Karolinska Krankenhaus

Re: Karolinska Krankenhaus

Beitragvon Bessy » 6. Juni 2018 19:20

Hej,

das liest sich ja so gut, wenn es nur richtig wäre.

Gruß Bessy
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Re: Karolinska Krankenhaus

Beitragvon milli » 26. April 2019 16:35

konnte heute lesen, dass das karolinska krankenhaus krankenschwestern kündigt, weil die nicht den neuen abreitsvertrag unterschreiben wollen, der ihnen vor allem weniger geld und andere arbeitszeiten vorschreibt. Als begründung wird arbeitsmangel angegeben. gelchzeitig sind Abteilungen im krankenhaus wegen schwesternmangel geschlossen. wie geht das denn?

assistensärzte machen den pflegejob der schwestern bereits. und für die sommerferien werden bis zu 9000 euro/monat bezahlt wenn krnakenschwester nur übern sommer arbeitet, weil da wohl alle im urlaub sind.
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Re: Karolinska Krankenhaus

Beitragvon milli » 29. April 2019 13:59

das mit den 9000 euro im monat wird wohl nichts. Heute wird bekannt, Einstellungsstopp im Karolinska Krnakenhaus ab 1.Mai.

Es sind 600 Betten nicht belegbar, weil kein Personal da ist. Das Personal(Krankenschwestern) soll ab 1.Mai 6000Kronen weniger im Monat verdienen. Die Hälfte der Schwestern z.b. in der Akut/-intensivabteilungen haben gekündigt. Aber Einstellungsstopp.
Die Verwaltungsposten und Chefposten wurden im letzten Jahr um 30% vergrößert.

Das weltbeste krankenhaus hat anscheinend einige Porbleme.
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Re: Karolinska Krankenhaus

Beitragvon milli » 14. Mai 2019 12:33

das Fernsehen meldet heute, dass der Einstellungsstopp nicht ausreicht. Jetzt werden 550 Leute entlassen, um das Defizit von 1,5 Milliarden Kronen für dieses jahr zu verkleinern.
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Re: Karolinska Krankenhaus

Beitragvon Lukä » 14. Mai 2019 22:02

Der Nachteil eines steuerfinanzierten Gesundheitssystems ist dass Politiker ueber dieses bestimmen. Ich warte eigentlich jeden Tag auf den grossen Knall. Die Frage ist nicht ob, sondern wann. Nach einigen Jahren in Schweden muss ich zugeben, dass ich davon nichts geahnt habe, obwohl ich vom Fach bin.
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Re: Karolinska Krankenhaus

Beitragvon milli » 24. Mai 2019 15:29

Lukä hat geschrieben:Der Nachteil eines steuerfinanzierten Gesundheitssystems ist dass Politiker ueber dieses bestimmen. Ich warte eigentlich jeden Tag auf den grossen Knall. Die Frage ist nicht ob, sondern wann. Nach einigen Jahren in Schweden muss ich zugeben, dass ich davon nichts geahnt habe, obwohl ich vom Fach bin.



wenn Politiker sich mit Neubauten ein Denkmal setzen können, dann kommt sowas bei raus. Wenn dann auch noch kluge amerikanische Berater die Optimierung der Medizin vorantreiben, dann kann es schonmal passieren, dass zwischen dem Kreissaal und der Neonatalabteilung 900 Meter Unterführung sind. Muss für die Frühgeborenen ein Schockerlebnis sein, als erstes einen 900 Meter langen Tiunnel durchs Krnakenhaus geschoben zu werden. Scheint aber keine grösseren Proteste dagegen zu geben im Lande. man zahlt gerne seine Steuern anscheinend.
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Re: Karolinska Krankenhaus

Beitragvon milli » 27. Mai 2019 10:04

da man im neuen Organisationssystem die klassischen medizinischen Einteilungen abgeschafft hat, werden nun Kinder, frauen zusammengelegt und nur noch nach Diagnose zusammenbehandelt. Ein klassisches Kinderkrnakenhaus ist abgeschafft. Als Beispiel: Blinddarmentzündung spielt keine Rolle ob Patient Kind oder Frau ist. Die Diagnose entscheidet.

1700 Kinder in der Warteschlange auf eine Operation. 550 Leute entlassen wegen finanzieller Probleme. 10 von 28 Betten für Kinderchirurgie zur Verfügung stehend, da kein Personal vrohanden. Und die Sommerpause Mittsommer bis Mitte August steht vor der Tür.
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Re: Karolinska Krankenhaus

Beitragvon milli » 2. Juni 2019 12:23

ein anderes Problem, welches man lange versucht hat zu unterdrücken, sind die Vorwürfe mehrerer jüdischer Ärzte des Antisemitismus am Krankenhaus durch einige Professoren und Oberärzte. Eine erste eigene interne Untersuchung hat ergeben: es gibt keinen Antisemitismus. Erst als sich das SimonWiesenthal Zentrum aus den USA eingeschaltet hat, wird reagiert. Aftonbladet und DagensNyheter berichten heute, dass einem der jüdischen Ärzte für die Rücknahme seiner Anschuldigungen, Geld für sein Schweigen von seiten des Krankenhauses geboten wurde. Das Krnakenhaus selbst sieht sich nicht in der Lage sich dazu zu äußern.
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Re: Karolinska Krankenhaus

Beitragvon milli » 4. Juni 2019 16:21

heute erfährt die Öffentlichkeit, dass nach 6 jahren Entwicklung und mindestens 190 millionen Entwicklungskosten, das neue IT-System im Krankenhaus geschrottet wird. Es ist zu kompliziert die Umstellung der Organisation und Patientendaten (die ja auch der Industrie zugute kommen sollten) auf das neue värdebaserad system zu implizieren. Nach in diesem jahr 550 entlassenen Krankenhausmitarbeitern, 1,5 Milliarden Defizit dieses Jahr, neuerliche Kosten für den Neuaufbau eines IT-Systems, von dem keienr weiss, ob man jetzt nciht wieder ein System nach alten Klinkeinteilungen benötigt oder doch nochmals ein Versuch mit dem neuen Organi-system der Boston Consulting Group.

Vom Patienten spricht bemerkenswert keiner in dieser Entwicklung, ausser, dass es mittlerweile als Erwiesen gilt, dass mehrfacherkrankte mit unterschiedlichen Diagnosen belegte Patienten im neuen System zu den Verlierern gehören. So weit ist man schon mal gekommen.
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Re: Karolinska Krankenhaus

Beitragvon Grizzly2 » 4. Juni 2019 16:52

Ich hatte noch nicht das Vergnügen in Schweden krank zu werden. Aber wenn ich das lese und mit den Rückmeldungen unserer Patient/inn/en in Hamburg/angrenzendes Schleswig-Holstein vergleiche, geben sich beide Systeme nicht viel.

Wartezeiten in Notaufnahmen von mehr als sechs Stunden gibt's zB im Heidberg -Krankenhaus (Asklepios Konzern) auch, ebenso Facharzt-Wartezeiten von 6-9 Monaten. Es sei denn, ich rufe als Hausarzt den Kollegen an (wobei ich mir im Lauf der letzten 28 Jahre ein umfangreiches Geheim-und-Mobilnummern-Verzeichnis angelegt habe) und erklär ihm, warum das dringend ist, dann kann es auch ganz schnell gehen.
Das heisst, man braucht einen Doc oder eine Krankenschwester (die dürfen in Schweden mW wesentlich mehr als hier), der/die motiviert ist und weiss, wie das System funktioniert.
Ich selber als Patient kann mich nicht zum Maßstab machen, da Kollege und privat versichert.

Interessieren würde mich, ob diejenigen, die beide Systeme kennen, sich lieber in D oder in S behandeln lassen würden. Oder auch, wo es sich stressärmer und angenehmer bzw weniger unangenehm im Gesundheitswesen arbeiten lässt (als Arzt/Ärztin oder Krankenschwester/pfleger).
Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an (Kurt Tucholsky)

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