Hej Heinz,
zum Zeitraum: Wir haben in der Region in Jahr 2009 unsere Einsteigertrekkingtour gemacht. Gestartet sind wir am 21. Juni - da hatten die Hütten noch nicht offen und wir sind nur wenigen Menschen begegnet. Dafür hatten wir den Eindruck, dass die Mücken sich gerade diebisch freuten endlich "Futter" zu bekommen.
G1000 (so gut wie durchstichsicher) von Fjällraven, ein Moskitohut und DEET (Care Plus) waren bei uns das Mittel der Wahl. Die Mückenplage war schon ziemlich extrem - aber die Laune haben wir uns nicht davon verderben lassen, gegessen haben wir meist im Zelt, während des Zeltaufbaus und des Kochens hatte ich mir die Hände meist noch mit der Chemiekeule eingesprüht. Aber lass Dich davon nicht abschrecken

Wie gesagt, wir haben uns die Laune nicht verderben lassen und die Tour dennoch richtig genossen. Wenn mal ein wenig Wind weht, ist es von den Mücken her etwas angenehmer. Oder noch anders, uns sagte jemand: "Och, nach 2 Wochen finden die Mücken nichts mehr wo sie hinstechen können."
Im ernst, Du musst Dir zu der Zeit im klaren darüber sein, das die Viecher Eier legen wollen, oder gerade geschlüpft sind und dementsprechend Hunger haben. Durch die vielen Seen und sumpfigen Bereiche gibt es dort halt viele Mücken. Auf der norwegischen Seite stand ein Schild, dass es in der Region über 35 verschiedene Mückenarten gibt ... mind. 15 von denen konnten wir bis dahin auch schon auseinander halten
Die Sonne ging in der Zeit, meine ich, so gegen 23:00 - 23:20 Uhr unter und wenige Stunden später, stand sie dann schon wieder am Himmel. Gerade letzteres hatte den Nachteil (wir hatten nur Sonnentage!) - dass das Zelt sehr früh seeehr warm wurde ... und das, obwohl dazu geraten wird, sich Nachts für um die 0 °C einzudecken. Wir hatten nur einen dünnen Sommerschlafsack dabei und der war noch zu dick. Es hätte aber auch anders sein können.
Bericht zur Tour findest du
HIERZum August ... es gab noch keine Herbstfärbung, wenn die Sonne weg war, wurde es kühl - man hat sich dann schon gerne mal ein Feuerchen gemacht oder in einer warmen Hütte gesessen. Die Tage sind im August dort noch länger hell als hierzulande und die Nächte sind nicht ganz so dunkel. Wir haben Nachts eine Lampe noch nicht wirklich benötigt, man konnte noch genug sehen ohne zu stolpern. Mücken gab es zwar noch, aber viel viel weniger als im Juni/Juli und sie waren verschwunden, sobald die Sonne weg war. Um die Zeit musst Du Dich auch bereits auf Nachtfrost einstellen.
Ich persönlich finde August und auch September inzwischen viel gemütlicher als die Mittsommerzeit. Es sind weniger Leute dort unterwegs, es kann schon richtig schön bunt werden, Wetter ist eh immer Glück- oder Ansichtssache, durch die kalten Nächte deutlich weniger Mücken, herrlich wärmendes Lagerfeuer oder warme gemütliche Hütten.
Zur Karte: Startet ihr in Käringsjö, könnt ihr Euch die Portagestellen dort direkt auf Eure Karte einzeichnen. Die Vermieter haben eine, wo alle Portagestellen eingetragen sind und es sind mehr, wie auf meiner Karte. Meine Karte hat "Kanot" hier aus dem Forum "gestaltet". Das hat er super gemacht - die Karte hat bei allen Leuten dort, die wir getroffen haben, erstaunte und "so was will ich auch haben" Augen an den Tag gebracht. Kanot hat früher selbst geführte Touren dort angeboten und kennt das Gebiet sehr gut. Ich denke, er hat nichts dagegen, wenn ich sie Dir vielleicht zukommen lasse. Teil mir doch einfach mal Deine E-Mail-Adresse mit.