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BeitragVerfasst: 23. November 2011 16:17 
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Die Zustimmung für Sozialdemokraten-Chef Håkan Juholt sinkt zunehmend. Führende Parteigenossen haben auf direkte Nachfrage bezüglich ihres Vertrauens in Juholt auffallend zurückhaltend reagiert. Zudem liegt der Vorsitzende in Umfragen deutlich abgeschlagen hinter dem konservativen Ministerpräsidenten Fredrik Reinfeldt. Sozialdemokraten-Basis und Beobachter bezeichnen die derzeitige Situation für die Volkspartei inzwischen als die schwerste Krise aller Zeiten.

Das Parteipräsidium hatte Håkan Juholt zwar erst vergangene Woche das Vertrauen ausgesprochen, die Kritik an Juholt als Person und seiner inhaltlichen Richtungslosigkeit reißt dennoch nicht ab. Ins Gewicht fallen vor allem die diplomatischen Aussagen des ehemaligen Finanzministers Thomas Östros, der als einer der heißesten Anwärter für den Vorsitz nach Ende der Ära Juholt gilt. Befragt im Schwedischen Fernsehen, ob er noch Vertrauen in seinen Chef habe, antwortete Östros überlegt ausweichend: „Mir steht in meiner Position kein Urteil zu. Wenn das Präsidium zu einer wichtigen Entscheidung kommt, kann ich mich darauf verlassen, dass sie mit Bedacht gefällt wurde.“

Präsidiumsmitglied Sven-Erik Österberg sagte im Schwedischen Fernsehen: „Vertrauen haben wir, bis wir etwas anderes sagen. Über die Zukunft können wir uns nicht äußern. Wir haben 2013 einen Parteitag, auf dem Juholt wiedergewählt werden kann. Das heißt, es ist unmöglich, Aussagen über die Situation vor der Reichstagswahl 2014 zu treffen.“

„Schwache Leistung“

Am vergangenen Wochenende stellte sich Håkan Juholt dem traditionell vielbeachteten Samstags-Interview des Schwedischen Rundfunks – und machte dort keine gute Figur, wie Vorstandsmitglied und Bürgermeister von Sigtuna, Anders Johansson, unmittelbar danach in einer SMS an Parteigenossen befand. Nachdem die Mitteilung ihren Weg an die Öffentlichkeit gefunden hatte, erklärte er im Fernsehen: „Ich bin ziemlich frustriert und verärgert angesichts der Entwicklung unserer Partei. Die schwedische Sozialdemokratie verdient etwas Besseres, und wir werden besser werden, dazu will ich beitragen. Ich bin wütend darüber, dass wir zurzeit hinter unseren Möglichkeiten zurückbleiben.“

Seitdem im Oktober bekannt wurde, dass Juholt jahrelang unzulässigerweise Wohnungszuschüsse eingestrichen hat, ist ein Ende der Talfahrt, die schon unter Mona Sahlin begonnen hatte, nicht abzusehen. Bei ungefähr 27 Prozent liegt die Partei derzeit bei Umfragen. Nur 15 Prozent der Bevölkerung haben Vertrauen in Juholt als Kandidat für den Ministerpräsidentenposten. Fredrik Reinfeldt hingegen erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit: Immerhin 68 Prozent der Bevölkerung halten ihn für den richtigen Mann im Amt.

Sehnsucht nach Sahlin

Selbst Reinfeldt macht keinen Hehl daraus, dass er bei Juholt ein gewisses Engagement vermisst - nicht zuletzt im Kampf gegen rechtspopulistische Kräfte im Land. Gegenüber der Zeitung Svenska Dagbladet bedauerte Reinfeldt, dass der Wechsel von Mona Sahlin zu Håkan Juholt auch eine Veränderung des kritischen Umgangs mit den Schwedendemokraten nach sich gezogen habe. Sahlin und er hätten zwar nicht immer dieselbe Taktik verfolgt, jedoch jeweils Rückgrat bewiesen. Reinfeldts Ansicht nach zeichnet sich Juholts Schweden-Bild durch Nostalgie aus. Dies wiederum bringe ihm Sympathien des Schwedendemokraten-Chefs Jimmie Åkesson ein, dessen Partei eine ähnlich vergangenheitsverklärende Sicht einnehme, so der Ministerpräsident.

Mona Sahlin, die nahezu ihre gesamte Karriere bei den Sozialdemokraten im Gegenwind bestritt, nimmt selbst kein Blatt vor den Mund. Im Musikmagazin Novell bezeichnete sie ihren Nachfolger als „Luftikus“.

Passive Opposition

Die von vielen Parteigenossen erhoffte Wende mit dem Antritt Juholts lässt also noch immer auf sich warten. Reichstagsabgeordneter Thomas Östros sieht die größte Oppositionspartei derzeit führungslos und uninspiriert auf der Stelle treten. Im Schwedischen Fernsehen erklärte er: „Das Frustrierende ist, das die Regierung eigentlich eine schwache Position innehaben müsste, sie ist schließlich eine Minderheitsregierung. Sie bekommt ihre Themen nicht durch und hat keine Ideen. Aber es gibt im Grunde keine Opposition, die aktiv genug ist, um die Regierung unter Druck zu setzen.“

Auch Politologe Jonas Hinnfors sieht momentan schwarz für die Sozialdemokraten. Rücktritte von Parteivorsitzenden seien in Schweden meistens auf parteiinterne Streitigkeiten zurückzuführen. Die Volkspartei scheint also vor großen Umwälzungen zu stehen. „Ich glaube, die Situation ist für die Sozialdemokraten so ernst wie noch nie“, so Hinnfors im Schwedischen Rundfunk.

(Quelle: Radio Schweden)


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 Betreff des Beitrags: Steil abwärts für Sozialdemokraten
BeitragVerfasst: 24. November 2011 14:42 
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Die Wählersympathien für die oppositionellen Sozialdemokraten haben im Zuge der massiven Kritik an Parteichef Håkan Juholt neue historische Tiefststände erreicht. Laut einer aktuellen Umfrage, die das Institut Novus für den Privatfernsehsender TV 4 durchgeführt hat, kommen die Sozialdemokraten nur mehr auf 27,0 Prozent.

Im Gegensatz dazu wächst der Zuspruch für die konservativen Moderaten von Regierungschef Fredrik Reinfeldt. Sie verbuchen nun 33,7 Prozent. Nach der aktuellen Messung würden die vier Koalitionsparteien derzeit eine eigene Mehrheit erreichen. Die Schwedendemokraten, die in der Messung auf 5,3 Prozent kommen, verlören somit ihre Rolle als parlamentarisches „Zünglein an der Waage".

(Quelle: Radio Schweden)


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 Betreff des Beitrags: Juholts Pressesprecher geht
BeitragVerfasst: 2. Dezember 2011 14:23 
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Der Pressesekretär des umstrittenen sozialdemokratischen Parteichefs Håkan Juholt hat seinen Posten gekündigt. Der Journalist Dan Svanell nannte gegenüber dem Schwedischen Fernsehen persönliche Gründe für seine Entscheidung. Ein Parteisprecher teilte mit, dass Svanell durch den Journalisten Fredrik Kornebäck ersetzt wird, der den Posten schon früher innehatte.

Juholt bemüht sich nach der Aufdeckung seiner illegalen Inanspruchnahme von Wohngeld weiterhin um die Rückgewinnung von Vertrauen. Trotzdem sinken die Sozialdemokraten laut jüngsten Meinungsumfragen weiterhin in der Wählergunst.

(Quelle: Radio Schweden)


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 Betreff des Beitrags: Parteirat kündigt Neubeginn an
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2011 13:06 
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Unter der Überschrift „Neustart“ hat am Wochenende der Parteirat der Sozialdemokraten getagt. Nach zwei herben Wahlniederlagen und ständig neuen Tiefstwerten bei Umfragen diskutierten die 120 Delegierten, wie sich die Partei neu positionieren muss, um bei der Wahl 2014 erfolgreich zu sein. Im Zentrum der Medienberichten zufolge zurückhaltend geführten Debatte ging vor allem es um Steuern, Arbeitsmarktfragen sowie die Altenpflege.

Für das kommende Frühjahr kündigte der Parteirat Antworten und Vorschläge zu diesen Fragen an. 2013 solle außerdem ein neues Parteiprogramm vorliegen. Der umstrittene Vorsitzende der Sozialdemokraten, Håkan Juholt, gelobte Besserung beim Führungsstil. Bei seiner Rede räumte er ein, vielfach zu schnell in die Debatte eingestiegen zu sein, was zu widersprüchlichen Aussagen geführt habe.

(Quelle: Radio Schweden)


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 Betreff des Beitrags: Sozialdemokraten im Rekord-Tief
BeitragVerfasst: 7. Dezember 2011 13:58 
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In der Wahlumfrage des Statistikamtes SCB haben die Sozialdemokraten so schlecht abgeschnitten wie nie. Laut der Umfrage erreichten sie 27,7 Prozent der Stimmen. Die liberale Partei Moderaterna erhält mit 11,7 Prozent seinen höchsten Wert seit dem Start der SCB-Umfrage. Die Unterstützung der nationalistischen Schwedendemokraten ist seit dem vergangenen Jahr mit 5,7 Prozent stabil. Die Christdemokraten würden bei einer Wahl demnach an der 4-Prozent-Hürde scheitern, in der Umfrage erhielten sie lediglich 3,8 Prozent.

(Quelle: Radio Schweden)


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 Betreff des Beitrags: Sozialdemokraten weiter auf Talfahrt
BeitragVerfasst: 14. Dezember 2011 13:28 
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Die Sozialdemokraten verlieren in den Meinungsumfragen weiter an Boden. Laut einer Umfrage von Demoskop für die Tageszeitung Expressen, würden lediglich 26,1 Prozent der Wähler für die Sozialdemokraten stimmen. Das ist noch einmal ein Prozent weniger als der bereits schlechte Wert des Vormonats. Die Partei leidet nach wie vor an den Skandalen um ihren Vorsitzenden Håkan Juholt. Lediglich 12 Prozent der 1000 Befragten haben Vertrauen zu Juholt. Der Wert für Ministerpräsident Reinfeldt liegt bei 57 Prozent.

(Quelle: Radio Schweden)


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 Betreff des Beitrags: Schicksalstage für Juholt
BeitragVerfasst: 19. Januar 2012 14:45 
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Am Donnerstag und Freitag tritt das sozialdemokratische Parteipräsidium zusammen, um über künftige Richtlinien und eine mögliche Ablösung von Parteichef Håkan Juholt zu enstscheiden. Nach einem Wohnungsskandal, einer Reihe unbedachter Äuβerungen und Vorwürfen, in mehreren Fällen die Unwahrheit gesagt zu haben, war das Vertrauen in Juholt in jüngster Zeit markant gesunken.

Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Sifo im von Ende Dezember zufolge sprechen nur mehr 16 Prozent der Bevölkerung dem sozialdemokratischen Parteivorsitzenden ihr Vertrauen aus. Bei seiner Ankunft am Hauptsitz der Soziialdemokraten in der Stockholmer City betonte Juholt vor der Presse gleichwohl, er fühle „starke Unterstützung" von Seiten seiner Partei. Die Frage, ob er sich nach den Beratungen weiterhin im Amt des Vorsitzenden sehe, beantwortete er mit „Ja".

(Quelle: Radio Schweden)


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BeitragVerfasst: 20. Januar 2012 10:54 
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Weil Sozialdemokraten-Chef Håkan Juholt eine immer größere Belastung für die Partei wird, tagt am Donnerstag und Freitag das Parteipräsidium und sucht nach Lösungen für die vertrackte Lage. Juholts Tage an der Spitze der einstmals stärksten Partei scheinen endgültig gezählt.

Am Tag nach der ersten Parteivorsitzendendebatte dieses Jahres im Reichstag schreibt die Tageszeitung Dagens Nyheter in ihrem Leitartikel: „Dass Håkan Juholt ein geschickter Rhetoriker ist, galt lange Zeit als seine große Stärke – inzwischen vielleicht als seine einzige.“ Nachdem in den vergangenen Monaten den meisten klargeworden sein dürfte, dass Juholt sich mit der korrekten Wiedergabe von Fakten mitunter schwer tut, wird bei jedem Auftritt des angeschlagenen Vorsitzenden mit gewisser Spannung auf neue Patzer gewartet.

In der Debatte vom Mittwoch hatte Juholt denn auch prompt die Frage gestellt, wer der bürgerlichen Regierung überhaupt das Mandat zur Privatisierung von Krankenhäusern, Altenpflege und Schulen erteilt habe. Die schnöde Antwort: die Sozialdemokraten selbst. Nur wenige Tage zuvor hatte Juholt die Regierung bezichtigt, 2009 bei der Verteidigungspolitik gemeinsame Sache mit den Schwedendemokraten gemacht zu haben. Problem dabei: 2009 saßen die Rechtspopulisten noch gar nicht im Reichstag.

In Ungnade gefallen

Selbst eingefleischte Genossen scheint langsam aber sicher das kalte Grausen ob der lückenhaften Kompetenz ihres Vorsitzenden zu erfassen. Aus ehemaligen Juholt-Hochburgen erschallt immer häufiger die Klage, der Parteichef sei inzwischen eine untragbare Belastung.

Sven Erik Österberg, Präsidiumsmitglied und langjähriger Reichstagsabgeordneter, drückte sich vor den zweitägigen Beratungen gegenüber der Presse diplomatischer aus: „Ich sehe genauso wie Sie, was geschieht, und höre, wie die Leute reden. Wir im Präsidium tragen eine große Verantwortung für die Zukunft unserer Partei und müssen die jetzige Situation selbstredend diskutieren. Das Ergebnis bleibt abzuwarten.“

Gewerkschaft kämpft um heilige Kuh

Erst im Herbst, nach dem Skandal um den ungerechtfertigten Bezug von Wohngeld, hatte das Präsidium Håkan Juholt das weitere Vertrauen ausgesprochen. Nun jedoch scheinen die Geduldsreserven erschöpft. So forderte die Vorsitzende des Gewerkschaftsdachverbandes, Wanja Lundby-Wedin, Klarheit über die unterschiedlichen Versionen des Schattenhaushalts, die für einige Aufregung gesorgt hatten. Stein des Anstoßes: erhöhte Arbeitslosenbezüge, für die sich Juholt möglicherweise doch nicht so stark machen wollte, wie es dann letztlich auf dem Papier stand.

Obwohl seine Position ernsthaft in Frage gestellt wird, gibt Håkan Juholt selbst weiter Durchhalteparolen aus: „Vor der nächsten Wahl gibt es 2013 zunächst einmal einen Parteitag, bei dem ich darum bitten werde, mir ein weiteres Mandat zu geben und mir Vertrauen zu schenken. Ich glaube, das ich die Sozialdemokraten zur Wahl 2014 führen werde.“

Doch Juholt ist bei weitem nicht das einzige Problem der Partei. Seine oft unausgegorenen Aussagen in bedeutsamen Fragen wie etwa dem Libyeneinsatz oder seiner Wohngeldaffäre sind nach Meinung von Beobachtern vor allem ein Symptom für tiefer gehende Schwierigkeiten bei den einstmals staatstragenden Sozialdemokraten, deren Stern wie auch sonst in Europa seit Jahren im Sinken begriffen ist. Die Partei ist innerlich gespalten und schon lange auf der Suche nach Profil und Richtung.

Alternativlose Sozialdemokraten

Politologe Ulf Bjereld, selbst aktiver Sozialdemokrat, hält einen Wechsel an der Spitze derzeit für ausgeschlossen. Die Partei habe schlicht und ergreifend keine Alternative zu Juholt, so Bjereld gegenüber Sveriges Radio International.

„Für den Fall, dass sich Juholt für den Rückzug entscheidet oder aus dem Präsidium Stimmen nach seinem Rücktritt laut werden, gibt es meiner Meinung nach keinerlei Bereitschaft für die entstehende Situation. Das will niemand. Deshalb bin ich überzeugt, dass Juholt noch einige Monate auf seinem Posten bleibt, bis es im Frühling vielleicht die ersten Zeichen für mehr Stabilität und ein Ende der Wählerflucht und nicht zuletzt bessere Umfragewerte gibt. Das ist die Voraussetzung dafür, dass Juholt bis zum Parteitag und zur Wahl 2014 bleiben kann.“

(Quelle: Radio Schweden)


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 Betreff des Beitrags: Schwierige Wahl mit Nein-Sagern
BeitragVerfasst: 23. Januar 2012 16:15 
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Nach dem Rücktritt von Håkan Juholt vom Parteivorsitz ist bei den Sozialdemokraten die Suche nach einem Nachfolger in vollem Gange. Während Generalsekretärin Carin Jämtin den Vorsitz kommissarisch übernimmt, ist ein Streit über die Kandidatenkür entbrannt. Modernisierer der Partei fordern einen offeneren Ernennungsprozess als traditionell üblich. Gleichzeitig ist Eile geboten – was für eine Entscheidung vom Parteipräsidium spricht.

Zehn Monate Håkan Juholt sind vorbei. Jetzt sucht die angeschlagene Volkspartei fieberhaft nach einem Nachfolger. Problem: Niemand will es werden. Bekannte Profile von Margot Wallström über Thomas Bodström, Mikael Damberg, Thomas Östros bis zur Generalsekretärin Carin Jämtin lehnen dankend ab. Als stellvertretende Vorsitzende leitet Jämtin die Partei derzeit kommissarisch und befürwortet eine schnelle Entscheidung bei der Besetzung des Chefpostens.

Im Schwedischen Rundfunk sagte Jämtin: „Wir brauchen eine Situation, in der wir wieder über Politik sprechen können. Dafür bedarf es einer deutlichen Richtung und Führung. Ich kann nicht gleichzeitig Vorsitzende und Generalsekretärin sein. Das ist unmenschlich.“

Ein offener Prozess, wie zuletzt von Zentrumspartei und Linken vorgeführt, war auch vielen Sozialdemokraten immer attraktiver erschienen. Doch die Zeit drängt. Noch während der zweitätigen Beratungen des Parteipräsidiums Ende vergangener Woche schien ein Festhalten an dem schon lange untragbar gewordenen Håkan Juholt mangels Alternative nicht ausgeschlossen.

Keine Zeit für Neuerungen

Unter den Jungsozialisten herrscht die Meinung vor, das Präsidium möge entscheiden. Ein langes Auswahlverfahren könnten sich die Sozialdemokraten, die in der Wählergunst stetig absacken, derzeit nicht leisten, so Juso-Vorsitzender Gabriel Wikström. „Dass das Präsidium den neuen Vorsitzenden kürt, ist zwar keine optimale Lösung, aber doch die beste für die jetzige Situation.“

Sowohl unter Beobachtern als auch Genossen gilt die derzeitige Krise der Sozialdemokraten als die tiefste ihrer Geschichte. Zu kämpfen hat die Partei mit innerer Zerrissenheit und Richtungslosigkeit, was die regelrechte Wählerflucht der jüngsten Zeit bestätigt. Doch Ardalan Shekarabi, der die Krisenkommission nach der Wahl 2010 mitleitete, hält daran fest, dass auch für seine krisengeschüttelte Partei noch einfache Rezepte funktionieren.

„Ich glaube nicht, dass die größte Herausforderung der Sozialdemokraten im Überwinden politischer Gegensätze besteht. Vielmehr müssen wir unsere Politik weiterentwickeln und erneuern und vor allem jetzt einen Vorsitzenden wählen, dem die Wähler vertrauen, um die Glaubwürdigkeit der Sozialdemokraten wieder herzustellen. Wenn uns dies gelingt, haben wir gute Voraussetzungen dafür, Druck auf die Regierung zu machen und 2014 die Macht zu übernehmen und unsere Politik durchzusetzen.“

Bleibt lediglich, eine Nachfolge Juholts zu finden. Da schwedische Bescheidenheit insbesondere bei den Sozialdemokraten Tradition hat, greift keiner der Genossen offen nach der Macht. Generalsekretärin Jämtin bleibt dennoch hoffnungsvoll: „Es gilt eine Person zu finden, hinter der die Partei geschlossen stehen kann. Ich bin überzeugt, dass dies möglich ist. In unserer Partei gibt es viele kompetente Personen.“

Am Freitag gibt das Präsidium bekannt, wie dieser Findungsprozess aussehen soll.

(Quelle: Radio Schweden)


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BeitragVerfasst: 24. Januar 2012 12:04 
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Der frühere Minister im Sozialministerium, Morgan Johansson, kann sich vorstellen, das Amt des Parteivorsitzenden seiner Partei zu übernehmen. Gegenüber dem Schwedischen Fernsehen sagte er, in einer solchen Situation existiere kein Nein. Alle Sozialdemokraten, die eine leitende Position innehätten, müssten erneut darüber nachdenken, ob sie sich dem Amt verweigerten, das gelte auch für ihn. Vor rund einem Jahr war eine Kandidatur Johanssons bereits im Gespräch gewesen. Zu der Zeit ging es um die Nachfolge von Mona Sahlin. Johansson hatte abgelehnt, weil der Parteivorsitz seiner Meinung nach nicht mit seiner Rolle als Familienvater dreier Kinder vereinbar gewesen wäre.

Nach dem Abgang von Håkan Juholt als Vorsitzender der Sozialdemokraten wird händeringend nach einem Nachfolger gesucht. Für Dienstagabend ist erneut ein Treffen angekündigt, bei dem über die Nachfolge beraten werden soll. Wie die Tageszeitung Dagens Nyheter berichtet, soll die Entscheidung am Freitag fallen.

(Quelle: Radio Schweden)


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 Betreff des Beitrags: Eliasson stellt sich zur Verfügung
BeitragVerfasst: 25. Januar 2012 12:10 
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In die schwierige Suche nach einem oder einer geeigneten Vorsitzenden der Sozialdemokraten kommt Bewegung. Nach Angaben der Zeitung Göteborgs Posten hat sich der ehemalige Topdiplomat und Außenminister der Regierung Persson, Jan Eliasson, zur Kandidatur bereit erklärt, sollte er gefragt werden. Damit wolle er ein Zeichen setzen und andere Genossen zur offenen Kandidatur anregen.

Gleichzeitig machte sich Eliasson für eine Übernahme des Ruders durch Generalsekretärin Carin Jämtin stark. Deutliches Interesse am Vorsitz hat bisher nur der ehemalige Gesundheitsminister Morgan Johansson signalisiert. Unterdessen erklärte Präsidiumsmitglied Sven Erik Österberg gegenüber der Nachrichtenagentur TT, man wolle sich bei der Suche nicht auf Reichstagsabgeordnete beschränken. Damit laufe die Partei das Risiko, am Ende überhaupt keinen Kandidaten zu finden.

(Quelle: Radio Schweden)


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BeitragVerfasst: 26. Januar 2012 11:36 
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Der Führungsausschuss der Sozialdemokraten hat sich für den Vorsitzenden der IG Metall, Stefan Löfvén, als neuen Parteichef ausgesprochen. Nach Informationen des Schwedische Rundfunks hatten sich die Mitglieder des Führungsausschusses am Mittwoch auf Löfvén geeinigt. Am kommenden Freitag soll eine Entscheidung über die Nachfolge des zurückgetretenen Parteivorsitzenden Håkan Juholt getroffen werden. Löfvén selbst wollte eine Kandidatur am Donnerstagmorgen nicht kommentieren. Wie das Schwedische Fernsehen berichtet, könnte es zu einer Doppelspitze kommen. Da Löfvén selbst nicht im Reichstag sitzt, könnte der Abgeordnete Sven-Erik Österberg an seiner Seite die Arbeit im Parlament steuern.

Hintergrund: Stefan Löfvén
•am 21.07.1957 in Stockholm geboren
•begann seine berufliche Laufbahn 1979 als Schweißer
•seit 2006 Gewerkschaftsführer der IG Metall und
•Mitglied des Führungsausschusses der Sozialdemokraten
•wohnt mit seiner Frau in Stockholm

(Quelle: Radio Schweden)


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 Betreff des Beitrags: Löfven soll Parteichef werden
BeitragVerfasst: 27. Januar 2012 09:46 
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Einen Tag vor der offiziellen Bekanntgabe hat sich das Parteipräsidium der Sozialdemokraten für den Vorsitzenden der IG Metall, Stefan Löfvén, als neuen Parteichef entschieden. Auf einer Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag präsentierte Generalsekretärin Carin Jamtin Stefan Löfvén als Vorschlag des Parteipräsidiums. Löfvén selbst betonte, er sei glücklich und stolz. In einer Pressemeldung äußerte sich der ehemalige Ministerpräsident Ingvar Carlsson positiv: Er kenne Löfvén als gute Führungsperson mit breiter politischer Kompetenz.

(Quelle: Radio Schweden)


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BeitragVerfasst: 2. Februar 2012 13:31 
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Der langjährige Gewerkschafter Stefan Löfven ist der neue Chef der Sozialdemokraten. Sein Vorgänger Håkan Juholt war nach Wohngeldaffäre, dem Hin und Her in der Frage des schwedischen Libyen-Einsatzes und diversen Patzern nicht mehr tragbar. Zuvor war Mona Sahlin daran gescheitert, der ehemals staatstragenden Partei die richtige Richtung zu verpassen. Nun scheint man in dem Gewerkschaftsmann und Verhandlungsführer Löfven mit tiefem Einblick in die Industrie eine zuverlässige Führungsgestalt gefunden zu haben. Radio Schweden hat mit dem Chefredakteur der von „Aktuellt i politiken“, der schwedischen Entsprechung von „Vorwärts“, über den neuen Mann an der Spitze gesprochen und darüber, warum er die Partei einen kann und wie er die Sozialdemokratie wieder attraktiv für die Wähler machen wird.

(Quelle: Radio Schweden)


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BeitragVerfasst: 20. Februar 2012 12:08 
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In nur wenigen Wochen hat der neue Vorsitzende der Sozialdemokraten, Stefan Löfven, der Partei neuen Aufschwung gegeben. Laut dem SIFO-Wahlbarometer hätten Sie bei einer Wahl Ende Februar 29,2 Prozent der Stimmen erhalten. Im Januar waren es nur 24,6 Prozent gewesen. Generalsekretärin Carin Jämtin zeigte sich erfreut über die Zahlen. Sie sagte gegenüber der Nachrichtenagentur TT, dies sei vielleicht der Anfang eines positiven Trends für die Partei. Grund dafür sei wohl der Fokus der Partei auf den Arbeitsmarkt. Politikwissenschaftler Jonas Hinnfors erklärt die guten Werte der Sozialdemokraten mit dem Amtsantritt Löfvens, der die Turbulenzen um die Parteiführung beendete. In der Sonntagsfrage hatte die Opposition insgesamt 46,4 Prozent der Stimmen erhalten, die Regierungsparteien 48,3 Prozent.

(Quelle: Radio Schweden)


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