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Der Großraum Stockholm verzeichnete im Juni einen leichten Anstieg der Übernachtungsgäste. Ungefähr 938 000 Personen wohnten in Hotels, Jugendherbergen und auf Campingplätzen. Das sind 2,5 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Obgleich die Entwicklung positiver ist als in anderen schwedischen Regionen ist der erwartete Boom zur königlichen Hochzeit ausgeblieben.
Eigentlich hatte das Stockholmer Fremdenverkehrsgewerbe mit einem gewaltigen Ansturm für den Juni gerechnet. Die Hochzeit von Kronprinzessin Victoria wurde im Vorfeld der Saison zum Magneten und Kassenschlager hochgelobt. Aber offenbar entschieden sich viele potentielle Besucher, dem Ereignis doch lieber vor dem heimischen Fernsehgerät beizuwohnen.
Werbewirksame Hochzeit Dennoch gibt sich Peter Lindqvist von der Stockholmer Fremdenverkehrsförderung (Stockholm visitors board) enthusiastisch und weist auf den Langzeiteffekt hin: „Ein Jahr lang haben ausländische Medien über die Hochzeit und über Stockholm berichtet. Zusätzlich wurde Stockholm zur ersten ‚grünen Hauptstadt Europas’ ernannt. Das war viel positive Werbung für die Stadt. Jetzt - im Juli - sagen die Gäste, dass sie Stockholm besuchen, weil die Berichterstattung über die Hochzeit sie so begeistert hat.“
Lindqvist ist sichtlich erfreut über diese Sommergäste. Sie tragen dazu bei, dass die Zahl der Touristen und die Einnahmen der Fremdenverkehrsbranche zehn Jahre in Folge gewachsen sind.
Mäßiges Wachstum Allerdings beträgt der Anstieg vom Juni 2009 trotz aller Hochzeitseuphorie eben nur 2,5 Prozent, und ist somit wesentlich geringer als erwartet. „Ich will nicht sagen, dass es eine Enttäuschung ist. Aber es kamen nicht so viele Gäste, wie wir gehofft hatten“, bedauert Lindkvist vorsichtig.
Doch wer verkaufen will, muss positiv denken: „Wenn man das gesamte touristische Angebot unserer Stadt in Betracht zieht, deutet nichts darauf hin, dass 2010 ein schlechtes Jahr wird. Insbesondere, wenn es der Wirtschaft einigermaßen geht und auch viele Geschäftsreisende nach Stockholm kommen, werden die Zahlen auch für dieses Jahr phänomenal!“
(Quelle: Radio Schweden)
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