Krawalle in Stockholmer Vorort

Krawalle in Stockholmer Vorort

Beitragvon Karsten » 21. Mai 2013 15:25

Im Stockholmer Vorort Husby brachen in der Nacht zum Montag Krawalle aus. Rund 40 Jugendliche zündeten parkende Autos an, schlugen Fensterscheiben ein und begrüßten die eintreffenden Sicherheitskräfte mit Pflastersteinen.

(Quelle: Radio Schweden)

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http://sverigesradio.se/sida/artikel.aspx?programid=2108&artikel=5539491


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Weitere Krawallnacht in Stockholm

Beitragvon Karsten » 21. Mai 2013 15:26

In der Nacht zum Dienstag sind im Stockholmer Vorort Husby erneut Krawalle ausgebrochen. Polizei und Rettungsdienste sind dabei zum wiederholten Male mit Steinen beworfen worden. Laut Polizeiangaben haben sich die Krawalle inzwischen auch auf andere soziale Brennpunktgebiete der Hauptstadt ausgebreitet.

(Quelle: Radio Schweden)

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http://sverigesradio.se/sida/artikel.aspx?programid=2108&artikel=5540463


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Krawalle in Stockholm breiten sich weiter aus

Beitragvon Karsten » 22. Mai 2013 15:10

In der Nacht zum Mittwoch kam es zum dritten Mal in Folge zu Ausschreitungen in Vororten von Stockholm. Randalierer legten in mehreren Stadtteilen Brände, schlugen Fensterscheiben ein und bewarfen Polizisten mit Steinen. Insgesamt acht Personen wurden festgenommen.

(Quelle: Radio Schweden)

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http://sverigesradio.se/sida/artikel.aspx?programid=2108&artikel=5541802


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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort

Beitragvon desinderia » 22. Mai 2013 20:14

Danke Karsten!!!

Da kommt ja echt Urlaubsstimmung auf..... :thumbsdown: :thumbsdown:
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort

Beitragvon Lukä » 22. Mai 2013 20:42

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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort

Beitragvon Framsidan » 23. Mai 2013 08:00

Sie bewerfen ja nicht nur die Polizei mit Steinen sondern auch den Rettungsdienst und die Ambulanzen.

Ein Feuerwehrmann schriebe einen offenen Brief an eine Zeitung und fragte die Übeltäter warum sie das tun? Er hatte da vorher einen Stein durch die windschutzscheibe bekommen und GsD nur an den Helm.

Auch er hätte eine Familie zu der er heimkommen will und fragt u.a. auch ob nicht deren Angehörigen Hilfe wollten wenn notwendig usw

Aber es sind da Gruppen die selber in den Stadtteilen regieren wollen und z.B. soll sich die Polizei dort nicht sehen lassen. Die meisten Einwohner dieser Stadtteile sind ja gegen diese Krawalle und wollen in Frieden leben. Deshalb gestern auch eine Demonstration dort gegen die Unruhestifter.

Auch in Göteborg gibt es einige solche Stadtteile
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort

Beitragvon desinderia » 23. Mai 2013 08:24

Meiner Meinung nach geht es dabei nur um das, dass sich Einwanderer oder Immigraten benachteiligt fühlen, weil Sie vom schwedischen Staat immer weniger Unterstützung bekommen.

Finde es gut, dass sich der schwedische Staat nicht so ausnutzen lässt, wie der Deutsche....

Es wird niemand gezwungen irgendwo einzuwandern... Und wer Arbeit sucht, findet auch welche...

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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort

Beitragvon Herowina » 23. Mai 2013 08:37

Irgendwie kann man sehr wohl etwas dafür..
Es ist doch eine völlig kranke Entwicklung: Wenn sich in den drei schwedischen "Metrolpolen" solche Ghettos bilden - und damit meine ich auch die andere Seite - "rensvenska" Ghettos... Also auf der einen Seite amerikanisch inspirierten Wohlstands-Wohngebiete kontra diese scheußlichen 70erjahre-Hochhaus-Siedlungen - da ist es doch echt kein Wunder, dass Abgrenzung/ Ausgrenzung und soziale Spannungen entstehen.
Schweden hat ein meiner Meinung nach kein Zuwandererproblem, sondern ein Stadt-/Landproblem. Die Landflucht veerschärft sich immer mehr, die Städte werden zu voll. Der Kampf um Wohnraum und Arbeitsplätze wird immer härter und das schafft natürlich Benachteiligungen. Die Verlierer wehren sich irgendwann, oder machen solchen Blödsinn wie Autos anzünden. In Paris hat es auch wochenlang solche Vorortskrawalle gegeben. Déjà-vu...
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort

Beitragvon Framsidan » 23. Mai 2013 10:01

Herowina wie willst du die "Ghettos" verhindern?

Die meisten Einwanderer wollen dort wohnen wo ihre Landsleute sind. Soll dann die einheimische Bevölkerung ihre Hüser/Wohnungen verkaufen und auch dorthin ziehen?

Wir wohnen in einem Stadtteil wo der gesamte ältere Stadtteil in den siebziger Jahren gebaut wurde und wir empfinden es nicht als Ghetto sondern fühlen uns wohl hier. Ist es nicht oft so dass die Einwohner selber viel dazu beitragen wie es ist/wird?

Z. B. wenn sich Eltern nicht darum kümmern was ihre Sprösslinge tun? Wenn 13 - 14 Jährige schon einen Stadtteil terrorisieren? Da liegt der Fehler im Elternhaus und das kann ja nicht Fehler des Staates sein.

Findest du wirklich Herowina dass die Schweden ihren Wohnsitz den Einwandern anpassen soll damit keine "rensvenska Ghettos" entstehen????

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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort

Beitragvon aStrangeWorld » 23. Mai 2013 16:48

Was ja die Demonstrationen auch zeigen: Die meisten der Einwohner wollen friedlich zusammenleben, und einige wenige üben sinnlose Gewalt aus (an Menschen und Dingen, die vermutlich an ihrer Lage unschuldig sind) und ziehen dabei auch durch verschiedene Stadtteile. Ich denke auch nicht, dass alle Einwohner von 70er Jahre Vierteln in Stockholm radikal sind, dafür gibt es einfach zu viele davon...

Der Staat kann sich aber meiner Meinung nach da nicht komplett rausreden. Ich weiss nicht, ob die Ghettobildung das Problem oder nur eine Folge des Problems ist, aber anscheinend fühlen sich ja die Einwohner unter Generalverdacht gestellt, werden mit rassistischen Äußerungen konfrontiert und fühlen sich nicht ausreichend beschützt. Gleichzeitig ist Schweden der Staat in der EU, bei dem die Distanz zwischen Arm und Reich am schnellsten wächst (eine solche Meldung wurde hier vor kurzem publiziert). Das fördert natürlich Aggression, auch wenn es völlig unangemessen ist, muss man sich dieser Folge bewusst sein.
Am Sonntag komme ich wieder für 10 Tage nach Stockholm - auch in einen Vorort. Mal sehen, wie die Lage bis dahin wird.
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort

Beitragvon Lukä » 23. Mai 2013 19:16

desinderia hat geschrieben:Meiner Meinung nach geht es dabei nur um das, dass sich Einwanderer oder Immigraten benachteiligt fühlen, weil Sie vom schwedischen Staat immer weniger Unterstützung bekommen.

Finde es gut, dass sich der schwedische Staat nicht so ausnutzen lässt, wie der Deutsche....

Es wird niemand gezwungen irgendwo einzuwandern... Und wer Arbeit sucht, findet auch welche...

Es kann wirklich niemand dafür, dass die sich ausgegrenzt fühlen!!!


Sorry, aber diese Parolen sind mir etwas zu flach. Wenn man sich mit dem Thema ein bisschen auseinandersetzt, muss man eben auch mal tiefer graben. Solche einfachen "Erklärungen" rutschen schnell auf die populistische Seite. Ich heiße es nicht für gut, was da passiert und ich toleriere keinesfalls Gewalt, aber Parolen wie "Wer Arbeit sucht, findet auch welche..." oder "Es kann wirklich niemand dafür, dass die sich ausgegrenzt fühlen!!!" sind nicht nur menschlich daneben, sie sind auch schlichtweg falsch.
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Husby und das Gerangel um die Ursachen

Beitragvon Karsten » 24. Mai 2013 17:05

Während die nächtlichen Ausschreitungen von Jugendlichen in der schwedischen Hauptstadt weiter anhalten, wird in der Öffentlichkeit erbittert über die Ursachen der Krawalle gestritten. Traditionelle linke, rechte und konservative Argumente rangeln dabei um die Deutungshoheit; versuchen, politischen Profit aus den Krawallen herauszuschlagen.

(Quelle: Radio Schweden)

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http://sverigesradio.se/sida/artikel.aspx?programid=2108&artikel=5544883


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Stockholmer wehren sich gegen Krawalle

Beitragvon Karsten » 24. Mai 2013 17:49

Auch in der Nacht zum Donnerstag gab es in mehreren Stadtteilen Stockholms Krawalle. Wie in den Nächten zuvor wurden Autos in Brand gesteckt und Polizisten und Feuerwehrmänner mit Steinen beworfen. Erstmals haben die Einwohner der Stadtviertel versucht, dem gewaltsamen Treiben mit Manifestationen und Nachtpatrouillen entgegenzuwirken. Die Polizei hat unterdessen die ausführliche Medienberichterstattung über die Krawalle scharf kritisiert.

(Quelle: Radio Schweden)

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http://sverigesradio.se/sida/artikel.aspx?programid=2108&artikel=5543318


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Re: Stockholmer wehren sich gegen Krawalle

Beitragvon Lukä » 24. Mai 2013 17:56

Karsten hat geschrieben: Die Polizei hat unterdessen die ausführliche Medienberichterstattung über die Krawalle scharf kritisiert.


Wenn die Betonung auf "ausführliche" liegt, finde ich es allerdings sehr bedenklich.
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort

Beitragvon chris22 » 25. Mai 2013 14:23

Also ausführlich kann man das wohl nicht nennen. Die Medien versuchen die Krawalle herunterzuspielen und zu bagatellisieren wo es nur geht. 22 ausgebrannte Autos in nur einem Stockholmer Vorort, Schulen und Kindergärten brennen...
Keiner will erkennen das mit der ganzen Einwanderung wohl doch was schief gelaufen ist.
Die Polizei beginnt nun die entstandenen Mitbürgergarden zu bekämpfen anstatt was gegen die Brandstifter zu unternehmen und diese hinter Schloss und Riegel zu setzen.
Letzte Nacht haben sich die Krawalle auf Uppsala, Södertälje und Örebro ausgebreitet.
Schönen Urlaub!
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