Live Chat Help
free knowledge base softwarefree newsletter email marketing softwarefree forum bbs software

Aktuelle Zeit: 25. Mai 2012 01:56

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Werbung




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 2 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 10. Februar 2012 11:37 
Offline
Site Admin

Registriert: 8. Juni 2008 23:52
Beiträge: 7257
Wohnort: Lübeck
Bedankt: 97 Danke
Danke erhalten: 112 Danke
Keine konkreten Ergebnisse, aber viele gewinnbringende Erkenntnisse – mit dieser Bilanz ist am Donnerstagabend das Northern Future Forum in Stockholm zu Ende gegangen. Die Regierungschefs der nordischen und baltischen Länder sowie von Großbritannien haben in der schwedischen Hauptstadt über Zukunftsthemen wie das Rentenproblem oder die Repräsentation von Frauen in Unternehmensspitzen beraten.

Großbritanniens Premier David Cameron spielte die Schlüsselrolle bei dem Treffen in Stockholm, was dem Konservativen sichtlich behagte. Denn in der EU ist er nach seinem Nein zum Fiskalpakt zur Randfigur geworden. Die Idee eines informellen Treffens im Rahmen des Northern Future Forum sagt ihm auch deshalb zu:

„Es ist gut, sich mit gleichgesinnten Ländern zu treffen und Themen zu besprechen wie das Rentenproblem oder wie wir mehr Frauen in unternehmerische Spitzenpositionen bringen. Das ist nicht wie im Europäischen Ministerrat: keine langen Kommuniques, keine lange Politikerreden, sonder wir hören uns Ideen an und machen das Beste daraus.“

Junge Unternehmerinnen regen an

Über eine dieser Ideen konnte sich Cameron auf dem Nachhauseweg im Hauptquartier des schwedischen Telekomunternehmens Ericsson in Kista informieren. Dort erwarteten ihn Unternehmerinnen. Eine von ihnen war Mai-Li Hammargren. Die 24-Jährige Schwedin hat mit dem Modeuhrenunternehmen Mutewatch bereits ihr erste Firma gegründet und konnte nun dem britischen Premier von ihren Erfahrungen berichten.

„Ich habe die Chance erhalten, zu Wort zu kommen, obwohl ich sehr jung bin. Das ist das Besondere an mir, dass ich zwar jung bin, aber schon Erfahrung mit Unternehmensführung habe. Es war eine Ehre, hier zu sein und sagen zu dürfen, was eventuell Einfluss auf andere junge Frauen haben könnte, damit sie ein Unternehmen starten und eine Führungsposition übernehmen. Der Premier hat sehr gut zugehört. Man konnte sehen, dass er darüber nachgedacht und reflektiert hat. Es war sehr anregend, mit ihm zu diskutieren.“

Vorbild Norwegen

Was die Einbindung von Frauen in die Chefetagen angeht, so ist Norwegen Vorbild. Das Land hat bereits seit 2003 einen verpflichtenden Frauenanteil von 40 Prozent in den Unternehmensführungen. Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg ist mit der bisherigen Bilanz zufrieden:

„Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Zuvor hatten wir acht Prozent und jetzt haben wir 42“, meint Stoltenberg gegenüber dem Schwedischen Rundfunk, räumt aber gleichzeitig ein, dass es auch in Norwegen noch mehr Frauen bis ganz an die Spitze schaffen könnten: „Es macht uns noch Sorgen, das die Zahl der weiblichen Chefs nicht gestiegen ist. Das ist negativ.“

Weiterer Themenschwerpunkt beim Northern Future Forum war die Rentenproblematik. Hier hatte Gastgeber Fredrik Reinfeldt bereits einen Stein ins Wasser geworfen, mit der Aussage, dass man darüber nachdenken sollte, auch bis zum 75. Lebensjahr zu arbeiten und vielleicht mit 50 noch einmal ein neues Studium anzugehen, um umzusatteln.

Flexibel und nicht abgehoben

Starre Regelungen bringen hier wenig, so die Erkenntnis von David Cameron. „Wir müssen in dieser Frage einfach flexibler werden“, meinte der konservative britische Premier und erhielt Beifall von seiner dänischen Amtskollegin, der Sozialdemokratin Helle Thorning-Schmidt: „Wir müssen verstehen, dass das Arbeitsleben der Menschen sehr unterschiedlich aussehen kann. Wenn wir das nicht verstehen, wird die Diskussion sehr abgehoben.“

Fredrik Reinfeldt hat wegen seiner Aussagen zu Hause in Schweden bereits viel Kritik einstecken müssen. Der Chef der bürgerlichen Minderheitsregierung hat deshalb auch noch einmal verdeutlicht, worum es ihm geht: „Viele sind wütend geworden, weil sie das missverstanden und gedacht haben, ich rede vom allgemeinen Pensionsalter. Viele haben anstrengende Jobs, die sich nicht ewig ausführen können. Davor müssen wir Respekt haben und es berücksichtigen.“

Nichts ist entschieden, vieles nur angedacht. Dies war der Zweck des Northern Future Forum gewesen. Mit dem aktuellen Tagesgeschäft und der Krise in Europas Süden muss sich die gesamte EU herumschlagen.

(Quelle: Radio Schweden)


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden Position des Users auf der Mitgliederkarte  
 




BeitragVerfasst: 10. Februar 2012 11:42 
Offline
Site Admin

Registriert: 8. Juni 2008 23:52
Beiträge: 7257
Wohnort: Lübeck
Bedankt: 97 Danke
Danke erhalten: 112 Danke
Welcher Zukunft geht Europa entgegen? Dieser Fragestellung widmen sich seit Mittwochabend in Stockholm die Regierungschefs der nordischen und baltischen Länder sowie Großbritanniens. Entscheidungen und Beschlüsse sind nicht zu erwarten. Die Länder des Northern Future Forum, wie die Veranstaltung offiziell heißt, sehen gemeinsame Werte, die sie möglicherweise vom restlichen Europa unterscheiden. Die Probleme, so die Überzeugung, kommen aus dem Süden, die Lösungen – vielleicht – aus dem Norden.

Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt spricht auf der Webbseite der schwedischen Regierung von den gemeinsamen Werten der neun Länder des Northern Future Forum und von den Themen, über die geredet werden soll. Die Botschaft ist dabei deutlich: Vor allem die skandinavischen Länder verstehen sich als moderne und erfolgreiche Gesellschaftsformen mit ehemaligen Modellcharakter: wirtschaftlich erfolgreiche Wohlfahrtsstaaten mit einem umfassenden Sozialsystem, hohen Steuern und relativ starken Gewerkschaften. Dabei halten sich konservative und sozialdemokratische Regierungschefs bei dem Treffen ungefähr die Waage. Hier kommt es nicht auf die politische Couleur an, sondern auf den Konsens. Ohne es direkt auszusprechen, ist man sich einig, dass die heutigen Probleme der EU aus dem Süden kommen. So ist dann auch Großbritannien, das sich ja dem Fiskalpakt verweigert, auf dem Treffen vertreten.

Doch Fredrik Reinfeldt betont gegenüber dem Schwedischen Fernsehen, dass es bei dem Treffen nicht um aktuelle Krisen und deren Lösung geht: „Wir müssen uns vom kurzfristigen Krisenmanagement auch einmal lösen und in die Zukunft schauen. Gemeinsame Herausforderungen sind etwa wie wir mehr weibliche Unternehmer bekommen und wie wir das Rentenproblem lösen.“

Zum Thema Renten hatte Reinfeldt schon zu Wochenbeginn Denkanstöße gegeben. Er hatte eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf bis zu 75 Jahre angedacht und damit eine für schwedische Verhältnisse hitzige Debatte ausgelöst. Für das Thema Unternehmerinnen hat der Ministerpräsident Vorbildfiguren wie die schwedische Google-Chefin Stina Hankanmaa, die ehemalige Rundfunkintendantin Kerstin Brunnberg und die Modeunternehmenschefin Gudrun Sjödén zu dem Treffen eingeladen.

„The Nordic Way“ – die nordische Art, bedachtsam, aber zugleich zielstrebig an die Probleme heranzugehen – das ist die Botschaft des Treffens in Stockholm. Gleichzeitig unter dem Hinweis, der auch in Athen nicht ungehört verhallen soll, dass bis vor kurzem noch von heftigen Krisen geschüttelte Länder wie Island oder Lettland sich bereits auf dem Weg der Besserung befinden. Vielleicht entsteht aus dem Treffen mit der Achse London-Kopenhagen-Stockholm ja eine Art Gegengewicht zur Achse Berlin-Paris. Doch Ministerpräsident Reinfeldt hat auch seine Solidarität mit den EU-Schwergewichten deutlich gemacht, er stehe hinter den Forderungen vor allem von Seiten Deutschlands an Griechenland:

„Die Darlehengeber stellen Griechenland Bedingungen. Ein Land, das ohne diese Gelder schon sehr bald bankrott wäre. Selbstverständlich muss man sich dann auch die Bedingungen anhören. Es muss ja eine Grundlage für einen langfristig ausgeglichenen Haushalt geschaffen werden.“

Somit hat denn auch die Tagespolitik die vergleichsweise idyllische Atmosphäre des Northern Future Forum eingeholt.

(Quelle: Radio Schweden)


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden Position des Users auf der Mitgliederkarte  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 2 Beiträge ] 

Werbung



Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
ImpressumWerbemöglichkeiten



Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO © gestartet am 28.2.2005, Schwedenforum.de


Weitere spannende und empfehlenswerte Webseiten:
Schwedenstube.de | Schwedenlinks.de | Schwedenferienhaus.de | Schwedenlexikon.de | Allsvenskan.de
Schweden für jeden | Skandinavien.de | Nordis.de