Das Komosse bei Ulricehamn ist, wie ich eben im Netz erfahren habe, Schwedens größtes Hochmoor. 1994 war ich das erste Mal dort, damals noch mit meiner Frau - leider sind die meisten Bilder vom blühenden Wollgras nix geworden. Jetzt (Juli 2011) war ich endlich mal wieder dort, mit funktionierender Kamera.

Inzwischen sind die Wege verbreitert, es liegen drei, manchmal vier Bretter nebeneinander, und jede Kurve oder Kreuzung ist mit einem Kreuz ähnlich einem Bahnübergangszeichen gekennzeichnet, wahrscheinlich damit man sich auch zurechtfindet, wenn der Weg zugeschneit ist.






Die Schweden sind Meister im Warnen vor möglichen Gefahren, hier vorm
halka = Ausrutschen;
was noch fehlt, ist ein Warnschild am Eingang eines jeden Waldes, dass man sich hier verlaufen könnte

Während meiner ca. 5 km langen Wanderung hab ich viel nach unten photographiert, wobei ich die wenigsten Pflanzennamen weiss, zumal, wenn ein Namensschild daneben stand, meistens das nötige Wort in meinem über 40 Jahre alten Taschenwörterbuch fehlte.







Die Wollgrasblüte ist Mitte Juli leider vorbei - ein paar Pflanzen hab ich noch erwischt.


Auf halbem Weg, d.h. nach etwa 3 km, kommt ein See, von dem aus man einen anderen Weg zurück gehen kann.
Falls man in ein Unwetter kommen sollte, gibt's hier auch eine Hütte zum Unterstellen.




Da vorn könnte ein Bär sein ...

aber es brummt nix, sondern man hört ein anderes Geräusch.


Warum dieser Stein
Medelsten = Mittelstein heisst, geht aus der Beschreibung nicht hervor. Dort steht, dass der erste schwedische König, Gustav Vasa, wohl um seine Soldaten bezahlen zu können, zum Luthertum übertrat und damit einen Grund hatte, die katholischen Klöster zu enteignen und deren Wertgegenstände einzukassieren. Dazu benötigte er natürlich Soldaten, die zwischendrin ein bissl was für sich abzweigten und die guten Stücke im Wald zwischenlagerten.

Unter diesem Stein, so geht die Sage, soll ein solches Depot gewesen sein, und man hat den Eindruck,
dass auch in neuerer Zeit noch Einige an diese Sage geglaubt und nachgebuddelt haben.
