Die schwedische Poetin und Schriftstellerin Karin Boye, die vor allem durch ihre melancholischen Gedichte bekannt wurde, gehört zu jenen Autoren, die mit Worten ihre Probleme zwischen Gefühlen und gesellschaftlichen Forderungen zum Ausdruck brachte. Obwohl sie bereits in früher Jugend ihre lesbische Neigung entdeckte, versuchte sie dies durch eine bürgerliche Ehe in „normale“ Bahnen zu leiten, was sie jedoch innerlich noch mehr spaltete. Erst ein Aufenthalt in Berlin erlaubte es ihr zu sich und ihrer Persönlichkeit zu stehen, was zum Ende der Ehe führte und einem homosexuellen Verhältnis mit einer Deutsch-Jüdin, das jedoch mit einem Selbstmord endete.
Täglich ein Stück Schweden entdecken - die Beiträge im Oktober:
Schweden, gestern und heute