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TeodorTan
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Verfasst: 17. August 2011 09:33 |
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Hejsan,
Sind Sie erfolgreich gewesen? Sind Sie schon i Schweden?
Da ich auch seit Jahren auf Arbeitssuche bin, kann ich mich mit Ihrer Lage identifizieren.
Seit einigen Monaten plane ich meinen Umzug nach Schweden. Nur fast jede Woche gab es eine Hoffnung auf einen Auftrag. Die sind leider nicht entstanden.
mvH aus Kiel
Teodor (IT Fachkraft)
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koffie
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Verfasst: 17. August 2011 19:41 |
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Hallo, ich bin noch nicht erfolgreich gewesen. Die Resonanz bleibt aus. Ich bin auch noch nicht in Schweden. Das wäre naiv. Es ist allerdings ratsam konkret vor Ort zu suchen. Denn: Beim Jobcenter bin ich trotz Selbstständigkeit und momentan guter Auftragslage als arbeitssuchend gemeldet. Das brachte mir ein Angebot ein. Eine Sklavenverleiherfirma, also ein Relikt aus vorfeudalistischen Zeiten, bot mir am Polarkreis einen Job an. Die Lohnmodalitäten sollten vor Ort auf Englisch verhandelt werden. Wer sich auf so einen Dreck einlässt, dem nützt das beste Englisch nichts. Die Ausdrucksweise Sklavenverleihfirma soll nichts beschönigen. Jeder 7. Arbeitnehmer, der von solchen menschenverachtenden Firmen verheizt wird, verdient weniger als den Hartz -Satz, also ca. 3€ am Tag.
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kapehei
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Verfasst: 17. August 2011 20:11 |
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koffie hat geschrieben: Die Ausdrucksweise Sklavenverleihfirma soll nichts beschönigen. Jeder 7. Arbeitnehmer, der von solchen menschenverachtenden Firmen verheizt wird, verdient weniger als den Hartz -Satz, also ca. 3€ am Tag. Aber nicht bei schwedischen Zeitarbeitsunternehmen. Außerdem darf ich darauf hinweisen, daß Du eigenverantwortlich/selbständig in Schweden als Elektriker nur mit schwedischer Zulassung arbeiten darfst.
_________________ Real Photo 2009 Allt kommer bli bra vi ses Karsten
"Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet." Mark Twain
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DerJoerg
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Verfasst: 17. August 2011 21:47 |
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Hallo kaffie, erst mal hat kapehei recht, als Elektriker arbeitest du hier in Schweden nicht ohne schwedische Zulassung, du kannst es hier vergleichen mit der von dir in D verfluchten Handwerkskammer. Ich bin Elektriker hier in Schweden, und habe das alles mal durchlaufen vor einigen Jahren. Bis ich hier anerkannter , beim Versorger eingetragener El Installatör war, sind mir einige tausend Kronen durch die Finger geronnen.
Denkst du denn hier ist alles besser? Selbständig machen sieht hier ähnlich aus, kostet auch erst mal nur Geld bevor du was verdienst. In D vergleiche ich auch den Verleiher mit einem staatlich subventionierten Sklavenhandel, doch du sprichst da von einer schwedischen Firma wie ich das so entziffer. Das gibt es hier in Schweden nicht, bevor du also sowas hier herein setzt bitte informier dich erst, damit hier keine Neulinge abgeschreckt werden sich bei schwedischen Zeitarbeitsfirmen zu bewerben. Hier arbeitet jeder zu den gleichen Bedingungen, je nach gewerk etwas unterschiedlich, aber meistens fair. Schwarze Schafe gibt es auch hier aber eher selten.
Der normale Ablauf um hier Elektriker zu werden ist, du brauchst einen Wohnsitz in Schweden, sonst bekommst du keine Registrierungsnummer fuer dein Zertifikat. Deine deutschen Briefe und einen Nachweis das du mehrere Jahre in dem Beruf gearbeitet hast. Hier in schweden dann angekommen brauchst du den SFI Kurs 1-4 um dich auch Svensk Standard vorzubereiten. Kurse dafuer findest du immer bein El- Säkerhetsverket im Internet, dort beantragst du auch deine Behörighet, als Ausländer solltest du mindestens AB haben. Dann brauchst du einen Arbeitgeber der dich einstellt um die schwedische Praxis zu ueben, die unterscheidet sich zur deutschen in Teilen erheblich. Keine NYM Leitung mehr, HAK draussen, Verteilerdosen an der Decke, Schalterdosen setzen bevor Gips an der Wand ist, usw. Deswegen kannst du nicht einfach so hier arbeiten.
Und nun kommt das tollste, bei den meisten Firmen hier in der Umgebung machst du als Elektriker alles auf der Baustelle, bist von putzfrau bis Tischler alles. Sicherlich nicht immer angenehm, und bei 20 grad Minus im Winter eine Fussbodenheizung im Beton versenken mit blossen Händen ist auch nicht so doll, gehört aber dazu.
Wenn du einiges davon erfuellt hast gibt es hier bestimmt jemanden der dir helfen kann.
Gruss
Jörg
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goteborgcity
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Verfasst: 17. August 2011 22:20 |
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Schliesse mich Karsten und Jörg an, was Zeitarbeit und Elektriker in Schweden betrifft. Und wenn Dir eine Arbeitsstelle am Polarkreis angeboten wurde, von einem schwedischen Verleihunternehmen, so kannst Du davon ausgehen, dass Du sogar über Tarif bezahlt wirst, da in einigen Gegenden, unter anderem Gällivare, erhebliche Arbeitsbeschaffungsprogramme in Gang gesetzt wurden.
Als selbständiger Elektriker (mit deutscher Ausbildung) sein Glück in Schweden zu suchen halte ich für unrealistisch, denn die Ausbildung hier ist mit der deutschen nicht zu vergleichen und eine Zulassung zu bekommen, das kostet Geld und viel Zeit. Ohne bedeutendes Startkapital, also zwei bis drei Jahre Kapital, ist die Chance hier etwas als selbständiger Elektriker zu erreichen gleich Null.
_________________ Täglich ein Stück Schweden entdecken und Hintergründe verstehen. - Die Geschichte Schwedens von der Eiszeit bis zur Gegenwart
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koffie
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Verfasst: 18. August 2011 20:55 |
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Hallo, ich denke nicht, dass in Schweden alles besser ist. Ich habe das Jobcenter erwähnt und den Polarkreis. Schwedische Verleiher waren nicht dabei. Es ging mir um folgendendes: Wenn jemand aus der Not heraus oder aus positiver Motivation sein bisheriges Arbeits-und Lebensumfeld hinter sich lässt, um einen Arbeitsplatz zu besetzen, dann sollte klar sein worauf er sich einlässt. Eine Lohnverhandlung erst im Ausland zu führen halte ich für schäbig. Es sei denn, jemand der einen Neustart wagt, hat seine Ansprüche auf Freizeitgestaltung, Kulturangebote etc. in etwa auf Null heruntergeschraubt und verkauft seine Arbeitskraft ohne jedwede Ansprüche, Wünsche auf ein neues Leben. Vermittler in Deutschland vermitteln an Vermittler in Skandinavien. Ein Vermittler bietet vor der Vermittlung einen Sprachkurs an. Das ist gut. Die Vermittlung beinhaltet dann ein zweimonatiges Praktikum beim Arbeitgeber. So wird Reibach organisiert. Noch kurz zu den beruflichen Qualifikationen: Ob statt NYM Leitungen irgendeine andere Leitung verlegt wird, bringt mich nicht aus dem Gleichgewicht. Mir ist es auch wurscht ob Abzweigdosen an die Wand oder Decke kommen. Das ist banal. So etwas spricht man kurz ab und macht es dann. Dafür muss man keine ellenlangen Kurse oder Prüfungen bestehen. Das hat mit Bürokratie zu tun, mit Geldmacherei. Als ich wieder als Handwerker anfing lagen 15 Jahre Pressefotografie und Jobs als Theatermusiker hinter mir. Es ging mit einer 200qm grossen Wohnung los. Das Prinzip hatte sich kaum geändert: Der Strom floss immer noch im Kreis.Ich sehe die praktische Arbeit eher pragmatisch, weil ich nicht auf Elektrik festgelegt bin. Das ist eher eine Problem für Vermittler /Auftraggeber die es sich nur schwer vorstellen können, dass jemand mehrere Gewerke beherrscht. Nein ich denke nicht, dass in Schweden alles besser ist. Ich denke, dass in Deutschland seit Jahren eine bedrohliche Entwicklung eingesetzt hat: Jugendarbeitslosigkeit, Altersarmut, eine beängstigende Ausweitung des Niedriglohnsektors. Ich poche abschliessend nicht auf meine Selbstständigkeit -ich lasse mich auch anstellen, warum nicht?
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goteborgcity
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Verfasst: 18. August 2011 22:16 |
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Hej koffie,
ich weiss nicht wie man eine Arbeitsstelle in Deutschland findet, aber in vielen Punkten vermutlich so wie in Schweden. Bevor es zu einem Vetrag kommt, wird man zu einem Gespräch geladen bei dem sich der Arbeitgeber ein Bild von seinem neuen Angestellten machen will. Und bei diesem Gespräch wird auch, unter anderem, über Gehaltsvorstellungen gesprochen.
Wenn ich das richtig sehe, so willst Du, ohne dass Dich in Schweden jemand wirklich als Angestellten braucht, ohne dass Du bereit bist Dich vorzustellen und ohne jede schwedische Ausbildung und Berufserfahrung (vermutlich auch ohne viel Schwedisch), dass Dir hier jemand einfach einen Vertrag bietet. Mit dieser Einstellung musst Du vermutlich auf Schweden verzichten, denn Du willst auswandern, eine völlig freie persönliche Entscheidung von Deiner Seite. Keine Firma in Schweden hat Dich gebeten unbedingt bei ihr zu arbeiten, denn wenn Du einen Mangelberuf hättest oder eine einmalige Qualifikation, so würde Dir in fast jedem Land ein guter Job angeboten, Deutschland inklusive.
Dass Du als Pressefotograf gearbeitet hast, ist ja nicht schlecht. Ich mache das hier jeden Tag und schreibe auch noch Artikel, führe Interviews und leite ein Unternehmen. Wo siehst Du darin eine besondere Leistung? Das ist ein gewöhnlicher Job, den Du in Schweden nicht ausführen kannst, weil Du Schweden nicht kennst und hier auch nicht weisst wie Du an die nötigen Kontakte kommst.
Und Theatermusiker gibt es hier auch, sogar sehr erfolgreiche, weil sie wissen, dass sie keinen Job von 9 bis 16 haben, sondern auch einmal 14 oder 16 Stunden am Tag arbeiten. Jeder von ihnen kann seine bisherigen Leistungen belegen und kennt das Geschäft in Schweden. Willst Du mit diesen Leuten gleichziehen?
Nach dem, was Du schreibst kannst Du einem schwedischen Arbeitgeber im Moment absolut nichts besonderes bieten, sondern er muss Dich erst einmal ausbilden, der Staat muss Dir einen Sprachkurz bezahlen ... und dann willst Du auch noch Forderungen stellen und siehst Dich als Allroundkönner. Wenn Dir hier in Schweden eine Stelle über eine Verleihfirma angeboten wurde, so stehst Du besser als die Hälfte aller deutschen Einwanderer und solltest dafür dankbar sein. Andere brauchen manchmal Jahre um die erste Stelle zu finden, obwohl sie eine gute Ausbildung und eine Arbeitsstelle in Deutschland hatten.
Wenn Du nach Schweden auswandern und hier arbeiten willst, so tu es, aber vergiss nicht, dass Du nicht nur ein Land wechselst, sondern auch eine Sprache, eine Kultur und eine Denkweise. Wer hier in Schweden sagt, dass er ohne Prüfung schwedische Leitungen verlegen kann, wird es sehr schwer haben anerkannt zu werden, denn Schweden gehen davon aus, das sie ihr Leben lang weiterlernen müssen und nicht perfekt sind. Hier macht selbst eine Büroangestellte alle paar Jahre Kurse zur Weiterbildung, und wenn es nur darum geht ein neues Buchhaltungsprogramm zu lernen.
Ich wünsche Dir jedenfalls viel Glück bei Deiner Arbeitssuche in Schweden, aber ohne Dich in Schweden direkt vorzustellen wird wohl kaum etwas daraus werden.
Grüsse aus Göteborg
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koffie
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Verfasst: 19. August 2011 05:11 |
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es ist wirklich unglaublich wie ein angeblicher Journalist meine Äusserungen verdreht und Dinge hineinfantasiert. Du scheinst von Recherche oder dem Lesen von Texten noch nicht viel gehört zu haben. Was ich kenne und kann und will oder nicht will kannst Du sicher nicht beurteilen. Ich brauche keine Oberlehrer, sondern suche ganz einfach Kontakte. Und wenn das über ein solches Forum nicht möglich ist, dann werde ich das auch überleben.
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goteborgcity
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Verfasst: 19. August 2011 10:56 |
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Ich weiss nicht, ob Du Schweden kennst und warum Du eigentlich nach Schweden willst, aber ich kann Dir garantieren, dass Du mit Deiner Art, Deiner Überheblichkeit und Deiner Ausdrucksweise in Schweden wenig Erfolg hast. Ich würde Dich nicht einmal anstellen, wenn es keinen anderen Bewerber gäbe und ich kann ich auch an niemanden empfehlen. Wenn Du hier im Forum Hilfe suchst, so solltest Du das auch auf entsprechende Weise angehen. Für mich bist Du einfach in Deutschland bereits gescheitert und hoffst jetzt auf ein Schlaraffenland, das Dir die Brötchen auf einem goldenen Tablett serviert.
Vermutlich bin ich nicht der einzige hier, der so denkt, aber sicher hast Du auch darauf eine Antwort, die Dich in ein positives Licht setzt. Viel Glück jedenfalls, egal ob in Deuschland oder Schweden.
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kapehei
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Verfasst: 19. August 2011 11:31 |
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Wir hatten das Ganze doch schon mal in Juni 2011..........nix dazugelernt. 
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DerJoerg
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Verfasst: 19. August 2011 11:47 |
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Ich war wohl zu spät mit meiner antwort, ich gebe dir recht goteborgcity. Koffie, du sagst ja selber wir können nicht beurteilen was du kannst, sicher nicht aber ein schwedischer arbeitgeber auch nicht. Der Strom fliesst hier auch im kreis. sicherlich ist es auch egal ob NYM oder nicht, doch woher willst du wissen welche Leitung du zu nehmen hast ohne einen kurs? So wie du dich hier ausdrueckst wirst du keine Kontakte finden in Schweden. Der Schwede braucht keinen allrounder. Hier zählt dein Beruf und wie gut du darin bist. Will der schwede einen El beställt er sich einen. Will er VVS bestellt er sich einen, auch wenn du das könntest ist es nicht dein Job. Du ärgerst dich daran, das andere mit der vermittlung Geld verdienen, sprichst davon, das es nur Geldmacherei ist. ja warum denn nicht solange fuer mich ein Job dabei rauskommt ist mir doch egal wer da noch mitverdient. Kannst du dir vorstellen das andere hier um nach schweden zu kommen doppelt so viel gearbeitet haben wie in D. Ich habe neben der Sprachschule 3 tage die woche in dänemark als El gearbeitet, dann in der Firma wo ich noch bin als Hiwi ueber 6 monate. Nun hab ich alle Kurse, allw Zettel die man braucht und Leite jetzt die Abteilung. Was ist denn falsch daran diesen Weg zu gehen? Und das alles ueber Verleiher und Vermittler hier in Schweden. Und du mäckerst ueber alles und jeden, und fragst dich nicht einmal warum du in der Situation bist wo du jetzt bist. Es gibt ausnahmen, aber im Grunde ist jeder fuer seine Lage selbst verantwortlich.
Du kommst um die Kurse welcher Art auch immer nicht herum. Ohne das du was vorweisen kannst bekommst du auch keine kontakte zu schwedischen Arbeitgebern. So ist es nun mal, und da kann man gut mit leben. Ausnahmen gibt es immer, auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.
Gruss jörg
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goteborgcity
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Verfasst: 19. August 2011 12:12 |
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Im Grunde möchte ich nur noch hinzufügen, dass ein Arbeitgeber, vermutlich auf der ganzen Welt, erst einmal das CV liest und dann das Motivationsschreiben.
Wer in Deutschland einen gut bezahlten (ungekündigten) Job verlässt um nach Schweden auszuwandern, beweist, dass er bereit ist ein Risiko in Kauf zu nehmen, dass er aber "erfolgreich" ist. Wer schon in Deutschland bereits arbeitslos war, wird auch hier in Schweden erst einmal sehr skeptisch betrachtet und sollte sich einen plausiblen Grund dafür einfallen lassen, der auch nachprüfbar ist.
Wer sich dann als Elektriker bewirbt, muss die in Schweden notwendigen Kenntnisse nachweisen können oder sie eben lernen. Aber keinen Arbeitgeber, der einen Elektriker sucht, wird interessieren, ob man vorher auch als Verkäufer, Photograph oder sonst etwas gearbeitet hat. Neutral sieht das erst einmal so aus, dass man nicht beständig ist und eben überall gerne seine Nase reinstecken will. Welcher Arbeitgeber aber will jemanden beschäftigen, von dem er nicht weiss, ob er ihn auch langfristig behält?
Heute können es sich die Arbeitgeber erlauben auszuwählen und das zeigt sich sehr deutlich auf dem Arbeitsmarkt. Hier in Schweden kommen jedes Jahr einige hundert neue Elektriker auf den Markt, ohne dass der Bedarf echt steigt. Auf eine einzige ausgeschriebene Stelle kommen, je nach Ort und Gegend, bis zu 300 Bewerber. Die Arbeitssituation in Schweden ist, wie Jörg schreibt, weitaus härter als in Deutschland, da man bei Bauvorhaben auf den Winter keine Rücksicht nehmen kann und man auch bei -20 Grad auf die Baustelle muss. Vorteil ist jedoch, dass man bei den meisten Firmen (auch Verleihfirmen und Zeitarbeit) nach Tarif bezahlt wird. Nachteil ist aber auch, dass derjenige, der zuletzt eingestellt wird, bei Auftragsmangel, der erste ist, der wieder gekündigt wird.
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insa
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Verfasst: 19. August 2011 14:26 |
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Wer in Deutschland einen gut bezahlten (ungekündigten) Job verlässt um nach Schweden auszuwandern, beweist, dass er bereit ist ein Risiko in Kauf zu nehmen
da fragt sich jeder schwed. potenzielle arbeitgeber.....da muß was faul sein
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goteborgcity
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Verfasst: 19. August 2011 15:20 |
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Ich kenne einige, die Deutschland verlassen haben, obwohl sie dort eine Arbeit hatten und mehr verdienten als in Schweden, die aber die Arbeitssituation und den Stress verlassen wollten. Bei Ärzten ist das ein vollkommen normaler Schritt, ebenso bei IT-Fachkräften und bestimmten Akademikern. Die schwedischen Arbeitgeber stellen sich hier nicht die Frage nach einem Warum, sondern sind dankbar dafür, dass sie hochqualifizierte Kräfte gefunden haben.
Alle, die ich hier kenne, verdienen in Schweden weniger als in Deutschland, wollen aber aus den verschiedensten Gründen nicht mehr zurück.
Schweden ist, so wenig wie jedes andere Land, an Arbeitnehmern interessiert, die im eigenen Land scheiterten und dann ihr Glück in Schweden machen wollen. In Europa herrscht Freizügigkeit und genau deshalb darf hier jeder sein Glück versuchen, aber ob es gelingt, das ist eine andere Geschichte. Und wenn man die Anzahl jener betrachtet, die hier scheitern, weil sie ohne Kapital, ohne Sprachkenntnisse und ohne Mangelberuf einwandern, dann zeigt dies wohl auch eine gewisse Tendenz.
Nach Schweden auszuwandern kann viele Ursachen haben, aber zu glauben, dass man hier mit einem "schlechten" CV und einem "Standardberuf" willkommen ist, das ist ein Irrtum.
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