Als Maschinenbauingenieur in Schweden bewerben

Als Maschinenbauingenieur in Schweden bewerben

Beitragvon JayvH » 13. August 2015 18:52

Hallo zusammen,

ich möchte mich in Schweden als Maschinenbauingenieur bewerben und habe auch schon zwei konkrete Stellenanzeigen im Auge. Jetzt ergeben sich für mich aber doch ein paar Fragen, da ich bislang nur mit dem Bewerbungsprozess in Deutschland vertraut bin.

Aber erstmal zu meiner Person. Ich bin 35 Jahre alt und promovierter Maschinenbauingenieur, der z.Zt. als Entwicklungsingenieur in der Fahrzeugbranche tätig ist. Hier habe ich auch die beiden Stellenanzeigen der schwedischen Firmen (Volvo und Scania) entdeckt, die mich reizen. Beide Stellenanzeigen sind in englischer Sprache ins Netz gestellt, weshalb ich hoffe, dass meine rein englische Bewerbung dort kein Problem darstellen wird. Ich spreche noch kein Wort schwedisch.

Nachdem ich Schweden zunächst bei einem Kurztrip 2012 kennengelernt habe und es schon sehr schön fand, habe ich dieses Jahr meinen halben Sommerurlaub dort verbracht (die andere Hälfte in Norwegen) und bin noch mehr von diesem Land angetan. Als sich letztes Jahr eine Beauftragung meiner Firma durch Volvo in Aussicht stellte war ich schon relativ heiß auf den Job, leider ist aber die Konkurrenz beauftragt worden und ich blieb bei meiner Tätigkeit in Deutschland. Der Job ist an sich o.k., aber mich beschleicht das Gefühl, dass ich dort nicht noch bis zur Rente einfach nur absitzen möchte. Ich will auch etwas wagen und es mal im Ausland probieren, wenn ich scheitere, dann gehe ich halt zurück und weiß zumindest, dass ich es mal ausprobiert habe.

Jetzt aber mal zu meinen konkreten Fragen zur Bewerbung:
  1. Das Anschreiben und den Lebenslauf habe ich ins Englische übersetzt bzw. dort angefertigt. Sollte ich meine Arbeitszeugnisse ins Englische übersetzen lassen oder wissen die eh nicht viel mit so etwas anzufangen. Habe jetzt schon mehrfach gelesen, dass Arbeitszeugnisse wie sie ein Arbeitgeber bei uns ausstellt im Ausland unüblich sind.
  2. Sind Fotos bei Bewerbungen üblich oder sind sie evtl. sogar verpönt wie bspw. in den USA?
  3. Ist es üblich Referenzen in Form ehemaliger Kollegen oder Vorgesetzter anzugeben, die für ein kurzes Telefongespräch zur Verfügung stehen?
Und hier noch zwei zum Arbeiten in Schweden allgemein bzw. Steuern:
  1. Habe u.a. hier gelesen, dass das Gehaltsniveau für Ingenieure in Schweden niedriger ist als in Deutschland. Wie kann das sein, wenn die Lebenshaltungskosten doch gemeinhin teurer sind.
  2. Wie sieht es mit den Steuern aus. Sie sollen in Schweden ja recht hoch sein, gleichzeitig aber so ziemlich alles abdecken wie z.B. die Krankenversicherung. Hier in Deutschland bin ich nach Steuern und Einzahlung für die Krankenkasse usw. ca. 44% Brutto los. Laut http:... (Anmerkung: bitte keine Werbung) bin ich aber hier bei 38%, dann käme ich ja besser weg oder übersehe ich da grob etwas?
Letztlich ist das Gehalt für mich nicht Priorität 1, aber ungefähr einschätzen zu können wohin die Reise geht, wäre ja nicht schlecht.
JayvH
 
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Mit Stena Line nach Schweden: Kiel-Göteborg

Re: Als Maschinenbauingenieur in Schweden bewerben

Beitragvon siltal » 13. August 2015 21:01

Hallo JayvH,

zu punkt 1: wenn die anzeige in englisch verfasst, dann auch englische bewerbung.
punkt 2: kein foto, ist wie in den usa
punkt 3: meines wissens nein, ist hier nicht üblich. kann aber evtl in den branchen unterschiedlich sein.

Komme aus der Gesundheitsbranche. War vor einigen Jahren so wie von mir beschrieben. Musste allerdings
den berufs/hochschulabschluss von schwedischen Behörden anerkennen lassen. Gibt es im Ingenieurswesen
aber nicht. (meines Wissens, lasse mich da gerne belehren)

Noch ein wichtiger Tipp: deine promotion hilft dir in schweden überhaupt nichts. (eigene erfahrung)
In Deutschland ist die Promotion ein Nachweis von Fleiss, Engagement und Fähigkeit zu wissentschaftlichem
Arbeiten. Das wird in Schweden anders gesehen.

weiter zu 1: bei scb.se (statistisches central büro) liegt das einkommen für masch.bau ingenieure für 2014
in der alterklasse 25-39 bei 38100 SEK monatl.

der ing.-beruf hat in schweden nicht die gleiche stellung wie in deutschland auch weil mittlerweile ein grosser
teil der produzierenden industrie einfach verschwunden ist. ausser ein paar grossunternehmen (siehe volvo und scania)
fehlt hier der mittelständische unterbau, neudeutsch heisst, das glaub ich, hidden champions.

weiter zu 2: das system ist einfach für angestellte. bis zum jahreseinkommen von 430200 SEK (gilt für 2015) zahlst du die
für deine komune,inder du deinen wohnsitz hast, deren komunalskatt. liegt zwischen 31und 33 % kann auch 34 sein.
der betrag der 430200 per anno übersteigt wird zusätzlich mit 20% besteuert. (skatteverket.se)
ehegattenspiltting gibt es nicht. eine ehe hat in schweden keine steuerlichen bevorzugungen.
gibt ein paar kleinere freibeträge, aber die machen den kohl nicht wirklich fett. arbeitslosenversicherung in unserem sinne
gibt es nciht. muss man privat versichern. krankenvers. ist über steuern abgegolten, wenn man bei skatteverket gemeldet ist und die ominöse personnummer zugeteilt bekommen hat.

lebenshaltungskosten sind auf grossstadtniveau. am besten finde ich den vergleich: 1 liter diesel. d= 1,10 euro s=12,50 SEk

der faktor zieht sich so durch die ganze kalkulation.

wünsche dir viel erfolg, ein abenteuer ist es immer wert, wenn man die lausige bezahlung verdaut hat.

schöne grüsse
siltal
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Re: Als Maschinenbauingenieur in Schweden bewerben

Beitragvon vinbergssnäcka » 14. August 2015 11:11

zu Punkt 3: Referenzen unbedingt! da möchte ich siltal wiedersprechen. Meiner Meinung sind Referenzen wichtiger als Zeugnisse. Bin selber Maschinenbauingeneur und habe eben gerade diese Erfahrung gemacht.....schön wären natürlich schwedische Referenzen.

Noch eins zum Thema, ich habe die Erfahrung gemacht, das es extrem schwer ist, direkt in so grosse Firmen wie auch Volvo und Scania rein zu kommen. Wundere dich also nicht, wenn Deine Bewerbungen vielleicht nicht beantwortet werden (oder Du hast Glück und hast eine Spezialkompetenz die sie anders nicht bekommen)

Ich selber habe als Konsult gearbeitet, die suchen händeringend zB gute Konstrukteure. Und hier kommt man viel leichter in die grossen Firmen, kann Kontakte knüpfen....vielleicht eine Alternative?
liebe Grüsse

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Re: Als Maschinenbauingenieur in Schweden bewerben

Beitragvon JayvH » 16. August 2015 18:30

Hallo siltal, hallo vinbergssnäcka,

vielen Dank erst einmal für Eure Beiträge.

Ich muss sagen, das "niedrige" Gehaltsniveau erstaunt mich dann doch etwas. Werde aber dann mal direkt sehen, wenn es überhaupt zu Gesprächen kommt, wie sich das in meinen Fall äußern würde. Hier in Deutschland ist es ja auch ein erheblicher Unterschied, ob man bei einer Firma wie Volkswagen unterkommt oder bei einem Entwicklungsdienstleister der unteren Kategorie (EDAG, Autovision).

Werde mich in Sachen Referenzen mal an meinen vorherigen Arbeitgeber wenden (Uni/Doktorvater). Mein aktueller Arbeitgeber muss es ja nicht gleich erfahren, dass ich meine Fühler nach Alternativen ausstrecke.

@vinbergssnäcka
Ja, auch in Deutschland ist es nicht gerade einfach bei den ganz großen OEMs zu laden. Da sind aber im Gegensatz zu Volvo und Scania noch nicht mal interessante Stellen ausgeschrieben. Ich denke mit "Konsult" meinst Du einen Entwicklungsdienstleister? Darf ich fragen, um welchen es sich da handelt? Aus dem deutschen/österreichischen Raum kenne ich nur AVL, die in Schweden eigene Büros bei den OEMs vor Ort haben.

Als Alternative wäre das sicherlich auch eine Option. So ganz leichte Hoffnungen habe ich auch, dass mein aktuelelr Arbeitgeber mal wieder eine Möglichkeit in Schweden auftut, aber so wirklich darauf warten möchte ich auch nicht mehr.
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Re: Als Maschinenbauingenieur in Schweden bewerben

Beitragvon vinbergssnäcka » 16. August 2015 20:27

Hallo JayvH,

ja du könntest es grob mit Entwicklungsdienstleister beschreiben. Die haben hier in Schweden aber oft ein ganz anderes ansehen als in Deutschland....zumindest so wie ich es noch erlebt habe.....da gibt es aber eben auch unterschiedliche Kategorien, manche sind eher wie Leihfirmen, andere sehen sich als Kompetenzzentren....dementsprechend sind auch die Gehälter recht unterschiedlich.

Wo möchtest Du denn hin? Grosse Firmen sind zB Semcon, Epsilon und ÅF, die findet man in allen grösseren Städten....aber es gibt auch kleinere und mehr spezialisierte Firmen...
liebe Grüsse

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Re: Als Maschinenbauingenieur in Schweden bewerben

Beitragvon JayvH » 16. August 2015 20:31

Ja, so ist das hier auch mit den Leihfirmen (Ferchau z.B.) und den Kompetenzzentren, wie von mir erwähnte AVL, aber auch FEV oder IAV. Zu so einer Leihfirma möchte ich aber nicht, dass ist zumindest in Deutschland so das letzte wo man als Ing. landen möchte.

Geographisch würde mich Stockholm am meisten reizen.
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Re: Als Maschinenbauingenieur in Schweden bewerben

Beitragvon vinbergssnäcka » 16. August 2015 20:47

In Stockholm dürfte es ja nicht an Arbeitsangeboten mangeln, zumindest was Zulieferer angeht....
liebe Grüsse

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Re: Als Maschinenbauingenieur in Schweden bewerben

Beitragvon JayvH » 16. August 2015 20:50

Da habe ich noch kein rechtes Gefühl für. Scania zumindest sitzt in Södermalm wie scheinbar auch viele andere Unternehmen. Es würde nur Sinn machen, wenn sich zahlreiche Zulieferer nahe dran ansiedeln würden.
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Re: Als Maschinenbauingenieur in Schweden bewerben

Beitragvon vinbergssnäcka » 16. August 2015 20:56

naja, wenn Du dich in Schweden auf die Fahrzeugindustrie festlegst, dann bist Du natürlich recht eingeschränkt....so viel gibts da nicht, im Vergleich zu Deutschland....
liebe Grüsse

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Re: Als Maschinenbauingenieur in Schweden bewerben

Beitragvon JayvH » 16. August 2015 21:02

Muss ja nicht unbedingt sein, aber was sind denn noch große Zweige, Schiffsbau evtl.?
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Re: Als Maschinenbauingenieur in Schweden bewerben

Beitragvon vinbergssnäcka » 17. August 2015 05:50

Naja, meinen Tipp hab ich ja schon im ersten Beitrag von mir geschrieben....so habe ich es gehandhabt, wenn Du ein breit gefächertes Gebiet hast und viele Verbindungen, dann ist es nicht so schwer woanders unter zu kommen....ich würde mich selber da nicht festlegen/einschränken wollen, denn manchmal geht es schnell und dann sitzen hunderte von Ingenieuren plötzlich auf der Strasse....zB Saab....oder Bombadier in Kalmar, aber auch Electrolux und Ericsson....
liebe Grüsse

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Re: Als Maschinenbauingenieur in Schweden bewerben

Beitragvon JayvH » 23. August 2015 11:49

siltal hat geschrieben:weiter zu 2: das system ist einfach für angestellte. bis zum jahreseinkommen von 430200 SEK (gilt für 2015) zahlst du die
für deine komune,inder du deinen wohnsitz hast, deren komunalskatt. liegt zwischen 31und 33 % kann auch 34 sein.
der betrag der 430200 per anno übersteigt wird zusätzlich mit 20% besteuert. (skatteverket.se)
ehegattenspiltting gibt es nicht. eine ehe hat in schweden keine steuerlichen bevorzugungen.
gibt ein paar kleinere freibeträge, aber die machen den kohl nicht wirklich fett. arbeitslosenversicherung in unserem sinne
gibt es nciht. muss man privat versichern. krankenvers. ist über steuern abgegolten, wenn man bei skatteverket gemeldet ist und die ominöse personnummer zugeteilt bekommen hat.

Ich muss jetzt nochmal nachfragen. Wenn ich das richtig sehe, dann ist mit diesen Steuern alles abgegolten, was ich grundsätzlich in Deutschland auf meine Lohnsteuer noch entrichten müsste. Hier fallen ja noch Arbeitslosen-, Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung an. Die Arbeitslosenversicherung, die ich privat versichern müsste, kann man da ein ungefähres Niveau für den Versicherungsbeitrag abschätzen, wenn man wie hierzulanden gerne 60% des letzten Netto hätte?
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Re: Als Maschinenbauingenieur in Schweden bewerben

Beitragvon vinbergssnäcka » 23. August 2015 17:29

Also, wenn Du Mitglied im Facket bist, so heissen hier die Gewerkschaften und für Dich wäre vermutlich Unionen zuständig, Dann bezahlt Du 225 kr/Monat Mitgliedsbeitrag für Unionen und da ist eine Einkommensversicherung mit inklusive....die A-kassa ersetzt nämlich nicht für Beträge, die über 18700kr Monatseinkommen hinausgehen.....und dann kostet noch die Mitgliedschaft in der Unionens A-Kassa 97 kr/Monat....Stand 2015....das ändert sich immer mal. Genaue Beträge, wieviel du ersetzt bekommst im Fall der Fälle hab ich nicht im Kopf aber schau mal bei unionen.se

Du kannst natürlich auch eine andere A-Kassa wählen und die eventuell andersweitig absichern...eventuell dann mal Kollegen fragen.

Ach ja, ich glaube man muss mindestens 1 Jahr Mitglied gewesen sein....eventuell gibts da aber Hilfe, wenn Du nahtlos aus der A-losenversicherung in Deutschland übergehst.....bei mir wär der Fall fast eingetreten...nach 3 Monaten wurden in der damaligen Firma ein drittel der Leute entlassen...und hier geht fast immer das Prinzip...zuletzt rein, zuerst raus...ich hatte Schwein damals...

Überhaupt wird hier gerne mal schnell entlassen...und dann auch wieder eingestellt....im Anfang sehr stressig, wenn man es nicht gewohnt ist...die Schweden nehmens lockerer...die gehen auch dann wieder zurück zur gleichen Firma.....eventuell. Von daher der nochmal der Tipp....gut wenn man breit gefächerte Kenntnisse hat und sich nicht zu sehr spezialisiert...
liebe Grüsse

Heike

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Re: Als Maschinenbauingenieur in Schweden bewerben

Beitragvon haifisch » 4. September 2015 21:06

Hej JayvH,

wenn du in der Automobilbranche arbeiten möchtest, bietet Göteborg deutlich mehr Potenzial für dich. Hier gibt es 2 OEMs im Automobilbereich und eine Menge Engineering Dienstleister darum herum (die einen deutlich besseren Ruf haben als in Deutschland). Ich habe bis 2010 bei der IAV in Berlin gearbeitet und bin dann mit meiner Familie nach Göteborg umgezogen (hatte Interview bei 2 verschiedenen Firmen, 1 Jobangebot das ganz gut war -> da habe wir den Absprung aus der Komfortzone gewagt ;-)

Die Bruttogehälter zwischen Deutschland und Schweden kann man nicht 1:1 vergleichen, wie du richtig bemerkt hast, sind die Sozialabgaben (Rente, ...) beim schwedischen Brutto schon abgezogen (dann muss man noch die Steuer von ca. 33% abziehen und hat das Netto). Hier ist ein Link zu einem Brutto-Netto Rechner (auf Schwedisch): http://www.ekonomifakta.se/sv/Fakta/Ska ... din-skatt/

Einfach Kommune, Gehalt und Geburtsjahr angeben, dann bekommst du ein Gehalt was du mit deinem deutschen Netto-Gehalt vergleichen kannst. Der Vergleich fällt bei mir zugunsten Schwedens aus ;-) aber ich habe (und werde) auch nie im süddeutschen Raum gearbeitet, immer nur in Berlin und da sind die Gehälter (aber auch die Lebenskosten) deutlich niedriger...

Wenn du noch auf der Suche bist, schicke mir gerne eine PN. Ich arbeite seit 2010 bei Semcon im Bereich Automotiv und wir haben hier schon mehrere Ingenieure / PhD mit deutschem Background angestellt und suchen auch noch weitere...

Würde mich freuen von dir zu hören und viel Erfolg, auf welchem Wege auch immer ;-)
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Re: Als Maschinenbauingenieur in Schweden bewerben

Beitragvon JayvH » 4. September 2015 21:11

Hallo Haiko,
danke für Deinen Input. Welcher ist denn der zweite OEM in der Göteborger Gegend neben Volvo? Ich habe bis jetzt eine Bewerbung draußen und werde dieses Wochenende meine zweite auf eine - wie ich finde - gut passende Stelle senden. Ich danke DIr für Dein Angebot und werde ggf. mittelfristig darauf zurückkommen.
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