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BeitragVerfasst: 4. März 2009 00:22 
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Registriert: 5. August 2005 08:52
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25. Mai
Wolkenloser Himmel, Sonne; 9 °C – 16 °C.

Langsam fuhren wir wieder zurück nach Tännas (ohne noch mal durch dieses Schlagloch zu fahren).

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Das Rogen Naturum war leider noch geschlossen und so fuhren wir direkt weiter nach Funäsdalen.

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Dort kauften wir noch einmal ausgiebig ein, bevor es nach Norwegen ging. Eine prima Sache mit diesen Öffnungszeiten in Schweden. Die Ansichtskarten für die Lieben zu Hause wollten wir auch noch in Schweden schreiben und abschicken.
Direkt nach Funäsdalen ging es wieder ins Gebirge, und wieder vorbei an vereisten Seen und verschneiten Bergen. Am See Tänndalsjön machten wir Mittagspause und schrieben die Ansichtskarten. Wie auch schon bei der Rogenstugan saßen wir bei 16 °C im T-Shirt, unter uns der eisbedeckte See und dahinter die weißen Berge. Das wirkt so surrealistisch, ist aber wirklich so einmalig schön. Der Rastplatz liegt direkt an der Verbindungsstraße nach Norwegen und dennoch fährt auch hier kaum jemand an uns vorbei.

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... ein bischen Schleichwerbung ...

Nach der Pause fuhren wir immer weiter bergauf und immer weiter ins Fjäll hinein. Einen kurzen Stopp legten wir beim Anderssjöanfallet neben dem Hamra Naturreservat ein, wo wir auch nicht weit laufen konnten. Wieder einmal war weiter oben der Weg durch viel Schnee versperrt. Die Anstrengung der letzten Tage merkte ich wieder einmal. Die Beine waren so schwer, als wir die Holztreppen neben dem Wasserfall hinaufliefen. An vielen Stellen kann man nah an den Wasserfall heran, an einer Stelle konnte man dank riesiger Felsblöcke sogar ein wenig hinein.

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Ist schon beeindruckend und bei der ungewohnt warmen Temperatur (16°C – eigentlich ist das noch gar nicht warm, aber man glaubt kaum, was die Sonne hier für eine Kraft hat, bzw. man unterschätzt die Reflektion von Schnee, Eis und Wasser) herrlich erfrischend. Das Hamra Naturreservat war nicht zu begehen, zu viel Schnee.

An der Grenze Schweden/Norwegen:
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Unser Gespann ist "geteilt". Der Wohnwagen steht in Norwegen, das Auto in Schweden!

Nächstes Ausflugsziel sollte dann Röros (N) sein, eine alte Grubenstadt, die in die Liste der Unesco Weltkulturerbe aufgenommen wurde, sieht auf jeden Fall sehenswert aus. Wie ich schon sagte: „Sollte“ Ziel sein und „sieht“ sehenswert aus. Sind nur an einer der Gassen vorbeigefahren, auf dem Weg zum ausgeschilderten Parkplatz für Wohnwagen, Busse und Wohnmobile. Gelandet sind wir 2 km außerhalb des Ortkerns auf einem Campingplatz, einzig ein nasser sandiger Platz hätte der Parkplatz sein können, war aber nicht als solches gekennzeichnet und fraglich, ob wir da je wieder runter gekommen wären. Im Vergleich zu den Orten, an denen wir uns in den letzten Tagen aufgehalten hatten, waren dort viele Menschen unterwegs und das macht mich immer ziemlich hibbelig. Da fehlt eindeutig eine Phase der Umstellung von Einsamkeit zur Belebtheit. Also fuhren dann ohne Besichtung weiter – aber nur, weil wir keinen Parkplatz für unser etwas über 11 m langes Gespann gefunden haben, an der wir bedenkenlos parken konnten.
Wenn mehr Menschen unterwegs sind, sind auch mehr Fahrzeuge unterwegs, wie wir feststellen mussten. Waren wir gar nicht mehr gewohnt. Auch die Toiletten auf den Rastplätzen waren häufig abgeschlossen oder ab und zu der gesamte Rastplatz aus unerklärlicherweise gesperrt (noch vom Winter?). Später hieß das nur noch: „Norwegen halt“ oder „typisch Norwegen!“ Idyllische ruhige, von der Straße abseits gelegene Rastplätze waren kaum noch auszumachen (ähnlich wie in Südschweden), und wenn man mal einen Rastplatz gefunden hat, war dort noch lange nicht der gleiche Service (insbesondere Toiletten) wie in Schweden. Himmel! Was mussten wir uns erst einmal wieder umgewöhnen. Ein paar Tage später erfuhren wir dann von einem deutschen Auswanderer, dass die Norweger es nicht mehr gerne sehen, wenn man „wild“ campt, bzw. auf Rastplätzen im Wohnmobil oder Wohnwagen übernachtet und das Jedermansrecht in dieser Hinsicht immer wieder in die Diskussion gerät. Da hört dann auch mein Verständnis auf, wir verlassen die Rastplätze so, als wären wir niemals dort gewesen (gut, es könnte man ein Müllsack mehr in der Mülltonne stecken), es wir keine Campingtoilette ausgekippt, das Abwasser vom Spülen wird im Behälter aufgefangen und mitgenommen und Lagerfeuer wenn überhaupt nur an dafür vorgesehenen Stellen ohne dafür lebende Bäume zu beschädigen, d. h. nur das Holz, was abgebrochen und schon länger am Boden liegt. Wir achten drauf, das wir nirgends stehen bleiben, wo wir jemanden behindern könnten und auch nicht in Sichtweite von Häusern. Für uns ist das selbstverständlich, haben daran bisher nicht einen einzigen Gedanken verschwendet.

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Die Landschaft war später auch nicht mehr mit dem schwedischen Fjäll zu vergleichen, eher mit den Alpen, allerdings mit abgerundeten Bergkuppen. An einem Rastplatz der Straße 29 beendeten wir die Tagestour. Dort gab es mal eine Brücke, die während des zweiten Weltkrieges zerstört wurde, um die deutschen Soldaten aufzuhalten. Was auch funktioniert hat (diese Angaben, soweit ich das norwegische richtig verstanden habe). Zum Tagesabschluss gab es dann wieder über Feuer gegrillte Steaks. So ein Lagerfeuer ist doch was feines. Nach dem Essen, es war ein bisschen viel, machte ich einen kleinen Spaziergang entlang des Feldweges, der vom Rastplatz ab ging. Dort viel mir zum ersten Mal richtig auf, wie dünn die Erdschicht auf den Bergen ist und wie glatt der Untergrund. An einer Stelle war die Erde abgerutscht und gab den Untergrund frei.


26. Mai
Erst bewölkt, später sonnig; bis 13 °C, 5°C im Fjell

Wir sind viel gefahren, am Dovrefjell vorbei, am Rondanegebirge vorbei und auf der 15 immer weiter durch ein grünes Tal mit vielen Bauernhöfen bis nach Lom.
Beim Dovrefjell war es noch ziemlich kalt und windig, man hätte sicherlich wandern können, hätte … aber wenn man Ausreden sucht, findet man bestimmt welche! Uns war es zu kalt.

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Geplant war eine Radtour ins Rondanegebirge, von Mysuseter nach Rondvassbu. Holla! Den Wohnwagen hätten wir irgendwo an der stark befahrenen E6 oder in Otta selbst unbewacht abstellen müssen, denn die Steigung hatte es in sich. Das wollte ich selbst unserem Frontera mit Allrad und kleinem Getriebe nicht zumuten, zumal die Fahrbahn mind. zu Beginn einspurig und schlecht einsehbar war. Oben hätten wir garantiert festgestellt, dass noch zu viel Schnee liegt um Fahrrad zu fahren.

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Dafür konnten wir während der Autofahrt den Übergang vom Fjell zu den grünen, frühlingshaften Tälern bewundern. Oben auf den Bergen liegt Schnee, in den Tälern blühen die Obstbäume und viele Blumen auf den Wiesen. Eine tolle Aussicht hatte man auf der Talfahrt nach Dombås.
Von Wäldern, Mooren und Seen kann ich nicht genug bekommen. Kaum liegt mir eine andere sich wiederholende Landschaft, wie jetzt hier in Norwegen die grünen Täler, rechts und links hohe Berge und die vielen verstreuten Bauernhöfe im Tal, empfinde ich diese als sehr eintönig. Auch Flüsse neben der Straße ändern daran nichts. Und der viele Straßenverkehr. Aber dafür war die Fahrbahn bestens.
In Lom betrachteten wir die Stabkirche von außen, innen ging nicht, wir hatten bisher nur schwedische Kronen. Daher wurde es langsam Zeit ein paar norwegische Kronen zu beschaffen.

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In Lom gibt es eine Bank, aber danach wollen wir nicht mehr zur Stabkirche zurück. Es war noch früh am Tag, daher fuhren wir durchs Ottadalen in Richtung Stryn/Geiranger. Jetzt wird es landschaftlich wieder interessanter! Das Tal ist nicht mehr so tief und die Landschaft wird rauer, wilder und unwirtsamer.

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Die beiden nächsten Ausflüge waren dann auch recht schnell gestrichen. Gamle Strynefjellsvegen war wie erwartet noch geschlossen, dafür waren wir einfach zu früh in Norwegen. Nach Stryn hätte man durch den Tunnel, über den „neuen“ Straßenverlauf fahren können. Wir waren in 2001 schon mal da und wollten diesmal nicht in die Richtung fahren, unsere Reiseplanung führte über das Sognefjell.

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Aussicht zur gesperrten Strynfjellstraße

Etwa auf Höhe Grotli konnte man dann an der Beschilderung schon erkennen, dass die Straße nach Geiranger über Dalsnibba ebenfalls noch gesperrt war. Das war schade, denn auf den Dalsnibba wäre ich so gern gefahren. In 2001 war es so bewölkt, dass man von dort hatte nichts sehen können.
Wir fuhren trotzdem bis zum Abzweig durch die weiße Landschaft entlang der Passstraße mit dem noch fest zugefrorenen See Breidalsvatn sowie tief verschneiten Bergen und machten an der Kreuzung nach Geiranger kehrt. Vor zwei Wochen muss der Schnee noch rund 60 bis 80 cm höher gelegen haben. Normalerweise sei die Straße um die Zeit schon passierbar, es hätte in diesem Jahr sehr viel Schnee gegeben – so ein deutscher, der in Norwegen Häuser renoviert.

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Klein im Weiß zu erkennen: Bänke u. Tische eines Rastplatzes.

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Sehr schöne Landschaft, wir überlegten, ob wir weiter unten an einem Rastplatz direkt an einem Seeufer bleiben (die anderen Rastpätze waren noch mit Schnee bedeckt) oder weiter fahren.

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Es war immer noch relativ früh und so fuhren wir zurück nach Lom, incl. einer kurzen Pause am Pollfossen ...

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... und weiter durch das Böverdalen (ich mit dem Fahrrad) bis zum Rastplatz Liasanden, wo wir dann mit etlichen anderen Touristen, die mit Wohnmobilen unterwegs waren, übernachteten. Eigentlich schöner Rastplatz, zumindest für PKW-Fahrer, für andere Fahrzeuge ist der Weg durch den Kiefernwald weniger geeignet. Wir mussten an einem Parkplatz dicht an der Straße stehen bleiben. Für eine Nacht geht’s, im Fjell hätte es schönere gegeben, aber dass wussten wir ja jetzt noch nicht.
Die Straße, bzw. die Umgebung entlang der Straße, bis zum Rastplatz war ganz interessant, vor allem zwei optisch schöne Gebäude, das eine war das Gehöft Elveseter (ein Hotel) und der Berggasthof Røisheim.

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Weitere Ausflüge in die Bergwelt waren nicht sehr aussichtsreich aufgrund der Jahreszeit bzw. Schneelage.
Anmerkung: Wir fühlten uns immer noch eher zur Landschaft Schwedens hingezogen, obwohl Norwegen schon beeindruckend ist. In Schweden findet man idyllischere Plätze. Nebenstrecken, die weniger stark befahren sind, gibt es in Norwegen praktisch nicht. Hier sind Nebenstraßen häufig Sackgassen und so fährt alles die wenigen Durchgangsstraßen entlang, die wiederum in schmalen Tälern verlaufen und wenig Platz für ungenutzte Flächen bleibt. Alle möglichen Flächen werden für Landwirtschaft genutzt, was haben wir während den paar Kilometern in Norwegen Schafherden gesehen und wie viele landwirtschaftliche Betriebe! Ruhe findet man daher hier nicht so leicht; Eile, Lärm und hektische Autofahrer dagegen ohne zu Suchen. Nächstes Mal sollten wir Norwegen zu Beginn der Reise einbinden, d. h. von Norwegen nach Schweden und nicht umgekehrt.


27. Mai
Blauer Himmel, jede Menge Sonne; 8 °C - 8 °C

Einmal über die RV 55 – den Sognefjellsvegen ... „Die Straße Nr. 55 führt zwischen Lom und Luster über das Sognefjell entlang des Nationalparks Jotunheimen. Es ist eine der beeindruckendsten Passstraßen Nord Europas (Pass auf 1430 m ü.d.M.). Die Route erhielt den Status „Nationale Touristenstraße“, weil sie durch wilde, nordische Berglandschaft mit den höchsten Bergen Skandinaviens verläuft.“ Soviel zur offiziellen Beschreibung!
Manuel startete gleich mit einer 17 km langen Rad-Bergtour, die an einem Aussichtsplatz wenige Kilometer vor Krossbu endete. Komisch, wollte gar nicht weiter fahren, dabei hatte er noch nicht einmal viele Kilometer zurückgelegt! :o)
Es ging stetig bergauf, bis auf eine kurzen Abschnitt abwärts und gerade aus. Mein erster Halt nach einiger Steigung war beim Aussichtspunkt an der Kreuzung nach Leirdalen Richtung Leirvassbu. Zu beiden Seiten des Tales ragen Gipfel mehr als 2100 m in die Höhe.

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Der nächste Fotostop war an der Jotunheimen Fjellstue, von konnte man hinunter nach Bøvertjønnen blicken und einen Blick die Seitenstraße, die nach Høydalen und an diversen Almwegen vorbeiführt, die als Radweg geeignet ist, sofern sie dann komplett schneefrei ist.

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Jetzt ging es mal kurz bergab, dann wieder relativ eben entlang des schönen Bøvertunvatnet, ...

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... etwas bergauf, dann wieder relativ eben durch ein schmales Tal ...

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... um dann ziemlich steil nach oben nach Krossbu. Schöne Aussicht durch das Tal durch das man bereits gefahren ist. Wir haben uns weder nach Touren durch die Grotten in Dumdalen bei Bøvertun informiert, noch nach Gletschertouren. Es ist noch außerhalb der Saison, da wird garantiert nichts angeboten. Sah alles noch sehr ruhig und verlassen aus.
Ist setzte mich in die Sonne und wartete auf Manuel, der zwar langsam, aber immerhin fahrend den Berg hinauf fuhr.

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Das Sognefjell zeigte sich im winterlichen Kleid, obwohl der Winter hier bestimmt noch ganz anderes aussieht. An vielen Stellen noch hohe Schneewände an den Straßenrändern. Die Landschaft ist dennoch toll!!! Später waren die Schneewände höher wie unser Wohnwagen, richtig beeindruckend ist es jedoch erst, wenn man mit dem Fahrrad dort durchfährt.

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Wir fuhren erst einmal gemeinsam weiter bis zum höchsten Punkt der Sognefjellpasses, den Fantesteinen mit 1434 m ü.d.M. Wir sahen … Schnee, spitze Berge, Schnee, die Sognefjellshytta, Schnee, Loipen, Schnee, Langläufer, Schnee, eine Pistenraupe, die Skaterloipen zieht und SCHNEE! Auf ein paar schneefreien Felsen machten wir längere Pause, aßen zu Mittag und holten uns einen Sonnbrand.

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Ab den Fantesteinen fuhr ich dann mit dem Fahrrad, es ging ja jetzt schließlich nur noch bergab … tat es ja dann auch, aber erst wenige Kilometer vor Oscarshaug. Davor immer schön runter, rauf, runter, rauf, runter, rauf, runter und wieder rauf, aber genauso genommen mehr runter als rauf, denn schließlich wurden die Angabe der Höhenmeter an den Rastplätzen, bei denen ich immer wieder anhielt um Fotos zu machen und die Landschaft zu genießen … und auch die Schneewände, immer weniger.

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Zugegebenermaßen bekam ich dann bei Oscarshaug doch Angst, weil kurz vor dem Rastplatz ich einen Straßeverlauf zu sehen bekam, nicht nach unten, wie erhofft durch das angedeutete Tal rechts sondern über den nächsten Berg mit viel RAUF! Hatte mich schon geärgert, dass ich Manuel bis ins Tal geschickt habe und hegte die Stille Hoffnung, dass er dort unten am Rastplatz Oscarshaug auf mich warten würde. Aber … keine Spur von unserem Gespann. Also kramte ich meine Kamera mit dem Tele raus und inspizierte die entfernte Passstraße. Nichts! Also blieb mir nichts anderes übrig, als die Sache anzugehen.

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Also machte ich auf diese Entdeckung erst einmal eine Pause bei Oscarshaug. Ging auf den Aussichtsberg und was sahen meine entzückten Augen, eine sich in Serpentinen windende Straße nach UNTEN.

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Manuel stand beim Parkplatz des Hotels in Turtagrø und gönnte den Bremsen eine Abkühlpause.

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Ich ließ mich die 8 – 10 % Gefälle hinab rollen und zog hier und da mal an den Bremshebeln und natürlich der einen oder anderen kurzen Genießerpause.
In Turtagrø wollte ich noch nicht wieder ins Auto steigen, ging ja schließlich noch weiter bergab. Die Straße nach Årdal war schon wieder geöffnet. Wie erwartet aber für unsere Länge alles andere als geeignet. Kurz nach Turtagrø wurde es dann plötzlich wieder grün und blühend. Der Schnee war schon etwas weiter oben weg.

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In Fortun fuhren wir dann gemeinsam weiter, nachdem die Schraubenkappen am Wohnwagen geschmolzen sind. Die Felgen waren sehr heiß geworden, aber größere Parkplätze gab es unterwegs keinen weiteren mehr. Wäre also nicht zu verhindern gewesen.
Manche Eindrücke, bekommt man erst, wenn man nicht im Auto unterwegs ist. Gerade das letzte Stück des Weges war sehr imposant, denn um diese steile Straße mit den Haarnadelkurven so hinzubekommen, war jede Menge Fels beseitigt worden. Auf der einen Seite befand sich also eine steile Felswand, auf der anderen ging es sehr steil hinab.

Am Eidsvattnet gab es dann zum Kaffee und Tee Schokoladenkekse und die Felgen konnten komplett abkühlen.

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Viele Fotopausen legten wir am Lusterfjord ein, einem Seitenarm des Sognefjords. Die gesamte Strecke bis hin zu Gaupne war wunderschön. Die Obstbäume und Blumen blühten, die Wiesen waren grün, die schönen bunten Häuser an den Berghängen und am Wasser, die vielen größeren und kleineren Wasserfälle und ganz oben der Schnee auf den Bergen.

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Von Gaupne fuhren wir dann bis nach Gjerde auf einen Campingplatz. Neue Sanitäranlagen und sehr freundlicher Empfang. Kann man uneingeschränkt weiterempfehlen. Der Campingplatz direkt neben dem Zufahrtsweg zum Nigardsbreen war noch geschlossen, sah aber auch nicht so viel versprechend aus, zumindest so viel versprechend und auffällig, dass wir mit unserem 11,50 m – Geschoss in dem kleinen Ort Nigard mit steilen Straßen am Berghang standen.. Die Fahrt nach Gjerde führte uns durch ein enges Tal mit hohen Felswänden rechts und links begleitet durch einen rauschenden Gebirgsbach mit einigen Stromschnellen.
Ach, Norwegen ist doch schön!


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