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Die schwedischen Gemeinden subventionieren Sportvereine in diesem Jahr weniger, zeigt die Statistik des schwedischen Landessportverbands. Ăber 20 Prozent der Gemeinden haben ihre Subventionen gesenkt. Eine von ihnen ist Boden in Nordschweden.
âDas hat wirtschaftliche GrĂŒndeâ, erklĂ€rt Leif Nordström, zustĂ€ndig fĂŒr das Ressort Kultur- und Freizeit in Boden. âDie Gemeinde muss sparen und deswegen waren wir gezwungen, sogar beim Sport zu kĂŒrzen.â
Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat Boden die ZuschĂŒsse fĂŒr Sportvereine um ein Drittel gesenkt. Insgesamt geben die schwedischen Gemeinden in diesem Jahr umgerechnet fast 120 Millionen Euro zur UnterstĂŒtzung sportlicher AktivitĂ€ten aus.
Sinnvolle FreizeitbeschĂ€ftigung Karin Mattsson Weijber vom schwedischen Landessportverband findet das nicht ausreichend, viele Sportvereine haben jetzt finanzielle Schwierigkeiten, sagt sie: âWenn man das Geld, das sonst von den Gemeinden zugeschossen wurde, jetzt selbst aufbringen muss, bedeutet das oft höhere Mitglieds- oder TrainingsbeitrĂ€ge. Solche Kosten sind natĂŒrlich besonders fĂŒr wirtschaftlich schwĂ€chere Familien spĂŒrbar.â
Es sei zwar verstĂ€ndlich, dass Gemeinden, die sparen mĂŒssen, den Rotstift auch im Sportbereich ansetzten, sagt Mattsson Weijber. Aber langfristig betrachtet sei das nicht ratsam: âSport ist von groĂer Bedeutung fĂŒr den allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung, fĂŒr sinnvolle FreizeitbeschĂ€ftigung und gesunde Lebensgewohnheiten.â
Projekte planen Dreiviertel aller Kommunen subventionieren die Mieten von Vereinslokalen. Auch hier ist â gemessen am vorigen Jahr - eine fallender Tendenz deutlich. Der FuĂballverein BKK in Boden hat seine MitgliedsbeitrĂ€ge in diesem Jahr erhöht. Sein Vorsitzender, Micael Selini, berichtet, dass BKK versucht, mehr Geld durch Tombolen und Ă€hnliche Veranstaltungen hereinzubekommen. Der Gemeindeverwaltung gegenĂŒber mĂŒsse man nun aktiver agieren: âWir haben gemerkt, dass wir mit eigenen VorschlĂ€gen, Projekten kommen mĂŒssen. Die Zeiten, in denen man ohne weiteres Geld von der Gemeinde und der Provinzialverwaltung bekam, sind vorbei. Wir mĂŒssen neue Wege finden.â
(Quelle: Radio Schweden)
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