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Emma2
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Verfasst: 28. Februar 2011 08:19 |
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Hmm, ich bin jetzt durch durch das Buch und bin ziemlich hin- und hergerissen. Es ist ja recht spannend, und die Freundschaft zwischen Oskar und Eli ist ja auch recht anrührend - warum aber manche Gewalt-und Sexexzesse ausführlich beschrieben werden müssen, ist mir ein Rätsel: ohne wäre das Buch viel besser.
_________________ Vi hörs, Pi (Ralf Pichocki).
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aStrangeWorld
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Verfasst: 28. Februar 2011 11:47 |
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Hej,
ich habe nur den Film gesehen, lief nur in wenigen Kinos vor ca. 2 Jahren. Er war auch recht blutig, ich fand es allerdings schon, dass es in die Geschichte passte. Beeindruckt hat er mich auf jeden Fall, vielleicht auch ein wenig verstört, was ich bei dem Thema aber auch angemessen finde...
Grüße!
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Emma2
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Verfasst: 28. Februar 2011 12:25 |
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Ja, mir geht es genauso: Ich fand das Buch richtig spannend und habe gestern, obwohl ich ein langsamer Leser bin, die letzten 170 Seiten am Stück verschlungen. Blutig und stellenweise brutal muss es wohl sein, wenn aber ziemlich detailliert beschrieben wird, wie Håkan im Schwimmbad über die Wand der Umkleidekabine ein paar Jungs beobachtet und dabei gleich abspr..., dann ist das für die Dramaturgie nicht wirklich notwendig, sondern ich finde das eher eklig. Håkan ist homo-pädophil, und eigentlich ist Eli ja ein Junge (Elias) (ich weiß nicht, ob das im Film auch so ist) - aber für meinen Geschmack hat die Handlung ein bisschen zu viele - für die Geschichte unnötige - Homophilie-Elemente. Heute habe ich die DVD bekommen und mal kurz hineingesehen, dort erscheint es mir nicht ganz so heftig wie im Buch - sonst wäre der Film auch nicht ab 16 freigegeben. Ich werde ihn mir mal ansehen und ihn mit dem Buch vergleichen. Ich war, glaube ich, noch nie bei einem Buch so sehr hin und her gerissen, ich hätte bei Amazon 5 Sterne für Schreibsprache und Geschichte vergeben, aber nur einen Stern für Ekel und Sexismus - habe also auf drei Sterne gemittelt. Viele Rezensenten dort haben auch entweder fünf Sterne vergeben oder nur einen... Immerhin habe ich jetzt Lindqvists "Menschenhafen" bestellt, weil die Geschichte dem Klappentext nach etwas Theroinsches hat - jag ska se...
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aStrangeWorld
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Verfasst: 28. Februar 2011 13:45 |
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Hm, scheint tatsächlich, dass das Buch ein bisschen anders ist... Eli war ein Mädchen, jedenfalls ist mir nichts anderes aufgefallen, und an die Szene aus der Umkleide, die Du beschreibst, kann ich mich zumindest nicht erinnern... Pädophil habe ich zuerst auch gedacht, aber vielleicht ist es auch so, dass eben nur einer von beiden gealtert ist. Würde mich freuen, von dem anderen Buch zu hören, bin immer auf der Suche nach gutem Lesestoff 
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Emma2
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Verfasst: 28. Februar 2011 14:19 |
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Ich will mich auch nicht als Moralhüter oder Prüderieprinz aufspielen, habe weder etwas gegen einen Schuss Erotik noch gegen deftige Sprache - aber es muss zum Buch passen. Die heftige Vergewaltigung in Stieg Larssons erstem Film (die Bücher sind bei mir noch auf der Warteliste) war auch sehr heftig, aber da gehörte sie dazu, bei Lindqvist ist sie für meinen Geschmack unnötig draufgesetzt. aStrangeWorld hat geschrieben: Würde mich freuen, von dem anderen Buch zu hören, bin immer auf der Suche nach gutem Lesestoff  Ja, ich habe es gerade in der Mittagspause angefangen, und es geht wieder ganz gruselig los - ich werde davon berichten-
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Faxälva
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Verfasst: 28. Februar 2011 14:57 |
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...Eli ist ein Vampir .... und ich hab das Buch auch "verschlungen" , aber auf schwedisch...
_________________ Tyck inte illa om att bli gammal, var glad att du fått chansen.
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Emma2
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Verfasst: 28. Februar 2011 15:12 |
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Faxälva hat geschrieben: ich hab das Buch auch "verschlungen" , aber auf schwedisch... So gut ist mein Schwedisch noch lange nicht - ich komme gerade mal in "Alla vi barn i Bullerbyn" zurecht  Aber mich interessiert, wie Du die von mir genannten Beschreibungen empfunden hast und sie wertest (als besonders heftig habe ich die Schnellmasturbation in der Umkleide in Erinnerung)? Bin ich zu zimperlich, oder ist das tatsächlich einigermaßen widerlich?
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Faxälva
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Verfasst: 28. Februar 2011 18:09 |
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...hmm... dieses Buch uebermittelt so eine duestere Stimmung, dass ich die angesprochenen Schilderungen nicht als zu grob empfinde....
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Emma2
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Verfasst: 1. März 2011 08:28 |
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Na ja, es geht mir auch nicht um die groben, brutalen Schilderungen, aber "sexually explicit" hilft meiner Meinung nach in diesem Buch weder der Handlung noch der Spannung.
Der Fil ist da übrigens deutlich besser: er lässt all diese Dinge aus und bringt ausschließlich die düstere Gesamtstimmung sowie die zarte Bande zwischen Oskar und Eli hervor. Ich habe gestern gut den halben Film gesehen, und dort ist Håkan weder pädophil, noch masturbiert er zwischendurch, noch ergehen Oskar und seine Schulkameraden sich in Pubertätsfantasien. Das tut dem Film äußerst gut, finde ich. Und das alles, obwohl das Drehbuch übrigens ebenfalls von Lindqvist ist.
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Emma2
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Verfasst: 2. März 2011 12:21 |
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So, ich habe den Film jetzt bis zum Ende gesehen und finde ihn wirklich doch ziemlich gut. Natürlich ist er auch düster, aber die (sorry) Perversitäten aus aus dem Buch sind hier sämtlich weggelassen, so dass der Film in der Hauptsache die zarte sich zwischen Oskar und Eli entwickelnde Bande erzählt. Wäre Eli nicht ein Vampir, dann wäre der Film einfach nur "schön", so aber kommt - und das ist durchaus positv gemeint - der Zwiespalt eines "Raubtiers" hinzu, das töten muss, um selbst weiter leben zu können... Schade ist allerdings, dass die Untertitel nur auf Deutsch verfügbar sind, da wären die Dialoge besser zu verstehen, dennoch werde ich mir den Film noch einmal im Original ansehen.
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Emma2
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Verfasst: 2. März 2011 12:44 |
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Ergänzung: aStrangeWorld hat geschrieben: Eli war ein Mädchen, jedenfalls ist mir nichts anderes aufgefallen, und an die Szene aus der Umkleide, die Du beschreibst, kann ich mich zumindest nicht erinnern. Die Szene gibt es auch im Film, aber sie ist nur megakurz: Nachdem Eli bei Oskar geduscht hat und sie ein Kleid seiner Mutter überzieht, sieht man ganz kurz, das Oskars Blick zwischen Elis Beine wandert, und dort ist tatsächlich eine vernähte Wunde zu sehen - ohne Kenntnis des Buches wäre mir das aber ganz sicher nicht aufgefallen, noch hätte ich daraus geschlossen, dass Eli kein Mädchen ist. Überhaupt sind im Film viele Dinge ganz kurz sichtbar, die man - oder zumindest ich - nur mit Kenntnis des Buches sieht und versteht. Beispielsweise hat Eli einmal, als Oskar das Licht anmacht, für einen winzigen Augenblick Schlitzpupillen, die sich dann aber zu Kreisen weiten. Ein echter Gänsehautmoment!
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irni
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Verfasst: 3. März 2011 18:46 |
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Ich habe das Buch auch gerade verschlungen! Ich sah den Film zuerst und fand, dass Film und Buch nicht zu vergleichen sind. Die ganze Pedofilieproblematik geht im Film völlig verloren. Diese brutalen Szenen gehen mir zwar sehr unter die Haut, aber ich finde, dass sie sehr wohl wichtig sind. Dass Eli ein Vampir ist gibt dem Ganzen einen etwas unwirklichen Touch und nimmt der brutalen Handlung etwas an Schärfe. Man könnte einfach die brutale Wirklichkeit nicht aushalten, wenn sie nicht gedämpft würde. Eine Art Wirklichkeitsflucht vor der Tatsache, dass menschliche Perversität und Brutalität keine Grenzen zu kennen scheint. Aber das Leben geht weiter und es gibt immer Hoffnung.
_________________ /irni
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