Ja, da gebe ich dir Recht, es ist vom Fahren wirklich angenehmer, weil man erholt am Urlaubsort ankommt. Und gerade im Winter ist es auch bedeutend weniger Streß. Aber wenn man nachts fährt ist man oft auch um die 150,- € für eine Fähre los. Das sind dann immerhin 120,- € (hin und zurück), die man auch anderswo investieren kann - gerade wenn man solche Mehrkosten mehrmals im Jahr hat. Und da ich versuche soviel Urlaubs- und Gleittage wie möglich in Schweden zu verbringen, starte ich meistens direkt nach Dienstschluss in den Norden und müsste zwangsweise eine Nachtfähre nehmen. Und die 22 Uhr Fähre ist für mich oft nicht stressfrei zu erreichen, zumindest nicht, wenn ich Freitags fahre.
Für mich hat es aber auch den Reiz, dass ich mich nach durchschnittlich 13 Stunden Fahrt in mein eigenes Bettchen legen kann und emotional schon angekommen bin, auch wenn ich mich dann nachts um vier "nur" schlafen lege. Auf der Rückreise hat es den Vorteil, dass ich noch einen abend mehr in Schweden habe, da ich bzw. wir. an meinem/unserem letzten freien Tag erst morgens um sechs losfahre/n. Gerade bei Kurztrips (langes Wochenende) ist es ein Zeitvorteil.
Ich gebe aber zu, dass ich vor zwei Wochen Donnerstags abends von Rostock (musste noch kurz nach Berlin) die Nachtfähre genommen habe und da mal gemerkt habe, was ich mir sonst eigentlich immer antue. Aber da hab ich auch 184,- latzen müssen.
Und was mir meist gehörig auf den Sack geht - tschuldigung - ist die Abfertigung in Trelleborg. Ich hab noch nie erlebt, dass das dort vernünftig, d.h. fahrplanmäßig funktioniert hätte.
Wenn ich ein paar Wochen oben bin, mache ich es meistens wie du, ansonsten hab ich mich an die "Ochsen-Tour" recht gut gewöhnt und damit arrangiert
