Was tut ihr um euch zu integrieren

Was tut ihr um euch zu integrieren

Beitragvon halvar-von-flake » 6. April 2012 22:55

Dieses Thema wird häufig angesprochen.
Ich habe festgestellt das mittlerweile viele Schweden verzweifelt das Dorfleben verlassen da sie dort keinen Anschluss finden.
Wenn es um Integration geht so stelle ich fest das gerade die alten Forenhasen Masstäbe setzen die kaum zu erfuellen sind.

(Hier werden z.T Anforderungen gestellt die lebensfremd sind)
Mein ehemaliger Nachbar in De war Däne, der war wirklich intigriert und sah sein dänisches tv, hatte seinen dänischen Arzt etc.

Der Normale Auswanderer in Se sucht sich ein typisches schwedisches Heim.
Rot, auf dem Lande und in Harmonie mit der Natur.
Er oder Sie angelt ,sammelt Pilze etc.
Aber; wenn diese Person auswandert hat sie plötzlich ein Problem:

Sie erwartet in ihrer Umgebung anerkannt zu werden.
(Es spielt ueberhaupt keine Rolle ob ihr aus Se oder De kommt)
Und diese Person stellt fest das nach anfänglicher Neugier keiner auch nur das geringste Interresse an ihr hat.

Ihr fangt an Nachbarn einzuladen.
Die kommen auch aber das wars.
Ihr fragt euch nach 25 versuchen was mache ich falsch.


Ich sag euch was:
Ihr macht nichts falsch.
Denn die Schweden haben das gleiche Problem.
Es ist in den, fuer uns attraktiven Lagen(Bullerby) extrem schwer tiefergehende Kontakte zu Menschen aufzubauen.
Die Schweden selbst haben es extrem schwer in den Dörfern Fuss zu fassen.

Ich habe eine Schwedin kennengelernt die in -meinem- Dorf acht lange Jahre gelebt hat und dieses verzweifelt verlassen hat
da sie dort keinen Anschluss fand.
Aber dieses Problem ist auch regionaler Natur.
20 km von eurem Wohnort kann es sein das ihr mit offenen Armen empfangen werdet.


Wie dem auch sei.
Wenn ihr Arzt aus De seit so werdet ihr niemals Probleme haben da alle euch lieben.
Seit ihr Otto Normalverbraucher so werdet ihr wenn ihr in der falschen Region ansässig seit niemals anerkannt werden.
Selbst wenn ihr soviel Absolut sauft dass eure Haut gelb wird und ihr eure Haare blau färbt.

Eines ist seltsam:
Wir hatten in unserem Dorf letztes Jahr eine richtige Kneipe, die leider geschlossen wurde.(werden musste)
Dort war alles ganz anders, viele waren dort und sind richtig aufgelebt, es war ein richtiger Treffplatz.
Leider war der Besitzer nicht richtig seriös und dieser Mittelpunkt verschwand.
Also wenn ihr die möglichkeit habt so eröffnet einen pub.
Das wird sofort angenommen und sorgt fuer soziale Kontakte.
Die grössten Kritiker der Elche waren selber welche!
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Re: Was tut ihr um euch zu integrieren

Beitragvon Yvonne » 7. April 2012 07:58

also wir können uns nicht beschweren in unserem Dorf.
Hier werden die verschiedensten aktivitäten gemacht. Es gibt kaum ein Wochenende wo nicht irgendwas statt findet.
Ausserdem muss man doch selbst auch auf die Leute zu gehen wenn man Kontakt haben möchte.
Man sitzt hier in Schweden nicht so regelmäßig mit Freunden und Bekannten zusammen wie man es auch deutschland kennt. Aber das ist auch ok so. Für uns auf jeden Fall. Wir haben einige Bekannte und Freunde hier und treffen uns auch so weit es geht regelmäßig mit ihnen. Selbst zu schweden aus dem Dorf sind wir schon eingeladen gewesen. Es kommt auch immer drauf an in welcher Region man lebt und wie man selber ist mit dem Kontakt suchen.
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Re: Was tut ihr um euch zu integrieren

Beitragvon Luna » 7. April 2012 08:20

ich bin mit dem Kontakte knüpfen nur ein einziges Mal gescheitert. Meine Freundin und ich meldeten uns, gemeinsam mit
ihrem Ehemann, an. Während der Ehemann von der Männersparte sofort freundlich aufgenommen wurde hatten es meine Freundin und ich sehr schwer. Trotz sehr guter Sprachkenntnisse ( zumindestens die meiner Freundin) waren die Frauen äußerst reserviert, so etwas war uns noch nie passiert! Als wir einmal am Strand auf eine Gruppe joggender Schwedinnen trafen war eine sehr freundlich, sprach uns an ( ihr seid doch nie Neuen, nicht war? ) wurde dann aber von den anderen deutlich weggezogen.

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Re: Was tut ihr um euch zu integrieren

Beitragvon Framsidan » 7. April 2012 11:06

halvar-von-flake hat geschrieben:Dieses Thema wird häufig angesprochen.
Ich habe festgestellt das mittlerweile viele Schweden verzweifelt das Dorfleben verlassen da sie dort keinen Anschluss finden.
Wenn es um Integration geht so stelle ich fest das gerade die alten Forenhasen Masstäbe setzen die kaum zu erfuellen sind.

Wo triffst du die "vielen" Schweden die ihr Dorfleben verlassen? Schon mal daran gedacht dass sie Arbeit woanders suchen oder die Grossstadt lockt?
Welche Masstäbe sind nicht zu erfüllen?

(Hier werden z.T Anforderungen gestellt die lebensfremd sind)
Mein ehemaliger Nachbar in De war Däne, der war wirklich intigriert und sah sein dänisches tv, hatte seinen dänischen Arzt etc.

Halvar wenn du nie eine schwedische Tageszeitung liest, nie ein schwedischen TV schaust oder Radio hörst wie willst du dann wissen was so passiert hier im Lande? Wie willst du dich mit deinen Arbeitskollegen, Nachbarn, Bekannten usw unterhalten wenn man von nichts Ahnung hat? Ich glaube nämlich nicht dara<n dass es mir im schlaf eingegeben wird. ;)


Der Normale Auswanderer in Se sucht sich ein typisches schwedisches Heim.
Rot, auf dem Lande und in Harmonie mit der Natur.
Er oder Sie angelt ,sammelt Pilze etc.
Aber; wenn diese Person auswandert hat sie plötzlich ein Problem:

Sie erwartet in ihrer Umgebung anerkannt zu werden.
(Es spielt ueberhaupt keine Rolle ob ihr aus Se oder De kommt)
Und diese Person stellt fest das nach anfänglicher Neugier keiner auch nur das geringste Interresse an ihr hat.

Du schreibst, sie erwartet.... Was tut sie selbst dazu?

Ihr fangt an Nachbarn einzuladen.
Die kommen auch aber das wars.
Ihr fragt euch nach 25 versuchen was mache ich falsch.


Ich sag euch was:
Ihr macht nichts falsch.
Denn die Schweden haben das gleiche Problem.
Es ist in den, fuer uns attraktiven Lagen(Bullerby) extrem schwer tiefergehende Kontakte zu Menschen aufzubauen.
Die Schweden selbst haben es extrem schwer in den Dörfern Fuss zu fassen.

Ich habe eine Schwedin kennengelernt die in -meinem- Dorf acht lange Jahre gelebt hat und dieses verzweifelt verlassen hat
da sie dort keinen Anschluss fand.
Aber dieses Problem ist auch regionaler Natur.
20 km von eurem Wohnort kann es sein das ihr mit offenen Armen empfangen werdet.

Halvar es gibt immer Leute die sich nirgendwo einfügen können. Die gibts überall. Und genau so schwer wie es in D ist in ein Dorf zu ziehen, so dauert es auch hier


Wie dem auch sei.
Wenn ihr Arzt aus De seit so werdet ihr niemals Probleme haben da alle euch lieben.
Seit ihr Otto Normalverbraucher so werdet ihr wenn ihr in der falschen Region ansässig seit niemals anerkannt werden.
Selbst wenn ihr soviel Absolut sauft dass eure Haut gelb wird und ihr eure Haare blau färbt.

Findest du dass "saufen" der richtige Weg ist um sich zu integrieren? Im Gegenteil würd ich sagen.

Eines ist seltsam:
Wir hatten in unserem Dorf letztes Jahr eine richtige Kneipe, die leider geschlossen wurde.(werden musste)
Dort war alles ganz anders, viele waren dort und sind richtig aufgelebt, es war ein richtiger Treffplatz.

Aber überlege mal wenn du in so einer Kneipe triffst. Das sind die, die man in Bayern "Bierdimpfl" nennt. Willst du die als Freunde? Ich nicht. Wir haben hier auch ein kleines Pub und auch gut besucht. Wenn man mal zum essen hingeht, OK aber mich abends da zu den Bierdimpfln zu setzen, nein danke
Leider war der Besitzer nicht richtig seriös und dieser Mittelpunkt verschwand.
Also wenn ihr die möglichkeit habt so eröffnet einen pub.
Das wird sofort angenommen und sorgt fuer soziale Kontakte.


Man muss halt einsehen dass in keinem Land jemand dasteht der zum Einwanderer sagt, schön dass du endlich da bist, auf dich haben wir schon lange gewartet. Du als Einwanderer musst den ersten Schritt tun.

Ich habe meine Arbeitskollegen genommen wie sie waren, auch meinen Arbeitsplatz. Ich kann da nicht kommen und glauben dass ich das alles besser kann.

Ich rede mit allen Nachbarn, schon immer getan. Ich ging auch aus da ich leidenschaftlich gerne tanzte (aber nüchtern). War nicht einfach beim ersten Male aber es ging.

Ich habe von Anfang an das tägliche Geschehen und Leben hier im Lande mitverfolgt, man will ja mitreden können. Und im täglichem Leben lernt man die Sprache erst richtig.

Was hilft alles Grammatik pauken wenn man die Sprache nicht anwendet. Man kann mit allen Leute hier reden.

Eigentlich könnte man über dieses Thema einen ganzen Roman schreiben aber Ich muss jetzt so langsam mit Påskaftonens middag anfangen ;)

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Re: Was tut ihr um euch zu integrieren

Beitragvon kübel » 7. April 2012 18:23

Danke Framsidan , es ist genauso wie Du es beschreibst !!! So und nicht anders !
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Re: Was tut ihr um euch zu integrieren

Beitragvon halvar-von-flake » 7. April 2012 20:26

Es geht mir darum das dies kein speziefisches Auswandererproblem ist sondern auch viele Schweden betrifft.
Unter anderem ist hierfuer sicher auch folgendes erwähnenswert;
Es sterben hier ganze Dörfer aus aufgrund der Landflucht.
Dorfmittelpunkte seien es Kneipen oder Vereine verschwinden.
Diejenigen die die sozialen Sammelpunkte unterstuetzt haben geben auf.
Junge Schweden wandern ab da sie auf dem Lande keine Arbeit mehr finden.

Ob Auswanderer oder Schwede, es ist in VIELEN aber natuerlich nicht allen Gemeinden sehr schwer Kontakte zu knuepfen.

PS.
Framsidan: Nicht alle Kneipenbesucher sind Bierpimpfe.
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Re: Was tut ihr um euch zu integrieren

Beitragvon marlenchen » 7. April 2012 21:17

Halvar!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Nicht Bierpimpfe
Es muss heissen Bierdimpfl.
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Re: Was tut ihr um euch zu integrieren

Beitragvon halvar-von-flake » 7. April 2012 21:21

Was sind denn diese Bierdingensbummens eigentlich??????
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Re: Was tut ihr um euch zu integrieren

Beitragvon marlenchen » 7. April 2012 21:24

Saufnasen
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Re: Was tut ihr um euch zu integrieren

Beitragvon goteborgcity » 7. April 2012 21:25

Hej,

es ist doch ziemlich sinnlos hierauf einzugehen, selbst wenn das Thema interessant sein könnte. Wenn man die Ansammlung an Argumenten im ersten Beitrag liest, so bekommt man unmittelbar das Gefühl, dass halvar seine eigenen probleme der Integration hinter den angesammelten Argumenten verstecken will. Etwas mehr Erhlichkeit und Offenheit würden wohl ihm und dem Thema mehr helfen.

Integration heisst schliesslich nicht die Probleme bei anderen zu suchen, sondern bei sich selbst zu beginnen. Aber vielleicht drückt sich halvar auch nur nicht verständlich genug aus und meint eigentlich ein konkretes Problem, das man sicher nicht in der Kneipe suchen sollte.

Viele Grüsse und Frohe Ostern

Herbert
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Re: Was tut ihr um euch zu integrieren

Beitragvon marlenchen » 7. April 2012 21:26

Das bedeutet das jeder der eine Kneipe besucht eine Saufnase ist.
Na das sollte Framsidan mal min Bayern posten.
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Re: Was tut ihr um euch zu integrieren

Beitragvon marlenchen » 7. April 2012 21:34

Also duerften wir summasumarum mindestens 2 Milliarden Saufnasen auf unserem Planeten haben.
Denn in jedem Land der Erde gibt es Kneipen.
So.
Zuletzt geändert von marlenchen am 16. April 2012 17:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was tut ihr um euch zu integrieren

Beitragvon halvar-von-flake » 7. April 2012 21:52

Hallo Göteborgcity

Ja ich gebe zu ich gehe gern in Kneipen.
Du als multinationaler Wandergeselle, solltest wissen das tatsächlich Kneipenbesuche die bilateralen Kommunikationsversuche zerstrittener Kontrahenten
oftmals besser therapieren als zb bilatherale Gespräche deren Erfolg als äusserst zweifelhaft sind.
Im Rahmen der integration der zu assymilierenden Auslaender halte ich einer Assymilation entgegen das hierbei die Integration des zu intigrierenden Objektes:Sprich Auswanderer höchst zweifehaft sein kann, da durch assymilation nationaltypischer Charakter rudimentäre Entwicklungsphasen aufweisen kann, die nachhaltig und unwiederbringlich zerstoert werden.
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Re: Was tut ihr um euch zu integrieren

Beitragvon marlenchen » 7. April 2012 21:55

Halvar

Hast du etwas getrunken?????
Ich meine gerade??????
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Re: Was tut ihr um euch zu integrieren

Beitragvon goteborgcity » 7. April 2012 21:59

Hej marlenchen,

es hängt einfach von der Kultur ab und in Schweden haben Kneipen mit Sicherheit nicht die gleiche Rolle wie in anderen Ländern. Während man in Berlin, Hamburg oder München auch als Student in die Kneipe geht, so feiert man in Schweden erst nach dem Vorfeste in einer Kneipe und hat dann gar nicht erst das Ziel über wichtige Dinge zu reden.

Und sonst geht man eben hin und wieder zur Abspannunge unter Kollegen und nach der Arbeit gemeinsam ein Bier oder ein Glas Wein trinken, und hier könnte man sogar einen Schritt zur Integaration leisten ... wenn man erst einmal die schwedische Mentalität kapiert hat.

Viele Grüsse

Herbert
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