Hallo liebe Forenmitglieder,
vor gut neun Monaten hatte ich bereits einen Flug von Frankfurt nach Kiruna gebucht. Das Ziel dieser Reise war der nördliche Kungsleden, welchen ich von Nikkaluokta bis nach Abisko laufen wollte. Ich trat diese Wanderung alleine an, da ich keinen Mitstreiter hierfür gewinnen konnte.
Am Freitag den 3. Juli bin ich dann, nachdem ich die Nacht in Kiruna verbracht habe, mit dem Bus nach Nikkaluokta gefahren und habe mich auf die erste Etappe dieser Reise begeben. Das erklärte Tagesziel ist die Kebnekaise Fjällstation gewesen. Das Wetter war angenehm warm und der Weg ließ sich sehr gut laufen.
Gegen 19:00 Uhr habe ich die Fjällstation erreicht, bin jedoch noch einige Kilometer weiter gewandert, da dort viel zu viele Leute unterwegs gewesen sind. Nach einigen Kilometern wurde es wieder deutlich ruhiger und ich habe mir dann einen schönen Zeltplatz mit Aussicht gesucht:
Nach einer angenehmen Nacht habe ich dann am nächsten Morgen meine Sachen zusammengepackt und bin weiter gelaufen in Richtung Singi. Das Wetter war immer noch außerordentlich angenehm und es machte sehr viel Spaß in so einer wunderbaren Landschaft wandern zu dürfen:
Nach ein paar Stunden Wanderung war die Hütte auch erreicht. Im Nachhinein betrachtet ist die Landschaft rund um Singi die beindruckenste für mich gewesen.
Nach einer Pause ging es dann auch schon weiter in Richtung der nächsten Hütte, Sälka. Diese erreichte ich nicht mehr an dem gleichen Tag. Mein Knie hatte in der zwischenzeit angefangen zu schmerzen. Wahrscheinlich habe ich es in den letzten beiden Tagen zu sehr beansprucht. Ich baute mein Zelt circa zwei Kilometer vor der Station auf.
Am nächten Morgen war das Wetter deutlich schlechter. Der Himmel war grau und bewölkt und es sah so aus, als wenn es jede Sekunde hätte anfangen können zu regnen. Ich packte also meine Sachen und machte mich auf in Richtung Tjäkta Pass:
Auf dem letzten Kilometer vor dem Pass fing es richtig an zu regnen. Der Aufstieg ging durch Wasser, Matsch und Schnee. Letztendlich erreichte ich aber die Hütte oben auf dem Pass. Es waren bereits mehrere Wanderer dort, die ein herrlich warmes Feuer gemacht hatten. Ich trocknete meine Sachen und aß etwas.
Der Abstieg ging dann über den Winterweg, da der Sommerweg wegen des vielen Schnees noch nicht passierbar gewesen ist. Auch auf dem Abstieg begleitete mich weiterer Regen. So marschierte ich immer weiter.
Ich ging an dem nachmittag noch viele Kilometer, bis ich abends schließlich kurz vor der Alesjaure Station mein Zelt aufschlug:
Am nächsten morgen war das Wetter wieder etwas besser. Die letzte Etappe meiner Reise sollte beginnen.
An der Abiskojaurestation angekommen, waren es nur noch 13 Kilometer bis nach Abisko. Die letzten Kilometer waren sehr einfach zu gehen.
Ich hatte auf der Strecke schon einige äsende Rentiere gesehen, doch so nah wie an dem Abend kurz vor Abisko bin ich nicht an sie rangekommen:
Kurze Zeit später erreichte ich dann Abisko. Ich übernachtete in der Jugendherberge. Am nächsten Tag bin ich dann mit dem Bus zurück von Abisko nach Kiruna und abends dann mit dem Nachtzug nach Stockholm.
Alles in Allem war es eine sehr schöne, wenn auch anstrengende Wanderung durch eine einzigartige Landschaft. Da ich alleine unterwegs war, bin ich deutlich schneller vorangekommen, als ich es eigentlich eingeplant hatte. Das nächste Mal werde ich mir mehr Zeit für diese oder eine andere Strecke nehmen.
Ich hoffe euch gefallen die Bilder. Viele Grüße und ein schönes Wochenende,
Travelfreak.