Der schwedische Küstenort Mölle in Skåne war der erste touristische Badeort Schwedens, der sehr schnell den Ruf eines „sündigen“ Ortes bekam, da die Deutschen, die dort im Meer badeten, gemischt am Strand waren und nicht, wie die Schweden, nach Geschlechtern getrennt, badeten. Bis zum Ersten Weltkrieg sprach man von Mölle selbst von einer deutschen Kolonie in Schweden, zumal auf der
Möllebahn Direktzüge mit Schlafwagen von Berlin aus verkehrten und die rund 20 Hotels und Pensionen des Ortes überwiegend vom deutschen Tourismus lebten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Mölle kaum jemanden, der nicht vom Tourismus lebte, was sich dann jedoch mit dem Zweiten Weltkrieg abrupt änderte.
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