Leben, Hauskauf in Mittelschweden/Nordschweden

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Beitragvon Patrick68 » 12. November 2018 13:12

Hallo und Danke für die Aufnahme.

Ich liebäugel seit Jahren mit der Auswanderung nach Schweden. Nun hab ich etwas in Mittelschweden/Medelpad gefunden was mir zusagen würde, erstmal von der Beschreibung und den Bildern. Bin aber für vieles offen, ab einer Grundstücksgröße von 5000qm.

Ich würde gerne etwas kaufen. Zu meiner Person: 50 Jahre alt und Rentner, also ich muss nicht arbeiten. Bin in Deutschland versichert....Auch den Hauskauf müsste nicht von meiner Rentner bezahlt werden. bin also finanziell ziemlich unabhängig. Jeder mit dem ich rede rät mir aber ab, da Schweden zu teuer ist, zu kompliziert, die Kriminalität zu hoch usw....

Es ist nicht das günstigste Land aber ist es wirklich so teuer? Ich möchte nach Mittelschweden oder Nordschweden und das ländlich.

Die Immobilienpreise sind ja eher, sagen wir mal günstig... Klar es muss ja winterfeste Immobilie sein und kein reines Ferienhaus.

Wozu kann man mir raten von der Gegend her? Wo sollte ich nicht hin? Erfahrungen? Also ich brauche jetzt keine deutschen Nachbarn lach...Was ich brauche ist schnelles Internet, aber da sind die Schweden sehr gut aufgestellt, habe ich schon gemerkt bei den Gesprächen mit potentiellen Hausverkäufern...die Häuser sind selbst in teilweise abgelegenen Orten an Glasfaser angeschlossen....
Etwas irritiert mich allerdings, das so wahnsinnig viel gerade in Schweden verkauft wird, Flucht?

Ok auch gegen Mieten vorerst bin ich nicht gänzlich abgeneigt, wenn es passt.

Liebe Grüße

Patrick
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Re: Leben, Hauskauf in Mittelschweden/Nordschweden

Beitragvon Herowina » 25. November 2018 21:04

Der Immobilienmarkt zeigt ziemlich genau, wo die Schweden leben (und arbeiten) wollen, und wo eben die "Abwandergebiete" liegen. Lage, Lage, Lage macht die Preise aus, und die meisten Einheimischen wollen ja eben NICHT abgelegen im Busch wohnen, wo der nächste Einkauf 30 km und die Arbeit vielleicht 100 km entfernt ist.

Das macht es praktisch und günstig für Deutsche, die die Einsamkeit suchen. Willst du denn permanent in Schweden leben, oder eher als Zweit-Domizil.

Wie gesagt: Die Einsamkeit in der Natur lockt natürlich erstmal. Aber denke an die Entfernungen, die dünne Besiedelung, die Unterschiede im Zusammenleben. Dorfgemeinschaft? Vereinsleben? Vielfach Fehlanzeige...- bzw. einfach nicht mit Deutschland zu vergleichen. Ich würde vorschlagen, du wohnst erstmal Probe wenn du nach Norden aufs Land willst :)
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Re: Leben, Hauskauf in Mittelschweden/Nordschweden

Beitragvon Ulf h » 25. November 2018 22:56

... Immobilien auf dem Lande ist eines der wenigen Sachen, die in Schweden günstig sind ... als Urlauber kann es mir fast nicht abgeschieden genug sein ... doch nach mehreren Monaten vor Ort verstehe ich, warum viele Schweden lieber an einer grösseren Strasse wohnen als im Sommer kilometerlange, sehr staubige Schotterpisten fahren oder im Winter schon mal 6 Stunden warten müssen bis der Schneepflug vorbeikommt ... auch ein Weg von mehreren Kilometern zur Mülltonne oder zum Briefkasten gefällt nicht jedem ... die sich im Rentenalter unweigerlich nach und nach einstellenden gesundheitlichen Einschränkungen sollte man unbedingt im Auge behalten ... ich bewundere diejenigen, die es rechtzeitig schaffen ihre Wohnsituation den eigenen Fähigkeiten so anzupassen, dass sie keinem (Angehörigen) zur Last fallen ...

... was ich bei meiner Einwanderung an Bürokratie erlebt habe war nicht viel anders als in Deutschland ... freilich gab es einige Situationen in denen ich erst eher mühsam herausfinden musste, was in welcher Reihenfolge wo zu bekommen ist ... einige, wenige Jahre alte Infos zu Verfahrensabläufen stimmten halt einfach nicht mehr ... jeder Kontakt zu offiziellen Stellen war sehr freundlich und fast immer vollkommen zielführend ... aber auch die Ummeldung von Wohnsitz und Fahrzeugen im wohlbekannten Deutschland kurz vorher brachte einige Überraschungen ...

... von Kriminalität merke ich in Schweden noch weniger als in Deutschland ... und schon dort war ich nicht direkt betroffen, sondern bekam Fälle nur aus Erzählungen mit ...

... lerne soweit es geht die Sprache vorweg ... man kommt zwar auch mit englich durch und es gibt Einwanderer, die auch nach etlichen Jahren kein schwedisch sprechen ... ABER nichts begeistert einen Schweden mehr, als wenn du ihn in seiner Landessprache ansprichst ... von deutsch zu schwedisch ist der Weg nicht sehr weit ... da tun sich Einwanderer aus Syrien, Palästina, Indien aber auch aus Polen, Georgien oder der Ukraine sehr viel schwerer, wie ich nun fast täglich im Sprachkurs mitbekomme ...

Gruss Ulf
Planung ist dazu da, dass man einen Ausgangspunkt für Änderungen hat ...
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Re: Leben, Hauskauf in Mittelschweden/Nordschweden

Beitragvon Johanna » 12. Januar 2019 10:34

Hallo Patrik, dein Beitrag ist ja schon etwas her aber ich möchte meine Erfahrungen teilen.

Lass dir nichts einreden. Du entscheidest was du willst und wer sagt, dass du nicht nach einem Schwedenabenteuer wieder zurück kannst, wenn es dir nach einiger Zeit zu öde, teuer etc. ist.
Mir hat man auch immer abgeraten und nun wo ich meinen Traum erfüllt habe möchte ich diesen nicht mehr missen.
Ich wollte ein Haus in Alleinlage haben, was anderes kam für mich nicht in Frage. Durch eine Fügung hat es mich doch am Rand eines kleinen Dorfes geführt und nun bin ich sehr froh, dass ich nicht 20 km zum Nachbarn fahren muss. Aber das ist meine Erfahrung.
Es ist schön, wenn man sich austauschen kann und ab und zu jemand zum Kaffee vorbeikommt. Grade wenn man alleine auswandert.

Die Schweden sind ein sehr soziales Volk und mega hilfsbereit. Man ist ja auch auf einander "angewiesen" wenn man in der Botanik wohnt.
Kompliziert? Nicht mehr als Deutschland ;-) Ja es gibt auch in Schweden für alles Regeln und Gesetze aber wenn man diese Hürden überwunden hat lebt es sich sehr gut. Und für diese Hürden ist es nett, wenn an jemanden in der Nähe kennt und man mit dem Nachbarn mal in die Stadt fahren kann um es zu regeln. Vieles kann man aber auch online machen.

Fieberglas/Breitband gibt es fast überall am Haus nur die Verlegung ins Haus (wenn es noch nicht angeschlossen ist) kostet einmalig (bei mir auf der Ecke) 2000€ und natürlich die monatliche Gebühr.

Lebensmittel sind in Schweden etwas teurer und je höher man in Schweden kommt sowieso. Dafür kauft man nicht so viel ein, wenn man 1 Std zum Supermarkt fahren muss ;-) weil man es nur 1xWoche macht.

Über die Kriminalität schimpft jeder Schwede. Es mag auch sein, dass die Rate in den Städten sehr gestiegen ist, sollte man aber in Mittel/Nordschweden nicht merken. Und sie ist natürlich weitaus geringer als in Deutschland!!!

Ja es werden viele Häuser in Schweden verkauft. Da aber viele Familien ein Sommerhaus in der Vergangenheit hatten, gibt es auch viele Häuser. Viele Schweden zieht es in die Nähe der Städte (Arbeit/Schule) und somit werden die Häuser auf dem Land frei.

Als Fazit: Anschluss sollte man haben - immer alleine Kaffee zu trinken ist langweilig. Mit Englisch kommt man bei Behörden und sonstigen Institutionen sehr weit. Internet ist kein Problem und ist (für mich) ein Muss damit man etwas mitbekommt und im Kontakt bleibt. Mit der Kettensäge umgehen zu können ist wichtig, sonst kommt man im Winter manchmal nicht von A nach B. Winterreifen mit Spikes sind auch mega wichtig. Schweden ist teurer aber manche Sachen sind wiederum günstiger (Wasser/Strom/Häuser/Holz...) also gleicht es sich aus.

Viel Glück mit deinem Vorhaben :-) Johanna
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Re: Leben, Hauskauf in Mittelschweden/Nordschweden

Beitragvon Faxälva » 12. Januar 2019 15:33

Hej,
schön, daß ihr alle noch nicht mit Kriminalität in Berührung gekommen seid, aber sie gibt es....selbst in den abgelegensten Gebieten. Ich wohne seid 18 Jahren in Västernorrland, in Västra..... vilda västra wie die Einheimischen sagen. Diebstähle sind an der Tagesordnung, wobei die Schweden sehr sorglos mit ihrem teuren Eigentum umgehen. Schneescooter, Quads und Rasenmäher werden da gerne Beute, wohl meistens von organisierten Gruppen aus dem Ausland wie die Polizei vermutet. Ein großes Problem sind hier die vielen Dieseldiebstähle bei Bau- und Waldmaschinen. Bei mir in der Komune sind es gerade teure Extrabeleuchtung an den Autos, die im Fokus stehen, von meinen 22 Arbeitskollegen sind 6 betroffen. Abglegene Häuser werden schon auch mal völlig leergeräumt. ...den Rat den man bekommt ist, die Häuser bewohnt aussehen zu lassen und den Nachbarn vorbei zu schicken, wenn man länger verreist ist. ....ein anderes Problem hier in der Pampa ist die große Alkoholabhängigkeit, ich arbeite im Ambulanten Dienst und bin damit täglich konfrontiert.... auch Drogen sind überall zu bekommen.... bis zur nächsten bemannten Polizeistation sind es 70 km, nachts und an Feiertag 160.....und bei Diebstahl rücken die nicht aus...aber Drogen haben auch ihr Gutes, da läßt sich die Polizei öfter mal sehen..... wenn man sein Haus nicht allzu teuer aufrüstet und teure Kleinfahrzeuge nicht so exponiert, hat man im Großen und Ganzen Ruhe.... Facebook ist hier das Informationmittel um unbekannte Autos und auffällige Personen von Dorf zu Dorf weiterzumelden ...also hat es hier Vorteile wenn man ”med” ist....bei FB und in der Dorfgemeinschaft....

....viel Glück bei deinem Vorhaben...
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Re: Leben, Hauskauf in Mittelschweden/Nordschweden

Beitragvon milli » 12. Januar 2019 17:42

Freunde, die Südschweden in Smaland wohnen, haben ähnliches schon berichtet. Bei denen wurde in den letzten 5 jahrren zweimal eingebrochen, einmal ins Wohnhaus ---- grosser Schaden. Einmal ins Stallgebäude und Garage. Polizei hat sich nicht drum gekümmert anscheinend. Sehr verbreitet ist wohl auch der Klau von diesel aus Maschinen und LKW. Sie fahren jetzt immer mit Benzinfässern zur Arbeit in den Wald und zum Feierabend wird die Maschine im Wald dieselleer gepumpt und mit den Fässern auf dem Hänger nach hause gefahren. Kleinere Maschinen werden auch nicht mehr alleine im Wald gelassen.

Auf jeden Fall gibt es weniger Schiessereien auf dem Land als in Grossstädten. Gerade heute soll es in Borlänge wieder einen Toten durch eine Schiesserei gegegben haben. Das kommt auf dem Land nicht vor. Drogen und Alkohol scheint auch ein Problem zu sein, jedenfalls ähnlich wie im Rest von Europa. Dafür gitb es superschöne Natur, vorbildliche soziale Fürsorge und Gesundheitssystem.
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Re: Leben, Hauskauf in Mittelschweden/Nordschweden

Beitragvon Ekbacken » 12. Januar 2019 18:58

Hej milli,

ja so sieht es in Schweden im Moment aus.Noch keine Regierung, sie streiten
weiter, wer an die Macht kommen soll.
Nur mit etwas liegst du nicht richtig. Das Gesundheitswesen ist total am Ende.
Ein Termin bei Vårdcentralen bekommt man nicht, da läuft ein Band egal wann
man anruft:: ruf später an, im Moment ist eine lange Warteschlange.
So sieht es jedenfalls hier bei uns aus. Ärzte gibt es kaum und sie muessen
Leihärzte nehmen, die bedeutend mehr Geld kosten und oft nur fuer 4 Wochen.

Gruss Bessy
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Re: Leben, Hauskauf in Mittelschweden/Nordschweden

Beitragvon milli » 12. Januar 2019 22:38

".......sieht es jedenfalls hier bei uns aus. Ärzte gibt es kaum und sie muessen
Leihärzte nehmen, die bedeutend mehr Geld kosten und oft nur fuer 4 Wochen........"

Leihärzte?, wo bekommt man die denn her? Kommen die vom Krankenhaus dann für 4 Wochen?
Oder aus einer grossen Praxis um auszuhelfen?
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Re: Leben, Hauskauf in Mittelschweden/Nordschweden

Beitragvon Faxälva » 13. Januar 2019 00:12

...ich glaube das deutsche Pendant für bemanningsföretag ist Leiharbeitsfirma. Die bezahlen besser und bieten bessere Arbeitsbedingungen.
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Re: Leben, Hauskauf in Mittelschweden/Nordschweden

Beitragvon Ekbacken » 13. Januar 2019 09:29

...ich glaube auch du hast den richtigen Punkt getroffen.
Die schreiben nichts mehr im Arztjournal. Frueher konnte ich
immer etwas in dem Journal von meinem Mann lesen,
aber seit Wochen ist es leer.
Aber trotzdem finde ich es immer noch gut hier zu leben,
werde nicht mehr nach Deutschland zurueckkehren.
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Re: Leben, Hauskauf in Mittelschweden/Nordschweden

Beitragvon EleanorLamb » 14. Januar 2019 09:18

Kann da Johanna eigentlich nur zustimmen. Lebe ungefähr in der selben Lage (wohne jedoch in einer Mietwohnung am Rande einer Kleinstadt) und das mit dem Internet und allem stimmt mit meinen Erfahrungen überein, das interessiert glaube eher jüngere aber was Internet angeht ist Schweden um einiges voraus, während das in Deutschland noch auf einem alten Stand ist und dort als "sehr gut" verkauft wird.

Das mit der Kriminalität kommt stark darauf an, wo man hinzieht. In meinem Ort und Umgebung ist kaum was los und es gibt keine Probleme, diese Kriminalität fängt dann erst in der nächsten Großstadt an. Was das Gesundheitssystem angeht, hat Deutschland besser gehandelt. Das ist in Schweden durchaus stark überlastet. Da hätte man manches anders machen sollen, nicht nur im Gesundheitsbereich, denn es schadet auch denen die Hilfe suchen.
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Re: Leben, Hauskauf in Mittelschweden/Nordschweden

Beitragvon milli » 14. Januar 2019 18:01

EleanorLamb hat geschrieben:Das mit der Kriminalität kommt stark darauf an, wo man hinzieht. In meinem Ort und Umgebung ist kaum was los und es gibt keine Probleme, diese Kriminalität fängt dann erst in der nächsten Großstadt an. Was das Gesundheitssystem angeht, hat Deutschland besser gehandelt. Das ist in Schweden durchaus stark überlastet. Da hätte man manches anders machen sollen, nicht nur im Gesundheitsbereich, denn es schadet auch denen die Hilfe suchen.


wie meinst du das mit dem Gesundheitssystem? und vor allem wem schadet es wenn er Hilfe sucht?

Das land ist doch bekannt für umfassenden Schutz und Fürsorge. Unser glorreicher Gesundheitsminister hat gesagt er möchte die deutschen Ärzte aus dem Ausland wieder zurückholen. Gibts sowas auch in Schweden?
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Re: Leben, Hauskauf in Mittelschweden/Nordschweden

Beitragvon Ulf h » 14. Januar 2019 18:13

... das schwedische Gesundheitswesen hat einen Ruf wie Donnerhall ... doch wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, trägt sie an der falschen Stelle ... zum Glück musste ich das Gesundheitswesen in Schweden noch nicht selbst ausprobieren, aber etliche, die dort arbeiten beklagen sich über rapide verschlechterte Zustände ...

... wer dort Hilfe sucht, wird demnach eher Schaden erleiden ...

... kein Ahnung, ob es Pläne gibt schwedische Ärzte aus Norwegen zurück zu holen ... gegen die von mir selbst mehrfach erlebte Abwanderung deutschen Gesundheitspersonals in die Schweiz ist wohl noch kein Kraut gewachsen ... dazu sind die Verdienstmöglichkeiten im jeweiligen Ausland einfach zuuuu attraktiv ...

Gruss Ulf
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Re: Leben, Hauskauf in Mittelschweden/Nordschweden

Beitragvon EleanorLamb » 15. Januar 2019 13:12

milli hat geschrieben:
wie meinst du das mit dem Gesundheitssystem? und vor allem wem schadet es wenn er Hilfe sucht?

Das land ist doch bekannt für umfassenden Schutz und Fürsorge. Unser glorreicher Gesundheitsminister hat gesagt er möchte die deutschen Ärzte aus dem Ausland wieder zurückholen. Gibts sowas auch in Schweden?



Das Gesundheitssystem ist im Grunde gut, es ist aber stark überlastet und es fehlen Arbeitskräfte bzw. mehr Mittel, ich glaube die meisten Bewohner wollen einfach, dass mehr reingesteckt und es ausgebaut wird. Es gibt viele die sich beschweren, da die Wartezeiten immens gestiegen sind. Natürlich warten wir hier auch bei Fachärzten auf Termine, aber das ist dort noch mal anders, habe auch schon über schlechte Behandlungen beklagen hören aber das sind immer eigene Erfahrungen mit unterschiedlichen Ärzten, wie es sie auch in Deutschland gibt, der eine kommt mit dem Arzt aus, der andere nicht.
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Re: Leben, Hauskauf in Mittelschweden/Nordschweden

Beitragvon Lussekatter » 16. Januar 2019 15:45

Ulf h hat geschrieben:... Immobilien auf dem Lande ist eines der wenigen Sachen, die in Schweden günstig sind ... als Urlauber kann es mir fast nicht abgeschieden genug sein ... doch nach mehreren Monaten vor Ort verstehe ich, warum viele Schweden lieber an einer grösseren Strasse wohnen als im Sommer kilometerlange, sehr staubige Schotterpisten fahren oder im Winter schon mal 6 Stunden warten müssen bis der Schneepflug vorbeikommt was du alles weisst,wohnst im süden fast in Dund willst über alles bescheid wissen,wir wohnen im norden inur ein paar häuser und komisch bei uns kommt schon um 4 uhr früh der schneepflug.aber du alles grosser experte in diesem forum weisst ja wirklich alles. ... auch ein Weg von mehreren Kilometern zur Mülltonne oder zum Briefkasten gefällt nicht jedem (so ein quatsch was du schreibst,man kann den brief inseinen kasten stecken,hängt das plastikschildchen der post dran und der postbote nimmt die post mit.(wo lebst du man blos,auf robinson seiner insel ???) ... die sich im Rentenalter unweigerlich nach und nach einstellenden gesundheitlichen Einschränkungen sollte man unbedingt im Auge behalten ... ich bewundere diejenigen, die es rechtzeitig schaffen ihre Wohnsituation den eigenen Fähigkeiten so anzupassen, dass sie keinem (Angehörigen) zur Last fallen ...

... was ich bei meiner Einwanderung an Bürokratie erlebt habe war nicht viel anders als in Deutschland ... freilich gab es einige Situationen in denen ich erst eher mühsam herausfinden musste, was in welcher Reihenfolge wo zu bekommen ist ... einige, wenige Jahre alte Infos zu Verfahrensabläufen stimmten halt einfach nicht mehr ... jeder Kontakt zu offiziellen Stellen war sehr freundlich und fast immer vollkommen zielführend ... aber auch die Ummeldung von Wohnsitz und Fahrzeugen im wohlbekannten Deutschland kurz vorher brachte einige Überraschungen ...


... von Kriminalität merke ich in Schweden noch weniger als in Deutschland ... und schon dort war ich nicht direkt betroffen, sondern bekam Fälle nur aus Erzählungen mit ... aha ich hab da mal was gehört.

... lerne soweit es geht die Sprache vorweg ... man kommt zwar auch mit englich durch und es gibt Einwanderer, die auch nach etlichen Jahren kein schwedisch sprechen ... ABER nichts begeistert einen Schweden mehr, als wenn du ihn in seiner Landessprache ansprichst ... von deutsch zu schwedisch ist der Weg nicht sehr weit ... da tun sich Einwanderer aus Syrien, Palästina, Indien aber auch aus Polen, Georgien oder der Ukraine sehr viel schwerer, wie ich nun fast täglich im Sprachkurs mitbekomme ...

Gruss Ulf
Ordnung ist das halbe Leben,aber ich lebe in der anderen Hälfte :smiling:
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