[size=150]Ikea’s Katalogvorstellung für die Wiener Presse mitten auf der blauen Donau[/size]
Es ist nicht immer leicht, tapsige Journalisten schon morgens um 10h30 aus ihrer Höhle zu locken. Aber dass eine Einladung, die neugierig macht wirkt, ist schon mal vorweg ein guter Ansatz. Erst recht das obige Motto als auch die maritime Lage sorgten mehr als sonst für Neugierde. Die Stimmung war deshalb von der ersten Minute an absolut locker und ich wunderte mich sehr, dass um 10h40 alle (derzeit recht depressiv aussehenden) Kollegen schon in der Ufertaverne bei der Segelschule Hofbauer (an der Alten Donau) auf den Pontons hin und her schwankten, ohne den prickelnden Begrüßungstrunk vollends getrunken zu haben.
Meine Mitstreiter staunten nicht schlecht über die watschen-einfache Platzierung des Geburtstagssofas „Klippan“ (geb. 1979) und das nötige Drumherum, welches recht einladend auf einem Floß - von Segelbooten im Ikea-Dessins umkreist - stand. Es waren auf den Pontons und am Ufer hier und da die Neuigkeiten dezent aufgestellt. Irgendwie anders als die anderen Großflächenanbieter es machen würden.
Im offiziellen Teil erzählte uns die Country Managerin Helen Duphorn davon, dass sie die Ufertaverne recht gut kennt und dass ihr Sohn hier auch das Segeln erlernt hat. Mit einer gewissen Wehmut hörten wir dann, dass sie ihr eigenes Segelboot gerade aus dem hohen Norden nach Portugal verholt hat, was wohl mit ziemlicher Sicherheit bedeutet, dass sie dort für Ikea Portugal arbeiten wird. Von den Bergen also wieder ans Meer.
Wir hörten dann noch, dass der neue Katalog 2.000 Neuheiten enthält und siehe da - nun im Taschenformat daherkommt, wie es schon so einige Printverlage mit Frauenmagazinen versuchen. Sie nennen es aber auf neu-deutsch XYZ-Pocket. Ein weiterer positiver Versuch dieses einzigartigen Möbelhauses auf die Umwelt zu achten, denn schließlich wird der Katalog mit einer Auflage von 198 Millionen Exemplaren (in 28 Sprachen und 54 Ausgaben) unter rund 400 Millionen Menschen verteilt. Natürlich wurden uns auch einige Neuheiten direkt vorgestellt, die teils ganz schön ins romantische gehen. In Schweden selbst gibt es diesen Trend ja schon einige Jahre und auch Josef Frank’s Vermächtnis ist wohl nicht ganz unschuldig daran.
Wusstest Du schon: kaufst Du bei Ikea eine „Sunnan“ Arbeitsleuchte (zu € 19,95), geht eine weitere an die UNICEF, die sie dann in Entwicklungsländer verteilt. Ein Konzern mit Herz, darüber werden demnächst ausgiebiger meine Kollegen bei
http://www.pool-mag.net schreiben.
Keine Überraschung war der Barbeque-Brunch; denn die Donaubrise lenkte den guten Geruch speziell von Lachs und Forelle schon lang in unsere Riechorgane. Manche Pressedamen vermissten die sonst obligaten, wienerischen Fleischberge und so war das Buffet nach dem ersten Ansturm für Skandinavien-Kenner für weitere Anläufe sturmfrei.
Auf dem Wasser zogen weiterhin die Boote vor der Kulisse der Donaucity ihre Runden und genauso wie die meisten pünktlich in dieser Oase erschienen waren gingen sie brav und zur gleichen Zeit in ihre Pressehäuser zurück. Der Druck wartet.