menge anderer Grossprojekte, deren Pläne auf meinem Schreibtisch liegen und die sicher vor einem eventuellen Tunnel verwirklicht werden und den Bewohnern Göteborgs nicht gerade alle eine Freude machen werden.

Ach ja, die Stadt gibt auch jedes Jahr fast zwei Milllionen Kronen nur für öffentliche Kunstprojekte aus, ohne die Finanzierungen durch verschiedene Stiftungen zu rechnen.

Bitte meine Ausführung nicht falsch verstehen, ich liebe Göteborg und wohne gerne hier, aber ich denke, dass man trotzdem nicht zu allem Ja sagen muss, was in der Stadt passiert, nur weil das Pressebüro der Stadt eine sehr gute Arbeit leistet. Für mich heisst Demokratie auch, dass jeder Bürger mitbestimmen und miteintscheiden kann, darf und soll.

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 Betreff des Beitrags: Re: Göteborg führt Citymaut ein
BeitragVerfasst: 27. August 2009 11:17 
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Ich sollte vielleicht noch anmerken: ich weiß über Göteborg wenig - daher sind die obigen Betrachtungen und die folgenden sehr allgemein.

goteborgcity hat geschrieben:
Was die Einnahmen der Stadt angeht, so muss man wissen, dass Göteborg nicht nur alle bedeutenden Museen besitzt, sondern auch alle massgeblichen Grosskonzerte mit Rekordeinnahmen veranstaltet, dass Liseberg mit 2 Millionen Besuchern im Jahr der Stadt gehört, die Stadt Einnahmen aus städtischen Freizeitbootshäfen hat, der grösste Hafen Skandinaviens Göteborg gehört und so kann ich fortsetzen.


Die Frage ist, ob die Einnahmen für die genannten Summen ausreichen. Aus Museen kann man kaum Gewinn schlagen, es sei denn, man hat eines von Weltrang, das die Massen anzieht. Mit einem Großkonzert kann man vielleicht ein paar Millionen einnehmen, aber auch das ist weit entfernt von den Summen, die solche Verkehrsprojekte kosten.

Zitat:
Ausserdem muss man hier die Plätze kennen wo die Maut (per automatischer Abbuchung, ohne je4de Kontrolle!) stattfindet.


Das kann eigentlich nicht sein, und zwar
1. weil Mautstellen klar mit Schildern markiert sind.
2. die Abbuchung in Stockholm (und danach soll das in Göteborg ja auch gemacht werden) per Rechnung läuft, denn man müsste schon Autogiro für das Transportstyrelsen haben, damit die einfach so abbuchen können.

Zitat:
Allein zum Einkaufen muss ich, zum Beispiel, die Mautstelle passieren. Im Bus kann ich keine grösseren Artikel transportieren, abgesehen davon, dass ich 45 Minuten dorthin brauche, weil ich umsteigen muss. Alle meine Verwandten wohnen ausserhalb, also muss ich bezahlen, nur weil ich auf die Kinder aufpassen will, oder den Bus nehmen muss + 15 Minuten laufen.


Das aber auch nur unter der Annahme, dass immer Maut verlangt wird. Dies ist nach aktuellem Stand aber noch gar nicht klar. In Stockholm gilt die Maut nur werktags, und da auch nicht rund um die Uhr.

Zitat:
Ausserdem erwarte ich von einem Politiker, daqss er mir auch konkret sagt, was mit dem Geld geschieht, denn weder für den Tunnel noch für die Umgehungsstrasse gibt es konkrete Pläne, sondern nur Ideen, die mit absoluter Sicherheit vor sämtliche Gerichtsinstanzen kommen. Der erste Plan kann für den wirklich notwendigen Tunnel kann also vielleicht 2015 oder später präsentiert werden, wenn die Gelder längst verbraucht sein werden, weil man neue Strassenbahnwagen kauft, neue Busse in Betrieb nimmt oder sonst was.


Mal umgekehrt gefragt: wie würdest du es finden, wenn die Politik einen Bebauungsplan erarbeitet, der auf den Quadratzentimeter genau ist, und dann erst im Nachhinein versucht, die Finanzierung zu finden? Bis dann die auch klar ist, müsste man die Pläne wieder überarbeiten, weil sich die Rahmenbedingungen geändert haben. Die Planung und Genehmigung solcher Projekte kostet erhebliche Summen, und man sollte vorher schon klar machen, dass man auch das Geld dafür hat.

Für mich klingen die Pläne sehr konkret - genau so konkret, wie sie in diesem Stadium sein sollten. Göteborg selbst muss rund 15 Milliarden Kronen tragen. Insofern ist es keineswegs ein Fehler, die Trängselskatt vorher schon einzutreiben, denn die Angelegenheit ist auf 25 bis 30 Jahre geplant. Es wäre finanziell sicherlich nicht klug, die Investitionen für die Mautstationen genau in das Jahr zu verlegen, in dem Baustart ist.

Zitat:
Ach ja, die Stadt gibt auch jedes Jahr fast zwei Milllionen Kronen nur für öffentliche Kunstprojekte aus, ohne die Finanzierungen durch verschiedene Stiftungen zu rechnen.


Das ist dann aber wieder eine Frage des Ermessens. Sind zwei Millionen Kronen Verschwendung, wenn man für den Straßenbau rund 15000 Millionen Kronen ausgeben will?

Zitat:
Für mich heisst Demokratie auch, dass jeder Bürger mitbestimmen und miteintscheiden kann, darf und soll.


Volksentscheide sind dafür aber ein fragwürdiges Mittel.


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 Betreff des Beitrags: Re: Göteborg führt Citymaut ein
BeitragVerfasst: 27. August 2009 11:33 
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auch wenn das nun schon eher in politsche grundsätze ausartet...

volksentscheide sind sicher ein geeignetes mittel.

allerdings nicht zu allen fragen, da sich otto-normalbürger selten ein richtiges bild der gesamt lage machen kann.

ich hätte bei einer volkentscheidung sicher gegen den euro gestimmt. bin aber irgendwie froh, dass wir ihn haben.
sicher ist vieles in deutschland teurer geworden seit der umstellung, oft auch um 100%. aber insgesamt hat der euro stark an bedeutung gewonnen, wo die DM nie hingekommen wäre.

offensichtlich waren die politker da doch schlauer, als die meißten bundesbürger.

in einer demokratie darf sich der bürger an der politik beteiligen. du kannst deine volksvertreter wählen, frei, geheim und in der regel unmittelbar.
und genau, damit sich der bürger nicht noch um das politsche geschehen kümmern muß, gibt es die volksvertreter ja.

und wem das nicht reicht, dem steht es ja auch frei, sich selber in der politk einzubringen.

nur damit auch klar ist: ich bin kein blöder idiot, der immer glaubt, was die politker einem erzählen.
dass sich die politker am liebsten damit beschäftigen, sich die taschen vollzustecken, wissen wir. und ich wähle keine volksvertreter, sondern einen günstling, der sich mit meiner zustimmung bereichern darf.

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 Betreff des Beitrags: Re: Göteborg führt Citymaut ein
BeitragVerfasst: 27. August 2009 14:44 
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hansbaer hat geschrieben:
Die Frage ist, ob die Einnahmen für die genannten Summen ausreichen. Aus Museen kann man kaum Gewinn schlagen, es sei denn, man hat eines von Weltrang, das die Massen anzieht. Mit einem Großkonzert kann man vielleicht ein paar Millionen einnehmen, aber auch das ist weit entfernt von den Summen, die solche Verkehrsprojekte kosten.


die museen als solches ja, aber Liseberg ist der grösste Vergnügungspark Nordeuropas und bei 2 Millionen Besuchern, die im Schnitt je 50 Euros dort lassen bleibt auch nach den Personalausagaben und ähnlichem noch eine Menge übrig. Ähnlich ist es mit dem Hafen, der in keiner Weise mit roten Zahlen arbeitet. Der Freizeitbottshafen mitten in der Stadt wird quasi nur von Luxusbooten angefahren, benötigt kaum Unterhalt, aber das Geld geht in die Stadtkasse.
Ich spreche jetzt wirklich nur von Göteborg. Oder die Musikveranstaltungen dieses Jahr, sie brachten Göteborg, wieder der Stadt, mehr Besucher und Einnahmen als sämtliche Konzerte in Stockholm. Hier in Göteborg geht es bei Einnahmen nicht nur um Kleingeld. Wenn man also bei Liseberg davon ausgeht, dass nur 1 Euro jedes Besuchers an den Tunnel gehen soll, so bleiben in den 30 Jahren, in denen die Verkehrsprojekte finanziert werden sollen, rund 600 Millionen Kronen. Bei einem einzigen Euro pro Besucher!

Zitat:
Das kann eigentlich nicht sein, und zwar
1. weil Mautstellen klar mit Schildern markiert sind.
2. die Abbuchung in Stockholm (und danach soll das in Göteborg ja auch gemacht werden) per Rechnung läuft, denn man müsste schon Autogiro für das Transportstyrelsen haben, damit die einfach so abbuchen können.


Göteborg plant die Abbuchung und das steht auch im Vorschlag, die Schilder gibt es, aber wie soll der Bürger nach 40 Tagen wissen wieviel fällig ist und ob die Abbuchung stimmt. Bei den neuen Buskarten funktionniert das Ganze jedenfalls nicht, da bezahlt man für eine Fahrt mal 16,50, aber auch schon mal 40 oder gar 90 Kronen. Hier wird nicht Stockholm kopiert, sondern nur als Ansatz genommen und eine "angepasstes" System eingeführt. Das ist ein Unterschied.

Zitat:
Das aber auch nur unter der Annahme, dass immer Maut verlangt wird. Dies ist nach aktuellem Stand aber noch gar nicht klar. In Stockholm gilt die Maut nur werktags, und da auch nicht rund um die Uhr.


Die Maut gilt nur an Wochentagen und voraussichtlich zwischen 7 Uhr und 18 Uhr, aber willst Du sagen, dass dann rund 50 Prozent der Göteborger, die nun mal zum Einkaufszentren die Mautzonen benutzen müssen, in dieser Zeit nicht mehr einkaufen fahren sollen? Wenn man Kinder von der Schule oder dem Kindergarten abholen muss, so müssen auch viele rein und raus aus der Mautzone, zumindest wie die Stadt es plant. Klar, Kinder können ja alle bis nach 18 Uhr warten, kein Problem ... oder man bezahlt. Stockholm hat die Maut wirklich nur im Ballungsgebiet, Göteborg plant sie da weitaus grosszügiger. Die gesamte Stadt wird zur Mautzone, ohne Schleichwege, was wegen dem Göta älv sowieso nicht so einfach wäre.

Zitat:
Mal umgekehrt gefragt: wie würdest du es finden, wenn die Politik einen Bebauungsplan erarbeitet, der auf den Quadratzentimeter genau ist, und dann erst im Nachhinein versucht, die Finanzierung zu finden? Bis dann die auch klar ist, müsste man die Pläne wieder überarbeiten, weil sich die Rahmenbedingungen geändert haben. Die Planung und Genehmigung solcher Projekte kostet erhebliche Summen, und man sollte vorher schon klar machen, dass man auch das Geld dafür hat.


Mal ironisch gesagt, was Göteborg angeht, so wäre das gar keine dumme Idee, denn Gamla Ullevi wurde gebaut und verursacht jetzt, wegen der Probleme, mindestens nochmal so hohe Kosten. Ein Riesenrad wird (wieder von der Stadt) aus Australien geholt und soll dann an einer Stelle aufgestellt werden wo noch nicht mal die Statik geprüft wurde. Die Mietkosten für das Riesenlrad laufen, aber niemand kann sagen, ob es je aufgestellt werden kann oder in 4 Jahren unverpackt zurückgeschickt wird. Hier gibt es eine ganze Menge solcher Beispiele. Hier wurden neue Strassenbahnen aus Italien gekauft, die die Gleise verschleissen und Folgekosten in Millionenhöhe verursachen. Hier in der Stadt wäre es fast schon nötig, dass erst einmal Untersuchungen und Planungen angestellt werden, bevor man entscheidet. Auch der Tunnel unter dem Göta älv kann eine Menge Probleme verursachen, da Göteborg auf Granit und vor allem auf Lehm steht. Unter dem Ullevi sind noch 40 Meter Lehm, die sich bewegen, und es gibt keine Verankerung auf Granit. Es gibt heute auch absolut niemanden, der Dir sagen kann, ob der Tunnel gebaut und wo er gebaut werden kann. Aber man hat eben eine Idee und, der Witz dabei, man braucht wirklich einen Tunnel oder eine Brücke. Die Statiker und Architekten sind bei der Stadt fest angestellt. Ist es da wirklich so problematisch vorher eine Untersuchung anzustellen und einen provisorisschen Plan darauf aufzubauen?[/quote]

Zitat:
Für mich klingen die Pläne sehr konkret - genau so konkret, wie sie in diesem Stadium sein sollten. Göteborg selbst muss rund 15 Milliarden Kronen tragen. Insofern ist es keineswegs ein Fehler, die Trängselskatt vorher schon einzutreiben, denn die Angelegenheit ist auf 25 bis 30 Jahre geplant. Es wäre finanziell sicherlich nicht klug, die Investitionen für die Mautstationen genau in das Jahr zu verlegen, in dem Baustart ist.


Die Pressinformation scheint klar, aber die Unterlagen, die mir vorliegen (und einer Menge anderer mehr in Göteborg) sind da weitaus ungenauer und einige Politiker im Stadtrat reden davon, dass die bisherige Entscheidung übereilt und unausgereift sei. Genau genommen wird der Plan nur von 4 Personen voll getragen.

Ich erwarte auch nicht, dass eine eventuelle Maut mit Baustart eingeführt wird, sondernd dass man mir garantiert, dass das Geld nicht zweckentfremdet wird. Im Moment wird nichts garantieert und nichts versprochen, ausser der Maut. Wenn man schreibt, dass ein Tunnel nötig ist und geplant ist, so heisst das nicht viel solange nicht tatsächlich auch die entsprechenden Vorarbeiten, die sich in der Regel auf etwa 5 Jahre erstrecken, eingeleitet sind. Im Moment ist nichts eingeleitet, ausser der Mautidee.

Zitat:
Das ist dann aber wieder eine Frage des Ermessens. Sind zwei Millionen Kronen Verschwendung, wenn man für den Straßenbau rund 15000 Millionen Kronen ausgeben will?


Wenn man die Kunst als Einziges stehen lässt ist es nicht viel, nur 60 Millionen in den 30 Jahren, aber es geht ja nicht nur um Kunst, die hier von Stiftungen ganz gut getragen wird. Das Umstellen der Automaten in den Bussen kostete 360 Millionen und einige "kleinere Projekte" wie eine zusätzliche Älvpromenade verschlucken auch nur 3 Milliarden. Ich komme in Göteborg ganz locker auf die 15 fehlenden Milliarden, wenn ich nur Prestigeobkjekte rechte, also nicht normalen Wohnungsbau und ähnliches, das sich ohnehin auf andere Weise finanziert.

Zitat:
Volksentscheide sind dafür aber ein fragwürdiges Mittel.


Volksentscheide mögen nicht immer das optimale Mittel sein, aber sie sind es, wenn man sie vorher ausdrücklich zugesichert hat, was bei der Maut der Fall war. Abgesehen davon, dass ein Volkeinscheid sehr sinnvoll sein klann, wenn man in der Lage ist seinem Bürger ein Projekt auch zu erklären. Ein Volksentscheid soll ja nicht vom Himmel fallen, sondern vernünftig angegangen werden, also mit Information. Es stellt sich dabei auch die Frage, ob es sich bei der Maut darum handelt das Interesse der Bürger zu vertreten oder ein ein persönliches Interesse der Vertreter der Bürger.

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 Betreff des Beitrags: Re: Göteborg führt Citymaut ein
BeitragVerfasst: 27. August 2009 16:19 
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goteborgcity hat geschrieben:
Göteborg plant die Abbuchung und das steht auch im Vorschlag, die Schilder gibt es, aber wie soll der Bürger nach 40 Tagen wissen wieviel fällig ist und ob die Abbuchung stimmt. Bei den neuen Buskarten funktionniert das Ganze jedenfalls nicht, da bezahlt man für eine Fahrt mal 16,50, aber auch schon mal 40 oder gar 90 Kronen. Hier wird nicht Stockholm kopiert, sondern nur als Ansatz genommen und eine "angepasstes" System eingeführt. Das ist ein Unterschied.


Es ist aber anzunehmen, dass das gleiche technische System wie in Stockholm verwendet wird, denn das wurde teuer für 4,7 Milliarden Kronen aufgebaut. Es wird wohl kaum einer ernsthaft an Mautkabinen denken. Also werden es Durchfahrtsscanner werden, und für die ist es auf realistischem Wege nicht machbar, einfach so abzubuchen, denn das setzt Zugriffsmöglichkeit auf das Konto voraus. Ich nehme an, der Gedanke geht in die Richtung des Verfahrens, das man in der Probezeit in Stockholm verwendete. Entweder hatte man eine On-Board-Unit (dann wurde automatisch abgebucht) oder man musste innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu einer Bezahlstelle (in Kiosks untergebracht) fahren und dort die Gebühr entrichten. Wer es nicht rechtzeitig tat, bekam eine saftige Strafe. Das hat die bürgerliche Regierung aber (nachvollziehbarerweise) dann zugunsten des jetzigen Rechnungsverfahrens abgeschafft.
Sorry, aber der Vergleich mit dem Buskartensystem ist absurd. Wenn die beiden Systeme irgendetwas gemein hätten, dann wäre das ein Argument, aber so wohl kaum. Hier in Stockholm sind Fehler in der Technik zu Ungunsten des Nutzers meines Wissens nicht bekannt - im Gegenteil werden viele Fahrten sogar gar nicht erfasst. Verschiedene Leute haben sich auch mit Tricks beholfen. Bei manchen Autos ist ein Buchstabe des Kennzeichens mit unauffälligen Aufklebern oder einer leicht getonten Plexiglasscheibe versehen, was wohl einen Scan verhindern soll.

Zitat:
Die Maut gilt nur an Wochentagen und voraussichtlich zwischen 7 Uhr und 18 Uhr, aber willst Du sagen, dass dann rund 50 Prozent der Göteborger, die nun mal zum Einkaufszentren die Mautzonen benutzen müssen, in dieser Zeit nicht mehr einkaufen fahren sollen?


Nein, die Trängselskatt soll ja nicht dazu führen, dass gar keiner mehr in die Stadt und aus ihr herausfährt. Sie soll eine Lenkungswirkung haben, um nicht zwingend notwendigen Verkehr stärker auf den Abend, das Wochenende oder weniger verkehrsintensive Zeiten sowie auf den Nahverkehr zu verteilen . Die Verkehrsprobleme verursachen ja nicht diejenigen, die einmal in der Woche durch die Mautstellen fahren, weil sie einkaufen wollen oder jemanden abholen müssen. Es sind diejenigen, die auf dem Weg zur Arbeit auf den Nahverkehr umsteigen oder Fahrgemeinschaften bilden könnten, aber dies nicht tun. Das System ist natürlich nicht dazu gedacht, bequem zu sein, sondern eben Nadelstiche so zu setzen, dass die Leute ihr Verhalten ändern. In Stockholm hat das nur mittelmäßig funktioniert, aber aus meiner Sicht aus anderen Gründen. Daher halt ich es als Außenstehender nicht für ausgeschlossen, dass das in Göteborg funktionieren kann.

Ich sehe da natürlich deine Frustration über die Göteborger Kommunalpolitik - leider scheint dies eine universelle Eigenschaft von Kommunalpolitik zu sein, dass man sich auf allerlei Quatsch einlässt, der viel unnötiges Geld kostet.


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 Betreff des Beitrags: Re: Göteborg führt Citymaut ein
BeitragVerfasst: 27. August 2009 16:52 
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hansbaer hat geschrieben:
Es ist aber anzunehmen, dass das gleiche technische System wie in Stockholm verwendet wird, denn das wurde teuer für 4,7 Milliarden Kronen aufgebaut. Es wird wohl kaum einer ernsthaft an Mautkabinen denken. ...


Natürlich (hoffe ich) denkt hier keiner an Mautkabinen. Es soll auch, wie in Stockholm, das in ganz Europa verwendete Scansystem verwendet werden. Die Abbuchung steht jedoch in den jetzigen Unterlagen drin, auch wenn ich nicht weiss, wie sie das bei Touristen oder anderne ausländischen Fahrzeugen handhaben wollen. Und genau bei Abbuchung sehe ich Probleme ... jetzt von den ganzen Möglichkeiten des Betruges abgesehen, denn verschmutzte Kennzeichen, falsche Kennzeichen usw. wird es immer und überall geben. Und wie gesagt, im Stadtrat gibt es genügend Stimmen, die meinen, dass das Göteborger Projekt nicht ausgereift ist, da man ja "Fehler" Stockholms nicht wiederholen will.

Zitat:
Nein, die Trängselskatt soll ja nicht dazu führen, dass gar keiner mehr in die Stadt und aus ihr herausfährt. Sie soll eine Lenkungswirkung haben, um nicht zwingend notwendigen Verkehr stärker auf den Abend, das Wochenende oder weniger verkehrsintensive Zeiten sowie auf den Nahverkehr zu verteilen. Die Verkehrsprobleme verursachen ja nicht diejenigen, die einmal in der Woche durch die Mautstellen fahren, weil sie einkaufen wollen oder jemanden abholen müssen. Es sind diejenigen, die auf dem Weg zur Arbeit auf den Nahverkehr umsteigen oder Fahrgemeinschaften bilden könnten, aber dies nicht tun.


Ich stimme Deiner Ausführung im Prinzip ja zu, wenn die Situation von Göteborg, sowohl was Wohnsituation als Verkehrssituation angeht, mit Stockholm zu vergleichen wäre. Hier plant man nicht nur die verkehrsreichen Stellen unter Maut zu stellen, sondern ganz Göteborg. Ausserdem wurden hier Vororte geplant, die bislang von keinem Bus angefahren werden oder zigfaches Umsteigen verlangen. Die Mehrheit jener, die in Göteborg arbeiten, wohnen in Aussenbezirken und gut die Hälfte davon muss über eine Brücke oder durch einen Tunnel, da der Göta älv nun mal die Stadt teilt. Viele meiner Bekannten, die ausserhalb wohnen würden lieber die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen, als das Auto und einige davon fahren auch heute schon mit dem Auto nur bis zu einem etwas ausserhalb gelegenen Parkplatzes (der in Zukunft bereits innerhalb der Mautzone liegen soll) und nehmen dann Bus oder Strassenbahn, da es sowieso unmöglich ist in Göteborg zu parken, falls die Firma keinen Parkplatz zur Verfügung stellt, da man kaum Plätze findet an denen man länger als 2 oder 3 Stunden parken darf. Ich bin, zum Beispiel, die letzten zwei Jahre nicht ein einziges Mal mit dem Auto in die Stadt gefahren, aber ich bin gezwungen zu den Aussenbezirken das Auto zu nehmen, brauche es zum Einkaufen oder ähnlichem. Viele, die ich kenne machen es genauso. Mal davon abgesehen, dass die Maut VIEL billiger sein wird als ein simpler Parkplatz. Wenn die Maut erfolgreich wäre und Fahrgemeinschaften schaffen könnte, Arbeitnehmer zum öffentlichen Verkehr bringen könnte usw, dann braucht man keinen zusätzlichen Tunnel. Hier denkt kein Mensch daran, dass der Verkehr durch die Maut entlastet würde, was auch nur in sehr geringem Masse möglich ist. Es sollen per Tunnel und Umgehungsstrasse noch mehr Autos in die Stadt kommen. Wozu würden denn sonst zur Zeit auch drei neue städtische Parkplätze geplant und warum müssen Neubauten auch Parkmöglichkeiten für alle ihre Bewohner schaffen? Du musst das mal von der anderen Seite sehen, denn das Ziel eines Tunnels + einer Umgehungsstrasse ist ja wohl keine Massnahme, die unsere Umwelt schützen wird oder weniger Autos fahren lässt. Man verbindet hier zwei gegensätzliche Aussagen, nämlich "Weniger Autos in die Stadt" + "mehr Autos sollen schneller die Stadt erreichen können". Ich habe nicht gelesen, dass in Stockholm das Gleiche der Fall ist, denn da will man die Autos von der Stadt fernhalten. Der Tunnel hier wird keinen Touristen an der Stadt vorbeileiten, sondern durchleiten.

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