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hansbaer
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Betreff des Beitrags: Re: Kennzeichen AX fĂŒr Ă„lĂ€ndische Autos Verfasst: 20. MĂ€rz 2010 11:03 |
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Was ich mich da frage: Wird es dann auch ein blaues Band am Rande der Schilder geben?
Ich finde, den Ă
lĂ€ndern wĂŒrde es als groĂe Profiteure der EU-Mitgliedschaft gut zu Gesicht stehen, wenn sie auch ein blaues Band auf ihren Schildern hĂ€tten.
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Alandica
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Betreff des Beitrags: Re: Kennzeichen AX fĂŒr Ă„lĂ€ndische Autos Verfasst: 21. MĂ€rz 2010 02:28 |
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Ă
land ist in der Tat das letzte EU-Land, welches noch keinen blauen EU-Streifen am Nummernschild hat. Bisher haben sich die, die den Streifen wollten, irgendwoher Aufkleber besorgt und diese links neben die Nummernschilder geklebt. Das waren jedoch nur sehr wenige und es waren mehr FIN als AX Streifen neben den Nummernschildern aufgeklebt. Die FIN-Schilder waren vor allem bei Finnen und finnlandtreuen Ă
lĂ€ndern beliebt, wie ich mir mal habe sagen lassen. Die Mehrheit hat die Spielerei jedoch nicht mitgemacht, schlieĂlich stehe doch "Ă
LAND" mit vollem Namen samt Flagge und Wappen auf dem Nummernschild. Diesen Grund hat man auch immer wieder gegen den EU-Streifen erfolgreich vorgebracht, denn man wollte um Himmels Willen kein FIN auf dem Nummernschild stehen haben. Ich denke jedoch, dass mit der offiziellen EinfĂŒhrung AX-Kennzeichens auch der EU-Streifen auf Ă
land eingefĂŒhrt wird. Ich vermute, dass er bisher nicht eingefĂŒhrt worden ist, weil dann nĂ€mlich FIN das Kennzeichen gewesen wĂ€re.  Ich weiĂ nicht, wie du darauf kommst, dass Ă
land einer der groĂen Profiteure der EU-Mitgliedschaft sein soll. Aufgrund der nicht vorhandenen Vertretung durch Finnland in seinen Belangen ist Ă
land eher kein Gewinner der EU-Mitgliedschaft.
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hansbaer
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Betreff des Beitrags: Re: Kennzeichen AX fĂŒr Ă„lĂ€ndische Autos Verfasst: 21. MĂ€rz 2010 10:09 |
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Alandica hat geschrieben: Ă
land ist in der Tat das letzte EU-Land, welches noch keinen blauen EU-Streifen am Nummernschild hat. Nicht ganz - ausgerechnet die Belgier haben es auch bislang nicht, und die DĂ€nen haben es seit 2008 oder so wieder freiwillig gemacht. Zitat: Ich weiĂ nicht, wie du darauf kommst, dass Ă
land einer der groĂen Profiteure der EU-Mitgliedschaft sein soll. Aufgrund der nicht vorhandenen Vertretung durch Finnland in seinen Belangen ist Ă
land eher kein Gewinner der EU-Mitgliedschaft. Weil es als einziges Land weit und breit auĂerhalb der Zollunion liegt und deswegen durch den steuerfreien Alkoholverkauf profitiert? Vor 1995 war es schlieĂlich da nur eines unter vielen. Wenn ich jetzt nicht vollkommen auf dem falschen Dampfer bin, dann grĂŒndet sich Ă
lands massiver Wohlstand in erster Linie darauf. SchlieĂlich handelt es sich um dĂŒnn besiedelte Inseln ohne Festlandanbindung mit nur einem groĂen Wirtschaftszweig. Ich glaube, ein Ă
land ohne die FÀhrenwirtschaft wÀre weit schlechter gestellt und hÀtte in der derzeitigen Krise der Schifffahrtsindustrie ziemlich zu kÀmpfen.
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Alandica
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Betreff des Beitrags: Re: Kennzeichen AX fĂŒr Ă„lĂ€ndische Autos Verfasst: 22. MĂ€rz 2010 03:32 |
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Belgien hat auf jeden Fall den EU-Streifen eingefĂŒhrt. Den hab ich schon gesehen.  Es habe es mir fast gedacht, dass du mit dem Argument kommst, hansbaer. Genau darum geht es nĂ€mlich nicht! Bei diesem Thema hat sich nichts geĂ€ndert fĂŒr Ă
land mit dem Beitritt - vorher und nachher konnte man Zollfrei einkaufen auf den FĂ€hren - auf Helgoland kann man es ĂŒbrigens auch noch! Und der zollfreie Verkauf auf den Ă
landfĂ€hren war eine Bedingung fĂŒr den Beitritt, worĂŒber das Ă„lĂ€ndische Volk abgestimmt hat. Und das ist wohl einer der ganz wenigen Punkte, der von Finnland beachtet worden ist in der EU-Arbeit. Der Wohlstand begrĂŒndet sich nicht auf den zollfreien Verkauf, da spielen ganz andere Faktoren eine Rolle. AuĂerdem gibt es seit dem Verbot des Snuses in Ă
land (durch Finnland auf Direktiv der EU) keine FĂ€hren mehr unter Ă„lĂ€ndischer Flagge. Aufgrund des Snusverbotes (dank Finnland und der EU) hat Ă
land nicht mehr viel von diesem Vorteil. Bei der Beurteilung darĂŒber, ob Ă
land Gewinner oder Verlierer sind, geht es zum Beispiel um das Snusverbot, das Verbot der traditionellen Vogeljagd im FrĂŒhling, die nicht vorhandene Vertretung Ă„lĂ€ndischer Interessen durch Finnland, das stĂ€ndige ignorante Ăbergehen Ă
lands durch Finnland (nicht nur in EU-Sachen), EinfĂŒhrung von Restriktionen im GlĂŒcksspielgeschĂ€ft - um nur ein paar Beispiele zu nennen. Diese Punkte waren eindeutig im Beitrittsprotokoll fĂŒr Ă
land, welches ein Teil des Beitrittsvertrages von Finnland ausmacht, geregelt. Trotzdem will sich in Finnland niemand dran halten. Folglich ist es logisch, dass Ă
land seit einigen Jahren einen eigenen EU-Parlamentsplatz einfordert.
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hansbaer
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Betreff des Beitrags: Re: Kennzeichen AX fĂŒr Ă„lĂ€ndische Autos Verfasst: 22. MĂ€rz 2010 11:39 |
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Alandica hat geschrieben: Belgien hat auf jeden Fall den EU-Streifen eingefĂŒhrt. Den hab ich schon gesehen.  Die haben das oft als Teil der Nummernschildhalterung, aber die Schilder selbst haben keinen Streifen. Zitat: Es habe es mir fast gedacht, dass du mit dem Argument kommst, hansbaer. Genau darum geht es nĂ€mlich nicht! Bei diesem Thema hat sich nichts geĂ€ndert fĂŒr Ă
land mit dem Beitritt - vorher und nachher konnte man Zollfrei einkaufen auf den FĂ€hren
Das ist richtig, aber nur die halbe Wahrheit. Vorher konnte man auf allen internationalen FĂ€hren steuer- und zollfrei einkaufen. Damit wurde Ă
land beim EU-Beitritt von einem unter vielen zum einzigen weit und breit - erst recht seit 2004, als das Baltikum der EU beitrat. Deswegen kann man ĂŒber die Ausflaggung der FĂ€hren von mir aus klagen, dass da Ă
land Geld durch die Lappen geht - wegen mir könnte man Snus in der ganzen EU freigeben. Fakt ist aber, dass tĂ€glich ĂŒber 10 FĂ€hren in Ă
land anlegen, was die absurde Situation erzeugt, dass man die Inseln innerhalb weniger Tage evakuieren könnte, ohne auch nur eine Zusatzfahrt einzusetzen. Die Inseln haben also eine weit ĂŒberproportionale Anbindung und damit auch Einnahmen. Du kannst mich gerne ĂŒber die Ă„lĂ€ndische Wirtschaftsstruktur belehren - ich bin kein Ă
land-Spezialist - aber mein Eindruck ist, dass Ă
land fast ausschlieĂlich auf das Pferd Seefahrt setzt. So schön die Inseln sein mögen, so haben sie doch keinen Standortvorteil, der anderweitig den hohen Wohlstand und die extrem niedrige Arbeitslosigkeit erklĂ€ren wĂŒrde. Ohne diese Steuerausnahme wĂŒrde nur ein Bruchteil der FĂ€hren die Inseln anlaufen, denn dann wĂ€ren Fahrten nach Estland oder Lettland viel interessanter. Zitat: Bei der Beurteilung darĂŒber, ob Ă
land Gewinner oder Verlierer sind, geht es zum Beispiel um das Snusverbot, das Verbot der traditionellen Vogeljagd im FrĂŒhling, die nicht vorhandene Vertretung Ă„lĂ€ndischer Interessen durch Finnland, das stĂ€ndige ignorante Ăbergehen Ă
lands durch Finnland (nicht nur in EU-Sachen), EinfĂŒhrung von Restriktionen im GlĂŒcksspielgeschĂ€ft - um nur ein paar Beispiele zu nennen. Diese Punkte waren eindeutig im Beitrittsprotokoll fĂŒr Ă
land, welches ein Teil des Beitrittsvertrages von Finnland ausmacht, geregelt. Trotzdem will sich in Finnland niemand dran halten. Folglich ist es logisch, dass Ă
land seit einigen Jahren einen eigenen EU-Parlamentsplatz einfordert. Naja, wenn sie ihre EU-Rechte verletzt sehen, können sie immer vor den EuGH ziehen. Es wĂ€re nicht das erste Mal, dass die Richter ein Mitgliedsland zurĂŒckpfeifen. Die Einforderung eines EU-Parlamentssitzes ist jedenfalls kaum berechtigt. Auf 850.000 Deutsche kommt derzeit ein EU-Abgeordneter (schlechtestes VerhĂ€ltnis). Auf 40.000 Malteser kommt derzeit auch ein EU-Abgeordneter (bestes VerhĂ€ltnis). Mit welchem Recht sollten dann 26.000 Ă
lĂ€nder einen eigenen EU-Abgeordneten kriegen? Ein Ă
lĂ€nder hĂ€tte dann genauso viel Einfluss auf die EU wie 30 Deutsche. Das mit der Vertretung ist auch so eine Sache. Die Zuweisung eines Sitzes im finnischen Parlament ist genau proportional. Vielleicht sollten sie da einen zweiten einfordern. Mir scheint das aber alles als Jammern auf Ă€uĂerst hohem Niveau. Ă
land ist im VerhĂ€ltnis zu Finnland kleiner als Bremen zu Deutschland. Der Kern der Völkerbundsentscheidung, Demilitarisierung und Bewahrung der Kultur, ist allem Anschein nach nicht gefĂ€hrdet. Die Ă
lĂ€nder sind mit umfassenden Rechten ausgestattet - so umfassend, dass sie wohl nur noch von Zwergstaaten wie San Marino ĂŒbertroffen werden dĂŒrften. Ich wĂŒsste keinen Teil der EU, wo der einzelne Einwohner derart groĂen Einfluss auf die politische Zukunft hat wie dort. Wenn sie mehr wollen, dann gibt es wohl nur einen Weg: die UnabhĂ€ngigkeit.
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Alandica
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Betreff des Beitrags: Re: Kennzeichen AX fĂŒr Ă„lĂ€ndische Autos Verfasst: 24. MĂ€rz 2010 18:27 |
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Ich habe schon einige belgische Nummernschilder mit EU-Streifen mit eigenen Augen gesehen. Also gibt es sie! Seit Anfang dieses Jahres sind sie verpflichtend: http://de.wikipedia.org/wiki/Kfz-Kennze ... en_ab_2010Glaubst du mir jetzt? Wenn du schreibst, dass die Einforderung eines EU-Parlamentsplatzes nicht berechtigt ist, zeugt das davon, dass du von den politischen VerhĂ€ltnissen auf Ă
land absolut keine Ahnung hast, sorry! Und deine Vergleiche sind auch ziemlich abwegig. Es geht hier nicht um Einwohnerzahlen, sondern um die Vertretung um ein de facto selbststĂ€ndiges Mitgliedlandes der EU (wie Malta eben auch, nur das Malta auch ein unabhĂ€ngiger Staat ist). Ă
land ist nur indirekt ein Teil Finnlands, um es zu prĂ€zisieren, ein Land innerhalb der Republik Finnland, welches aus den LĂ€ndern Finnland (Festland) und Ă
land besteht mit je eigenem Parlament, eigener Gesetzgebung usw.! Ă
land konnte daher selbststĂ€ndig - unabhĂ€ngig von Finnland - ĂŒber den Beitritt zur EU entscheiden. Dementsprechend haben sie auch einen Anspruch auf einen eigenen Platz - eigentlich. Finnische Republikgesetze gelten auf Ă
land erst nach Zustimmung der Landesregierung in Mariehamn, Entscheidungen aus Helsinki sind hier nur in AusnahmefĂ€llen direkt gĂŒltig! Ă
land kann als eigenes Land unabhĂ€ngig von Finnland selbst Gesetze entwerfen und verabschieden. Das gemeinsame Staatsoberhaupt von Finnland und Ă
land, also der Republik Finnland, ist PrĂ€sidentin Tarja Halonen. Die Seefahrt macht zwar einen GroĂteil (rund 33%) der Ă„lĂ€ndischen Wirtschaft aus, aber dabei spielt der Zollfreiverkauf nur eine relative, insbesondere seitdem die Gelder daraus nach Schweden gehen und nicht mehr nach Ă
land. Viel mehr bringen die vielen Reedereien an sich ein, die ihre (Fracht)Schiffe auf den Weltmeeren fahren lassen. Dazu spielt der Tourismus eine nicht kleinere Rolle und natĂŒrlich noch die vielen kleinen mittelstĂ€ndischen Betriebe. Denn Ă
land braucht alles ... was sie sonst vom Festland (i. d. R. Schweden) holen mĂŒssten - Klemptner, Installateur, Elektriker, Transportunternehmen...). Diese 3 Pfeiler sind in etwa gleich groĂ. Es liegt nicht an Ă
land, dass dort der einzelne einen relativ groĂen Einfluss auf die Politik haben kann, das ist in allen kleinen gesetzgeberischen LĂ€ndern der Fall. Ich weiĂ nicht, was daran so schlimm sein soll - es ist nur eine logische Folgerung: Je kleiner das Land, je gröĂer der Einfluss des Einzelnen.
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hansbaer
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Betreff des Beitrags: Re: Kennzeichen AX fĂŒr Ă„lĂ€ndische Autos Verfasst: 24. MĂ€rz 2010 22:15 |
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Alandica hat geschrieben: Ich habe schon einige belgische Nummernschilder mit EU-Streifen mit eigenen Augen gesehen. Also gibt es sie! Seit Anfang dieses Jahres sind sie verpflichtend: http://de.wikipedia.org/wiki/Kfz-Kennze ... en_ab_2010Glaubst du mir jetzt? Glaube ich dir gerne - hatte auch in der Wikipedia nachgesehen, aber auf der Seite stand (bzw. steht) es noch anders: http://de.wikipedia.org/wiki/Euro-KennzeichenDie Regelung ist ja auch noch ziemlich neu. Zitat: Wenn du schreibst, dass die Einforderung eines EU-Parlamentsplatzes nicht berechtigt ist, zeugt das davon, dass du von den politischen VerhĂ€ltnissen auf Ă
land absolut keine Ahnung hast, sorry! DafĂŒr wirfst du das eine mit dem anderen wild zusammen. Ich kann ja verstehen, dass du dich fĂŒr Ă
land in die Bresche wirfst, aber das ganze erscheint mir als ein buntes Potpourri des Staatsrechts. Was du da beschreibst, ist eine Mischung aus dem Status der Kanalinseln und den FĂ€röer. Beide sind jeweils kein Teil vom jeweiligen Mutterland, sondern ein eigenes Staatsgebilde unter einem gemeinsamen Staatsoberhaupt und gemeinsamer AuĂenvertretung. Die FĂ€ringer belassen in freier Entscheidung einen Teil ihrer SouverĂ€nitĂ€tsrechte bei DĂ€nemark. Die Ă
lĂ€nder hingegen haben diese SouverĂ€nitĂ€t nie gehabt noch wurden sie ihnen jemals zugebilligt. Sie bekamen lediglich einige Garantien, um ihnen den Verbleib bei Finnland angenehm zu machen. Was aber die SouverĂ€nitĂ€tsfrage angeht, gibt es keine MissverstĂ€ndnisse: Zitat: 1. SuverĂ€niteten över Ă
landsöarna erkĂ€nnes tillhöra Finland; Die Ă
land-Inseln sind also ein Teil Finnlands, nicht ein Staatenverbund unter finnischem Dach, wie du es beschreibst. Laut finnischer Verfassung bildet es einen eigenen Parlamentswahlkreis bei den nationalen Wahlen und hat bestimmte Rechte in einem Autonomiegesetz - das wars dann aber auch schon. Zu einem echten unabhĂ€ngigen Staat fehlt noch eine ganze Menge. Aus dem Recht, weite Teile der eigenen Angelegenheiten selbst regeln zu dĂŒrfen, ergibt sich nicht automatisch ein eigenes AuĂenvertretungsrecht. NatĂŒrlich kann Finnland einen seiner PlĂ€tze an Ă
land abtreten, aber eine Verpflichtung zu sehen ist doch schwer - sicherlich nicht auf Basis des Völkerbundsentscheids. Wenn es EU-Parlamentswahlkreise in Finnland gĂ€be, dann hĂ€tte Ă
land wohl einen - gibt es aber nicht. Auch aus dem Abhalten einer eigenen Volksabstimmung ergibt sich kein entsprechendes Recht. Selbst wenn Ă
land mit Nein gestimmt hĂ€tte, dann wĂ€re der heutige Status vielleicht vergleichbar mit Gibraltar. Laut meinen Recherchen hat zudem keines der autonomen Gebiete irgendeines EU-Staates das Recht, eigene EU-Parlamenarier zu bestimmen. Zitat: Die Seefahrt macht zwar einen GroĂteil (rund 33%) der Ă„lĂ€ndischen Wirtschaft aus, aber dabei spielt der Zollfreiverkauf nur eine relative, insbesondere seitdem die Gelder daraus nach Schweden gehen und nicht mehr nach Ă
land. Viel mehr bringen die vielen Reedereien an sich ein, die ihre (Fracht)Schiffe auf den Weltmeeren fahren lassen. Dazu spielt der Tourismus eine nicht kleinere Rolle und natĂŒrlich noch die vielen kleinen mittelstĂ€ndischen Betriebe. Denn Ă
land braucht alles ... was sie sonst vom Festland (i. d. R. Schweden) holen mĂŒssten - Klemptner, Installateur, Elektriker, Transportunternehmen...). Diese 3 Pfeiler sind in etwa gleich groĂ. Da frage ich mich aber, wie das zusammengeht. Ă
land hat eine extrem niedrige Arbeitslosigkeit, einen auĂerordentlich hohen Wohlstand und scheint von der Krise der internationale Seefahrt unberĂŒhrt zu sein. Der tertiĂ€re Sektor (Dienstleistungen etc.) ist normalerweise nicht der Antrieb der Wirtschaft, oder wie die Ăkonomen sagen: "wir können nicht davon leben, uns gegenseitig die Haare zu schneiden". Das Argument, dass die Gelder aus dem FĂ€hrenverkauf nach Schweden entschwinden, erscheint mir nicht ganz schlĂŒssig. Zwei groĂe FĂ€hrenreedereien haben schlieĂlich ihren Sitz in Ă
land. Laut dem StatistikbĂŒro Ă
lands werden knapp 20% des BIP durch Banken und Versicherungen erwirtschaftet. Der allgemeine Erfolg der Ă
landsbanken dĂŒrfte sich also auch im Ă„lĂ€ndischen StaatssĂ€ckel bemerkbar machen. Aus der offiziellen Statistik auch noch diese kleine Nebensache: das BIP per Kopf ist in Ă
land von ca. 30.000 ⏠im Jahr 1995 auf knapp 40.000 ⏠im Jahr 2006 gestiegen, und zwar inflationsbereinigt. Rund 2,5% effektives Wachstum pro Jahr - soweit ich das beurteilen kann, ist das sehr viel. Ich komme selbst aus einem kleinen Land, das sich vom groĂen Nachbarn, mit dem man sich in einer gefĂŒhlten Zwangsehe befindet, oft ĂŒbervorteilt fĂŒhlt. Doch muss man auf dem Teppich bleiben - bei aller Romantik fĂŒr die SelbstĂ€ndigkeit weiĂ jeder im Grunde, dass man gemeinsam ganz gut fĂ€hrt.
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kellle
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Betreff des Beitrags: Re: Kennzeichen AX fĂŒr Ă„lĂ€ndische Autos Verfasst: 25. MĂ€rz 2010 16:19 |
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Alandica
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Betreff des Beitrags: Re: Kennzeichen AX fĂŒr Ă„lĂ€ndische Autos Verfasst: 1. April 2010 15:26 |
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Registriert: 1. Dezember 2009 12:28 BeitrÀge: 300 Wohnort: Bunde
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Ok, *ontopic on*. Lagting stimmt AX-Kennzeichen zuDas Lagting hat in einer Sitzung den Vorschlag des Ausschusses zugestimmt, AX als internationales Landeskennzeichen im StraĂenverkehr einzusetzen. GrĂŒnde fĂŒr die Zustimmung fĂŒr das Kennzeichen AX waren, dass Ă
land bereits im Postwesen in der internationalen Zustellung mit den Buchstaben AX als internationale Landeskennung abgekĂŒrzt wird sowie im Internet die ToppdomĂ€in .ax verwendet. Weitere GrĂŒnde waren, dass Ă„lĂ€ndische Autos so besser im internationalen Verkehr identifiziert werden können und dass Ă
land so als autonome Region weiter profiliert werden kann.
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hansbaer
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Betreff des Beitrags: Re: Kennzeichen AX fĂŒr Ă„lĂ€ndische Autos Verfasst: 1. April 2010 15:36 |
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Prima  Ich werde danach Ausschau halten. Man sieht ja viele Ă
lĂ€nder hier auf den StraĂen.
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Alandica
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Betreff des Beitrags: Re: Kennzeichen AX fĂŒr Ă„lĂ€ndische Autos Verfasst: 1. April 2010 16:10 |
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Hehe nee, aber: Vor meiner ersten Ă
landreise habe ich zu Hause einen Ausflug gemacht und dann fuhr in einem Kreisverkehr ein Auto mit einem unbekannten Nummernschild amerikanischen Stils vor mir ein. An der nĂ€chsten Ampel konnte ich dann nach langem RĂ€tseln endlich lesen, was oben drĂŒber stand: "Ă
LAND". Ich war total ĂŒberrascht - ja wollte es erst gar nicht glauben ... im "fernen" MĂŒnsterland sehe ich ein Auto aus einem 27.000-Einwohner-Land in der Mitte Skandinaviens.  Unglaublich. Ansonsten habe ich bisher nur hin und wieder auf der E 4 in Schweden einen Ă
lÀnder gesehen - und auf der E 18 Stockholm-NorrtÀlje oder im Raum Uppsala sieht man sie sowieso auf dem Weg zur FÀhre.
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