Försakringskassan

Re: Försakringskassan

Beitragvon Rallaren » 31. August 2018 12:01

philipp23 hat geschrieben:Um nur ein paar eckpunkte zu beleuchten:

- keine funktionierende Polizei,
- schlechte ärztliche versorgung sowie schlecht ausgebildete ärzte,
- krankenhäuser / vårdcentralen teilweise auf dem stand wie 1980,
- schlechte straßen / sicherheit,
- schlechter arbeitzschutz,
- kaum radwege,
- wohnungsuche durch kommun in Stockholm 10 jahre wartezeit, Göteborg 6 jahre wartezeit, Halmstad 5 jahre wartezeit usw.

Für mich nicht EU und hier werden sämtliche EU rechtliche vorschrifften ignoriert.

Mal von der vorsorgeuntersuchung und fachpersonal abgesehen.

Lächerliches land

Das hört sich nach Brandenburg an, was Du beschreibst. Auch die sozialistische Warteschlange bei der Wohnungssuche.
Polizei, nach Einbruch sofort da
Ärzte, frühzeitiges Erkennen eines Tumors, sofortige Behandlung, Bestrahlung, Chemo. Notfallnummer fürs WE
Krankenhaus, Komplettbetreuung wie ein Privatpatient in Muttiland
Deutlich bessere Straßen als in Berlin und Brandenburg
Deutlich besserer Arbeitsschutz als in Muttiland. Bessere Rechte für Angestellte.
Radwege, nicht so viel, wie in Kopenhagen oder Münster, doch deutlich mehr als in Berlin.
Ich weiß ja nicht, woher Du Deine Informationen hast, sicher vom HörenSagen. Ich habe beide Länder, Arbeitsverhältnisse, Gesundheitssysteme erlebt. Kann vergleichen. Und ich möchte noch nicht mal im Zinksarg zurück nach Muttiland. Besuchen ja, und staunen, wie mittelalterlich die Behörden in D noch immer arbeiten.
Nun Du, mein Lieber: Beispiele und keine Sprüche.
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Re: Försakringskassan

Beitragvon Sweden Spy » 31. August 2018 13:14

Danke Rallaren!

Kann jedes Wort unterschreiben!

Und im Übrigem geht mir dieses typisch deutsche Rumgenörgel und 'alles für umsonst haben wollen', insbesondere das Genörgel an der vermeintlichen Bürokratie Schwedens, richtig auf die Pomfe. Ich kenne ebenfalls beide Staaten. Versuch mal in Hamburg telefonisch einen Termin für die Rentenberatung bei der Rentenversicherung zu vereinbaren. Da geht nichtmal jemand von den Schwachmaten-Beamten an das Telefon!
Andersrum schon mal überlegt: -ohne alles- eine deutsche Sozialversicherungsnummer von der Rentenversicherungsanstalt in Deutschland bekommen zu wollen?
(Ich bin Deutscher und schäme mich manchmal ob meiner 'Landsleute')
Zuletzt geändert von Sweden Spy am 31. August 2018 15:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Försakringskassan

Beitragvon Ulf h » 31. August 2018 13:22

... der Nörgler hat genörgelt und Unfrieden gestiftet ... damit hat er sein Ziel erreicht ... etwas substanzielles wird da nimmer kommen ... also lassen wir den Nörgler vor sich hin nörgeln und erfreuen uns, wie gut doch das angeblich sooo schreckliche Schweden funktioniert ...

Gruss Ulf, der heute nacht wieder 500 km schwedische Strassen ausprobieren darf ...
Planung ist dazu da, dass man einen Ausgangspunkt für Änderungen hat ...
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Re: Försakringskassan

Beitragvon UJo » 8. Juli 2019 19:18

So, lieber spät als nie kommt eine Antwort. Es handelt sich nicht wie irrtümlich angenommen um Premium Skat sondern um Preliminär skatt, was immer das auch bedeutet. Und auch ich habe versucht, online die EU - KK zu beantragen, es kam jedoch der Hinweis ich solle telefonisch Kontakt aufnehmen, was ja auch geschah, und der Vorgang wie beschrieben ablief. Bis zum heutigen Tage habe ich keine Reaktion erhalten, ausser vor gut vier Monaten, dass mein Antrag geprüft wird und man sich entschuldigt das es aufgrund der erhöhten Belastung der KK noch etwas dauern kann. Ja und was Philipp sagt, dem kann ich teilweise nur zustimmen. Ich arbeite seit nunmehr zwei Jahren als Busfahrer bei, ich glaube dem größten schwedischen Unternehmen auf Basis des Mindestlohn der lt. Tarif gezahlt werden muss. Und die machen das wirklich sehr Arbeitgeber freundlich hier. Das erste Jahr fängst du auf Stundenbasis an, und du kannst ackern soviel du willst, aber wenn du einen Tag oder länger krank bist, gehst du leer aus. Genau so sah es mit Urlaub aus. Ich wollte bezahlten Urlaub haben, was jedoch nicht möglich war, da der Tarifvertrag so ausgelegt ist, dass der Arbeitgeber bestimmt. Der Urlaub wird dann einmal im Jahr ausbezahlt, natürlich mit dem Lohn zusammen was höhere Abgaben bedeutet. Nun arbeite ich auf 75% Basis, was auch ganz legal scheint, und wenn man die zwei Jahre durchhält, so heißt es, bekommt man eine Festanstellung. Und ich habe viele Kollegen, die hier schon Jahrzehnte Leben und mir immer wieder klar machen, dass Schweden ebend nicht EU ist, sondern sein eigenes Süppchen kocht, und es nichts bringt wenn man hier gegen den Strom schwimmt, oder versucht auf Missstände aufmerksam zu machen. Es wird sogar geflunkert, das es in Schweden drei große Mafia Organisieren gibt. Skatteverket, Försäkringskassan und Kommunal, eine große Gewerkschaft hier. Als ich einmal einen Vorgesetzten darauf aufmerksam machte, dass meine Ruhezeit nicht eingehalten wird, es fehlten knapp dreizig Minuten, meinte er nur "Willkommen in Schweden". Und ich möchte noch etwas zu der Gewerkschaft hinzufügen, ich habe noch nie so einen katastrophalen Verein gesehen. Und für mich steht nach wie vor fest, Schweden ist schön von der Natur her, aber für mich zu Leben eine Katastrophe.
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Re: Försakringskassan

Beitragvon milli » 9. Juli 2019 10:18

UJo hat geschrieben:So, lieber spät als nie kommt eine Antwort. Es handelt sich nicht wie irrtümlich angenommen um Premium Skat sondern um Preliminär skatt, was immer das auch bedeutet. Und auch ich habe versucht, online die EU - KK zu beantragen, es kam jedoch der Hinweis ich solle telefonisch Kontakt aufnehmen, was ja auch geschah, und der Vorgang wie beschrieben ablief. Bis zum heutigen Tage habe ich keine Reaktion erhalten, ausser vor gut vier Monaten, dass mein Antrag geprüft wird und man sich entschuldigt das es aufgrund der erhöhten Belastung der KK noch etwas dauern kann. Ja und was Philipp sagt, dem kann ich teilweise nur zustimmen. Ich arbeite seit nunmehr zwei Jahren als Busfahrer bei, ich glaube dem größten schwedischen Unternehmen auf Basis des Mindestlohn der lt. Tarif gezahlt werden muss. Und die machen das wirklich sehr Arbeitgeber freundlich hier. Das erste Jahr fängst du auf Stundenbasis an, und du kannst ackern soviel du willst, aber wenn du einen Tag oder länger krank bist, gehst du leer aus. Genau so sah es mit Urlaub aus. Ich wollte bezahlten Urlaub haben, was jedoch nicht möglich war, da der Tarifvertrag so ausgelegt ist, dass der Arbeitgeber bestimmt. Der Urlaub wird dann einmal im Jahr ausbezahlt, natürlich mit dem Lohn zusammen was höhere Abgaben bedeutet. Nun arbeite ich auf 75% Basis, was auch ganz legal scheint, und wenn man die zwei Jahre durchhält, so heißt es, bekommt man eine Festanstellung. Und ich habe viele Kollegen, die hier schon Jahrzehnte Leben und mir immer wieder klar machen, dass Schweden ebend nicht EU ist, sondern sein eigenes Süppchen kocht, und es nichts bringt wenn man hier gegen den Strom schwimmt, oder versucht auf Missstände aufmerksam zu machen. Es wird sogar geflunkert, das es in Schweden drei große Mafia Organisieren gibt. Skatteverket, Försäkringskassan und Kommunal, eine große Gewerkschaft hier. Als ich einmal einen Vorgesetzten darauf aufmerksam machte, dass meine Ruhezeit nicht eingehalten wird, es fehlten knapp dreizig Minuten, meinte er nur "Willkommen in Schweden". Und ich möchte noch etwas zu der Gewerkschaft hinzufügen, ich habe noch nie so einen katastrophalen Verein gesehen. Und für mich steht nach wie vor fest, Schweden ist schön von der Natur her, aber für mich zu Leben eine Katastrophe.


das ist einfach ausgedrückt, die diskrepanz zwischen öffentlicher wahrnehmung und realität. Überall wo bürokatie die oberhand übernommen hat, kommt es zu soclhen auswüchsen. spielt dann keine rolle in welchem land das stattfindet.

übrigens, die anmeldung bei der försäkringskassa, z.b. für die EU-KK ist für jeden der in Schweden eingewandert ist um dort dann zu arbeiten, erst nach einem jahr möglich. Und das auch nur auf schrifltichen antrag. das geht bei aller hightec-vernetzung in schweden nicht automatisch!!!!! Gilt genau so auch für schwedische staatsbürger, die nach auslandsaufenthalt zurückkommen. Wissen diese meist nicht mal selbst udn wundern sich wenn sie plötzlich doch kein geld für vab, sjukpenning usw bekommen.

Geringe Tariflöhne sind ein phänomen in schweden und weitverbreitet in den berufen die man auf unterer kommunalebene und im bereich der regionen findet. deshalb gibt es dort wohl auch sehr viel fluktuation und häufig ist das ganze nur auf zeitverträgen basierend. festanstellungen sind gerade anfangs immer die ausnahme. da unterscheidet sich nichts zu europa.
milli
 
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