Schweden nickt Vattenfalls Braunkohle-Geschäft ab

Schweden nickt Vattenfalls Braunkohle-Geschäft ab

Beitragvon Administrator kat » 4. Juli 2016 10:09

Die schwedische Regierung hat dem Verkauf von Vattenfalls Braunkohlesparte in Deutschland zugestimmt. Damit gibt sie das “OK” für ein Geschäft, das der staatliche Energieversorger Vattenfall mit einem tschechischen Konsortium eingeleitet hatte. Künftig werden die betroffenen Kohlekraftwerke in Brandenburg und Sachsen sowie die dazugehörigen Braunkohle-Tagebaubetriebe in der Lausitz vom tschechischen Versorger EPH betrieben. Die Vereinbarung sorgte für Freude bei den Landesregierungen Sachsens und Brandenburg, doch in Schweden bleibt ein bitterer Nachgeschmack: Vor allem die mitregierende “miljöparti” hatte sich für eine komplette Stillegung des Braunkohleabbaus ausgesprochen. “Die Kohle bleibt in der Erde” war das Wahlmotto der Umweltparei, zumal vor dem Hintergrund der Pariser Klimavereinbarungen.

Weiterlesen: http://www.schwedenstube.de/vattenfalls ... geschaeft/
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Re: Schweden nickt Vattenfalls Braunkohle-Geschäft ab

Beitragvon siltal » 6. Juli 2016 09:44

Hallo,

der schwedischen Regierung ein herzliches Dankeschön. Zum Glück für die tausende deutschen Arbeitsplätze hat die schwedische Regierung sich anders, als versprochen, umorientiert. Gleichzeitig zum Verlustgeschäft des Verkaufs der Braunkohle will man auch nun jedes Jahr Verschmutzungsrechte aufkaufen, die es im Moment sowieso im Überfluss gibt. Aber das ist das Problem der schwedischen Steuerzahler, die müssen das Ausbaden.

Es gab meines Wissens schon mal sowas Ähnliches. Das Volk stimmte, glaube es war 1980, ab, die Kernernergie abzuschaffen. Aus pragmatischen Gründen laufen die Dinger heute noch. Mit der Braunkohle läuft es jetzt ähnlich. Auf jeden Fall ist Schweden jetzt diese CO² Belastung los. Chapeau.

Schöne Grüsse
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Re: Schweden nickt Vattenfalls Braunkohle-Geschäft ab

Beitragvon Lukä » 6. Juli 2016 13:49

Nun ist es aber auch so, dass die Brandenburgische Landesregierung ausdruecklich zur Verstromung von Braunkohle steht, und KEINEN Ausstieg aus dem Abbau der Braunkohle beschlossen hat!
Insofern zählt hier wohl von allen Seiten "Sozial ist, was Arbeit schafft". Das gilt ja dann auch fuer alle Ruestungsexporte, oder?
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Re: Schweden nickt Vattenfalls Braunkohle-Geschäft ab

Beitragvon siltal » 7. Juli 2016 10:11

Hallo,

genau so ist es. Was Arbeit schafft ist sozial. Die Brandenburger stehen zur Braunkohle, hätten aber einem Beschluss von Vattenfall den Abbau einzustellen nicht viel entgegensetzen können. Ausser Auflagen zu konstruieren wie Sozialpläne, Renaturierung etc. (hätte bestimmt viel Geld gekostet) Dieses hat sich Vattenfall und damit der schwedische Staat erspart. Da war die grosse Chance was fürs Klima zu tun vertan. (Einnere nur an die Ankündigung der Miljöparti zu diesem Thema)

Mit den Rüstungsexporten ist es das Gleiche. Solange eine Industrie dafür im eigenen Land existiert werden U-Boote, Jagdflugzeuge, Korvetten, Haubitzen auf dem Weltmarkt vertickert, und man wundert sich wo die vielen Flüchtlinge plötzlich alle her kommen. Da mischen Deutschland und Schweden fleissig mit in diesem Spiel.

Schöne Grüsse
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