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 Betreff des Beitrags: Trekkingtour Lapporten – Abiskojaure – Abisko im Sept. 09
BeitragVerfasst: 13. MĂ€rz 2010 15:16 
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Trekkingtour Lapporten – Abiskojaure – Abisko
03. September – 08. September 2009


Start und Ziel unserer 6-tĂ€gigen Trekkingtour ist Abisko. FĂŒr den ersten Tag nehmen wir uns nur wenige Kilometer vor, da die Wanderung erst am Nachmittag beginnt. Im leichten Nieselregen laufen wir los, aber schon bald klart der Himmel auf und die Sonne kommt durch.

Nach reiflicher Überlegung wollen wir die Tour nun doch ĂŒber den Paddustrail angehen, durch die Lapporten hindurchwandern und von dort ĂŒber die AbiskojaurehĂŒtten durch den Abisko Nationalpark wieder zurĂŒck zum Ausgangspunkt gelangen. Der Grund ist ganz einfach, der Weg zur Lapporten soll von der anderen Seite nicht markiert sein und wir sind uns nicht sicher, ob wir den Abzweig dann auch als solches erkennen werden.

Der Paddustrail selbst ist ein durch eine gelbe Blume gekennzeichneter Naturlehrpfad der zunĂ€chst durch einen Birkenwald fĂŒhrt. Schon nach kurzer Gehzeit erreicht man ein ehemaliges Samilager. Die Sami nutzten damals diese Lager, wenn sie den Rentierherden auf ihrer Wanderung folgten. Der STF rekonstruierte eine KĂ„ta, VorratshĂ€user und ArbeitsgerĂŒste.

Der Wanderpfad ist leicht zu gehen, das GelĂ€nde leicht hĂŒgelig aber stetig bergauf fĂŒhrend. Die Ufer des Moorsees NjĂĄhkĂĄjavri sind relativ trocken, die Wasserstelle etwas weiter oberhalb bei einer KĂ„ta, die als Ferienhaus benutzt wird, trocken. Bevor wir unser Ziel den BĂĄddosdievvĂĄ (Paddustievva) erreichen, weisen Hinweisschilder am Pfad auf weitere „HĂŒgel“ hin, von denen man ebenfalls sehr schöne Ausblicke haben soll. Wir entschließen uns, den eigentlichen Pfad nicht zu verlassen und wandern weiter zum BĂĄddosdievvĂĄ. Der Birkenwald wird lichter und niedriger, schließlich gelangt man in baumloses GelĂ€nde und erblickt den HĂŒgel.

Der BĂĄddosdievvĂĄ ragt ca. 20 m aus der Landschaft heraus und ist eine alte samische OpferstĂ€tte. Dort angekommen machen wir eine Pause und genießen die Aussicht ĂŒber den Abisko Nationalpark hinweg zum Njulla und ĂŒber den TornetrĂ€sk. Die Berge umher sind schon wieder in Wolken gehĂŒllt, ĂŒber uns aber blauer Himmel und Sonnenschein.
Feuerstellen weisen auf LagerplĂ€tze hin, allerdings gibt es in unmittelbarer NĂ€he kein Wasser. Deshalb wandern wir weiter. Der nĂ€chste Flusslauf in Richtung Lapporten ist fast ausgetrocknet. Das GelĂ€nde wird hĂŒgeliger, hin und wieder mĂŒssen WĂ€lle ĂŒberwunden werden. Beim nĂ€chsten Wasserlauf haben wir mehr GlĂŒck. Oberhalb dessen schlagen wir geschĂŒtzt zwischen Zwergbirken unser Zelt auf, hinter uns das markante Bergmassiv – die Lapporten –, vor uns die Aussicht auf den BĂĄddosdievvĂĄ, den Nationalpark und den TornetrĂ€sk.

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Im rekonstruierten Samilage NĂ€he Abisko

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FjÀlllandschaft

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Ausblick vom Båddosdievvå auf Abisko und TornetrÀsk


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 Betreff des Beitrags: Re: Trekkingtour Lapporten – Abiskojaure – Abisko im Sept. 0
BeitragVerfasst: 13. MĂ€rz 2010 15:44 
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Man wacht morgens auf und sieht Nebel ĂŒber dem TornetrĂ€sk. DarĂŒber die Berge und der herbstlich bunte Birkenwald, der bis zum Seeufer reicht, angestrahlt vom Sonnenlicht. Kein Traum, sondern Wirklichkeit!
Wir legen die SchlafsĂ€cke zum AusdĂŒnsten ĂŒber die Zwergbirken in die Sonne. WĂ€hrend wir frĂŒhstĂŒcken, kann das Zelt etwas abtrocknen. Es hat nicht geregnet, aber durch die kĂŒhlen Temperaturen hat sich Kondenswasser an der Innenseite des Außenzeltes gebildet. Inzwischen ist auch der Nebel ĂŒber dem TornetrĂ€sk fast verschwunden, Schleierwolken verzieren den Himmel, die Sonnenstrahlen erreichen die Lapporten nicht mehr. Der Himmel fĂ€ngt an sich zuzuziehen.
Abwarten, vielleicht bleibt es ja heute noch trocken. Wir rĂ€umen unsere Sachen zusammen und verstauen sie wieder ordentlich in den RucksĂ€cken. Weil wir herumgetrödelt haben, wird es langsam Mittag als wir den nĂ€chsten Fluss erreichen, wo wir eine geeignete Watstelle finden mĂŒssen. Inzwischen mussten wir mehrere WĂ€lle ĂŒberwinden, was etwas Kraft gekostet hat. Die Baumgrenze hatten wir schon kurz nach Beginn der Tagestour hinter uns gelassen. Teilweise haben sich wunderschöne moorige FlĂ€chen mit Wollgras zwischen den „WĂ€llen“ gebildet. Immer mal wieder verlieren wir den Pfad, der immer schwerer zu erkennen ist, und finden ihn wieder. Eine Markierung gibt es hier nicht mehr.
Moor und Fluss haben wir trockenen Fußes hinter uns gebracht und schon wartet eine große GeröllflĂ€che auf uns. Wir steigen von Stein zu Stein und bringen auch dies hinter uns. Der letzte Wall, der vor langer Zeit durch den schmelzenden Gletscher entstanden ist, gilt zu ĂŒberwinden und schon stehen wir am Anfang der Lapporten. Der Blick reicht von hier durch das Tal hindurch, unterhalb von uns der See CuonjĂĄjĂĄvri.


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Die Lapporten – oder Lappenpforte oder auch „Tor zu Lappland“ – ist ein Trogtal NĂ€he Abisko in schwedisch Lappland hoch ĂŒber dem See TornetrĂ€sk. Es liegt auf ca. 950 m und wird von den Bergen Nissoncorru (1738 m) und TjuonatjĂ„kka (1554 m) eingefasst.
Das berĂŒhmte U-förmige Tal gilt als Wahrzeichen Abiskos und symbolisiert das Eingangstor in die Berge Lapplands. Diese wunderschöne Bergformation kann schon von der Straße E10, die die StĂ€dte Kiruna und Narvik verbindet, betrachten. Die schönsten Blicke auf die Lapporten, ohne sich großartig anstrengen zu mĂŒssen, erhĂ€lt man wohl vom Gipfel des Njulla, auf den eine Seilbahn hinauffĂŒhrt, von Björkliden oder vom Rastplatz bei Tornehamn.

Der weitere Pfad sieht moorig aus, ist aber relativ gut zu erkennen. Vor nicht allzu langer Zeit, scheint hier jemand entlang gelaufen zu sein. Hinter uns der weite Blick hinunter nach Abisko.
Es geht langsam voran, denn der Pfad sieht nicht nur moorig aus, er ist es auch. Damit hatten wir ĂŒberhaupt nicht gerechnet, dass dieses Tal, so hoch liegend so nass ist. Erwartet hatten wir jede Menge Geröll. Von Grasbusch zu Grasbusch und ab und zu einen Weg ĂŒber kleine BĂ€che suchend geht es weiter. Rechts von uns der Berg Nissoncorru, links der TjuonatjĂ„kka. ÜberwĂ€ltigend das GefĂŒhl hier hindurch zu laufen, dort wo vor vielen Jahren sich ein Gletscher ins Tal hinab bewegte und dabei mit immenser Kraft dieses Trogtal bildete. Die beiden Berge sind steil, sie wirken schĂŒtzend aber auch bedrohlich zugleich. Es gibt nur den Weg gerade aus oder zurĂŒck.
Einen Lagerplatz kann man erkennen. Am Ende des Tals, bei dem zweiten See machen wir an einem großen Fels eine Kaffeepause. Auch um uns die Regenkleidung anzuziehen. Die Berggipfel sind inzwischen in Wolken gehĂŒllt und wenig spĂ€ter fĂ€ngt es an zu nieseln. Von hier sieht man, dass ĂŒber dem TornetrĂ€sk immer noch blauer Himmel ist.
Schließlich durchqueren wir das trockene Flussbett des CuonjĂĄjohka und beginnen mit einem erneuten Aufstieg. Der Nieselregen verstĂ€rkt sich etwas, Pfade sind mehrere zu erkennen, an jedem kleine Steinhaufen.
Das Tal BessesvĂĄggi auf das wir blicken sieht eiszeitlich aus. MorĂ€nenwĂ€lle, Seen und Geröll. Irgendwo dort unten soll sich ein markierter Wanderweg befinden, auf dem wir nach Überquerung des NissonvĂĄggijohka stoßen werden. Leider ist die Sicht etwas eingeschrĂ€nkt, die Wolken sind inzwischen so tief, dass wir in ihnen stehen. Dennoch unterstreicht genau dies, die Unwirtlichkeit und Rauheit dieser unbeschreiblich faszinierenden Landschaft.
Dann ist unser Pfad im sumpfigen GelÀnde ganz verschwunden. Es wird immer nasser, die Schuhe sind inzwischen auch von innen feucht. Wir stapfen weiter durch den Sumpf, der angebliche Weg nach unten wird steiler, sieht eher aus wie ein durch Regenwasser gebildetes Bachbett.
Wir wissen wo wir hin mĂŒssen und laufen nun direkt durchs GelĂ€nde auf den Berg BĂĄhkkabahokcohkka zu. Manchmal eben, manchmal terrassenförmig abfallend ist das GelĂ€nde. Von sumpfigen Seen durchzogen. Schließlich erreichen wir die Kante oberhalb des Tals, an dem tief unten der NissonvĂĄggijohka fließt. Es geht steil und steinig hinab.
Immerhin sieht man hier wieder grĂ¶ĂŸere SteinmĂ€nnchen, wir steigen den Berg wieder ein StĂŒck hinauf, von SteinmĂ€nnchen zu SteinmĂ€nnchen, gleichzeitig suchend nach einer Stelle, wo der Fluss ĂŒberquert werden kann. So vergeht die Zeit und wir kommen zu einer relativ ebenen und trockenen FlĂ€che.
Schluss fĂŒr heute. Wir hĂŒpfen ĂŒber einen kleinen Bach und stellen im Regen das Zelt auf. Es ist dĂ€mmrig, aber noch ungefĂ€hr zwei Stunden bis Sonnenuntergang. Wir lesen noch etwas, kochen und zum Tagesabschluss gibt ein warmes GetrĂ€nk.

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Båddosdievvå - Abisko - TornetrÀsk

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Hochmoor - moorige FlÀchen zwischen GeröllwÀllen

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Die Lapporten - nach der Querung und somit die weniger bekannte Seite


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 Betreff des Beitrags: Re: Trekkingtour Lapporten – Abiskojaure – Abisko im Sept. 0
BeitragVerfasst: 13. MĂ€rz 2010 16:27 
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Auch am nĂ€chsten Morgen hat sich das Problem der Flussquerung, wie erwartet, nicht von allein gelöst. Das Wasser sieht schon von oben tief und stark strömend aus. DafĂŒr hat es aufgehört zu regnen, Nebel zieht aus dem Tal BessesvĂĄggi hinauf. Nachdem wir zunĂ€chst den Abhang hinunter laufen sind um direkt am Fluss eine geeignete Stelle zum waten zu finden, bleibt uns wenig spĂ€ter nichts anderes ĂŒbrig, als die ca. 20 – 30 Meter wieder hinauf zu klettern. Dichtes GestrĂŒpp macht es unmöglich am Flussufer weiter zu laufen. Eine Stunde weiter aufwĂ€rts in Richtung NissonvĂĄggi finden wir endlich eine Stelle zur Flussquerung. Wir befinden und jetzt in etwa dort, wo der Bach mit dem Schmelzwasser des Guhkesriehppi in den NissonvĂĄggijohka fließt. Die erste HĂ€lfte schaffen wir ohne die Trekkingstiefel ausziehen zu mĂŒssen, dann fĂŒhrt allerdings kein Weg mehr daran vorbei die Schuhe zu wechseln und durch das wadentiefe Wasser zu stapfen. Diese Stelle scheint schon jemand anders als geeignet empfunden zu haben, denn ein SteinmĂ€nnchen markiert die Stelle, wo das Wasser etwas weniger stark fließt, nicht mehr so tief ist und kaum große Steinbrocken unterhalb der WasseroberflĂ€che liegen.
Auf der anderen Seite steigen wir den Abhang wieder hinauf (er ist nicht ganz so hoch und steil wie auf der anderen Seite) und laufen schließlich direkt hinunter ins BessesvĂĄggital, immer entlang des NissonvĂĄggijohka. Irgendwann mĂŒssen wir ja so auf den Wanderweg von Kaisepakte stoßen und wir kommen ĂŒberraschend gut voran. Etliche Rentiergeweihe liegen hier herum.

Eine halbe bis dreiviertel Stunde spĂ€ter ist ein deutlicher Pfad zu erkennen. Wir freuen uns und vermuten, dass dies der Weg der nach Kaisepakte fĂŒhrt, sein muss. Es ist Zeit fĂŒr die Mittagsrast. Lt. Karte soll es hier Buschvegetation geben, die das gehen behindert. Mmmh, oder haben wir doch nur den Pfad wiedergefunden, den wir gestern verloren hatten? Egal, so oder so wĂŒrden wir jetzt dem gut sichtbaren Weg folgen.
Nach wenigen Metern schoben wir uns auch schon durch die eben erwÀhnte Buschvegetation. Hurra! Wir sind wieder auf Kurs!
Der Boden zwischen dem Buschwerk ist durchzogen mit grĂ¶ĂŸeren Felsen, ist vom Regen aufgeweicht und dementsprechend matschig. Aber es geht, muss gehen. Und so erreichen wir einen Aussichtspunkt, von dem man ĂŒber den See Rautasjaure und ein grandioses Flussdelta blicken kann. Rapadalen in Miniatur.

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Wir folgen unserem markierten Pfad weiter, immer wieder sind frische Fußspuren im Matsch zu erkennen. Es geht hĂ€ufig durch das hinderliche Buschwerk und wir mĂŒssen aufpassen, uns in den tiefen PfĂŒtzen keine nassen FĂŒĂŸe zu holen. Hinter dem Bach BĂĄhkkabahoknjira gabelt sich der Pfad. Eigentlich mĂŒssten wir etwas aufwĂ€rts gehen, aber der Pfad zuvor verlief auch mal aufwĂ€rts, mal abwĂ€rts, je nach GelĂ€nde. So entschließen wir uns, den besser sichtbaren und auch durch SteinmĂ€nnchen markierten Weg zu folgen. Außerdem waren dort weniger BĂŒsche.

Es geht abwĂ€rts, weiter abwĂ€rts und noch weiter abwĂ€rts. Die BĂŒsche werden grĂ¶ĂŸer, bis wir im Wald stehen. Ahaeffekt – das ist nicht der richtige Pfad gewesen. Immerhin sind die Fußspuren noch gut zu erkennen. Also folgen wir ihnen auch durch niedergetrampeltes Gras, durch Sumpf, umgestĂŒrzte BĂ€ume und ĂŒber BĂ€che. Man braucht kein GPS um zu erahnen, wo wir gelandet sind. Nicht oben am Berg, wo der eigentliche Wanderpfad entlangfĂŒhrt, wird sind irgendwo im Tal zwischen dem Wanderpfad und dem Fluss Aliseatnu. Wir kommen auf eine Lichtung, ein Wanderpfad ist wieder deutlich zu erkennen, ein großer Steinhaufen markiert den Weg. Wir laufen weiter und der Weg gabelt sich. Mein Mann nimmt den einen Pfad ich den anderen. Wir treffen uns wieder auf der Lichtung und beschließen den Linken zu nehmen, weil auf den ersten Blick besser „ausgetreten“.
Der Untergrund wird mooriger, nasser. Das Wasser lĂ€uft zwar noch nicht ĂŒber den Schaft der Schuhe, aber mein Goretex hat genug und lĂ€sst das Wasser nun auch von außen durch. Nun ist es auch egal, ob ich versuche weiterhin die grĂ¶ĂŸeren GrasbĂŒschel im Wasser oder Äste zu treffen. Die Schuhe und die FĂŒĂŸe sind schon nass. Am dritten grĂ¶ĂŸeren Bach machen wir nochmal eine Pause, kochen Kaffee und Tee. WĂ€hrend wir die GetrĂ€nke schlĂŒrfen sind wir dankbar, dass der Sommer vorbei ist die MĂŒcken verschwunden sind. Die wĂ€ren hier sicherlich eine Plage.

Wir gehen noch ein StĂŒck, die FußabdrĂŒcke der Person die vor uns hier entlang gelaufen ist, sind meist nicht mehr zu sehen – vielleicht folgen wir jetzt Elchen? Ein Blick auf die Uhr sagt uns, dass wir nicht mehr viel Zeit haben. Eigentlich wollten wir die RasthĂŒtte Peiggaluoppal erreichen. Aussichtslos. Wir haben noch nicht einmal die Renvaktarstuga Vuopmegeahci gesehen, die an einem quer verlaufenden Wanderpfad liegt, den wir hĂ€tten treffen mĂŒssen. Dieser Weg verbindet das Tal in dem wir Laufen mit dem Tal VisttasvĂĄggi, von dort kann man dann weiter zum Kebnekaise wandern. In mir kommt langsam Panik auf – schreckliches GefĂŒhl –, seit Stunden haben wir nur Wald gesehen. Mein Mann bleibt dank meiner Panik ruhig und gelassen. Wir sind erschöpft und hungrig, weit und breit kein Ort, an dem wir hĂ€tten das Zelt aufstellen können. So versuchen wir den Berg senkrecht hinaufzulaufen um den Pfad wieder zu finden – ich bin ja der Meinung, das ist zu gefĂ€hrlich – aber ich hab’s ja eh schon mit der Panik zu kĂ€mpfen. Je höher wir kommen, umso steiler und undurchdringlicher wird es. Dann doch die andere Variante, die höchstwahrscheinlich nass ist. Wir laufen nun direkt in Richtung Fluss hinunter um dessen Verlauf zu folgen. So mĂŒssten wir auch auf den anderen Wanderpfad stoßen – soweit die Theorie. Wir brauchen gar nicht lange zu gehen und schon stoßen wir auf eine neue Lichtung. Der Boden ist fest und relativ eben, ein Pfad verlĂ€uft dort. Mein Mann ĂŒberzeugt mich, noch nicht das Zelt aufzustellen und den Pfad noch ein paar Meter zu folgen. Ich hĂ€tte ihn umbringen können! Aber er sollte Recht behalten. Keine 5 Minuten spĂ€ter sehen wir das Dach der Renvaktarstuga.

WĂ€hrend wir noch damit beschĂ€ftigt sind unser Zelt aufzubauen, kommt ein junger Mann auf uns zu. Er fragt auf Schwedisch, ob wir seine Freunde gesehen hĂ€tten, einen Mann und eine Frau. Sie hĂ€tten sich auf dem Weg hierher getrennt und schließlich aus den Augen verloren oder umgekehrt. Wir mĂŒssen ihm leider diesen Hoffnungsschimmer nehmen. Haben wir doch seit zwei Tagen niemanden mehr gesehen. Er erzĂ€hlt weiter, dass er dem Pfad gefolgt sei und irgendwann im Wald unten im Tal rausgekommen sei und sich dort durchgeschlagen hĂ€tte 
 womit auch geklĂ€rt wĂ€re, wessen Spuren wir gefolgt sind. Er wolle dann an der BrĂŒcke am Fluss auf seine Freunde warten, wir könnten ihnen das ausrichten, wenn wir sie sehen. Er wolle noch eine Nachricht in der KĂ„ta oben am Berg hinterlassen.
Bevor wir anfangen zu kochen und uns ein wĂ€rmendes Feuer anzĂŒnden, auch damit die Schuhe wieder etwas trocknen können, wird es dunkel.

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NissonvĂĄggi

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Aufsteigender Nebel beim See Rautasjaure

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Mein Mann im FlĂŒsschen NissonvĂĄggijohka

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Trotz aller Anstrengungen wird die Tour in vollen ZĂŒgen genossen - ich kann noch immer lachen!

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Und ab durch die BĂŒsche - hier mal nicht Schulterhoch :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Trekkingtour Lapporten – Abiskojaure – Abisko im Sept. 0
BeitragVerfasst: 13. MĂ€rz 2010 17:04 
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Die Tour beginnt mit einem kurzen, aber steilen, Anstieg zur KĂ„ta. Wir halten uns links, ĂŒberqueren unter Zuhilfenahme grĂ¶ĂŸerer Steine den Bach, kĂ€mpfen uns nochmals kurz durch Buschwerk und können schließlich die Wanderung im zĂŒgigen Tempo fortsetzen. Wir kommen gut voran und mĂŒssen uns nur noch selten durch Buschwerk kĂ€mpfen. Der Wanderpfad ist gut zu erkennen. Immer wieder erhĂ€lt man großartige Aussichten auf die Bergwelt und das breite Tal. Innerhalb relativ kurzer Zeit erreichen wir den Anfang der Seenkette unterhalb AdnjetjĂ„rro. GeröllhĂŒgel sind zu erkennen, eine Rentierherde grast in einiger Entfernung. Unser Weg fĂŒhrt direkt an ihnen vorbei. Der Weg verlĂ€uft nun im Großen und Ganzen ziemlich eben, hin und wieder ĂŒber die zuvor gesichteten GeröllhĂŒgel. Wobei Geröll ĂŒbertrieben ist, Kies wĂ€re die bessere Bezeichnung mit ein paar grĂ¶ĂŸeren Steinen. Dementsprechend einfach und ohne Stolpersteine ist der Weg.
Schließlich erreichen wir eine Art Kreuzung. Zum ersten Mal seit der Lapporten sehen wir Bohlenstege ĂŒbers Moor verlaufen. Irgendwo hier mĂŒsste doch jetzt lt. Karte die Raststuga Peiggaluoppal sein. Es ist zwar erst frĂŒher Nachmittag, aber ein Ofen und ein festes Dach ĂŒberm Kopf wĂ€ren nicht zu verachten, zumal es immer wieder leichte Regenschauern ĂŒber uns herziehen.
„Lass uns mal schauen, was hinter dem HĂŒgel ist“, sage ich zu meinem Mann, denn ganz grundlos wird die Markierung dort nicht angebracht worden sein. Also widerstehen wir den verfĂŒhrerischen Bohlenstegen und laufen ĂŒber Felsen den HĂŒgel hinauf. An einem See, dem Bieggaluoppal steht sie, die Raststuga. Wir mĂŒssen nur noch geschĂ€tzte 300 m zurĂŒcklegen um sie zu erreichen.
Viel Holz ist nicht mehr da, aber es reicht aus. Schnell wird der Ofen angezĂŒndet. Die nasse Kleidung getrocknet und wenn man schon mal dabei ist, eine grĂŒndliche WĂ€sche von sich selbst und ein paar WĂ€schestĂŒcken durchgefĂŒhrt. So lĂ€sst es sich aushalten!
Am spĂ€ten Nachmittag erscheint dann plötzlich ein Mann in der TĂŒr. Wir begrĂŒĂŸen ihn und seine Begleiterin. Schnell stellt sich heraus, dass wir Landsleute sind und unterhalten uns etwas. Sie sind etwas Ă€lter und haben schon einige Trekkingtouren unternommen wobei sie schon mehrfach durch die Lapporten wandern wollten. Haben jedoch jedes Mal die Abzweigung verpasst und seien immer in Kaisepakte herausgekommen. Das letzte Mal wĂ€re die Lapporten schon mit Schnee bedeckt gewesen.
Von ihnen erfahren wir auch, dass er Weg, den wir am Vortag verloren hatten, nicht einfach zu gehen sei. Allerdings haben die beiden eine Ă€ltere Wanderkarte auf der wir sehen, dass es vor einigen Jahren von der Renvaktarstuga zur RautasjaurekĂ„tan einen Wanderpfad mit BrĂŒcken ĂŒber die grĂ¶ĂŸeren FlĂŒsse gegeben hat. Auf unserer Karte ist davon nichts mehr zu erkennen, noch nicht einmal mehr die BrĂŒcken – gesehen hatten wir auch keine. Aber immerhin wissen wir jetzt, dass wir uns insbesondere auf den Lichtungen mit den großen Steinhaufen, auf dem alten Pfad bewegt haben.
Wir zeigen die Stelle, wo wir den Nissonvåggijohka durchwatet haben. Allerdings können wir auch nicht beschreiben oder erklÀren, wo genau der Weg zur Lapporten zu finden ist und erzÀhlen das Erlebte.
Diese Nacht verbringen wir in der warmen HĂŒtte und am Morgen drauf ist sogar unser Zelt wieder trocken, dass wir zu diesem Zweck ĂŒber die Leinen gehangen haben.
SpĂ€t abends, als es anfĂ€ngt zu dĂ€mmern, hören wir laute RotorgerĂ€usche. Nicht weit entfernt von der Raststuga landet ein Helikopter. Ohne den Rotor auszuschalten verweilt er dort kurz und fliegt im letzten Tageslicht zurĂŒck nach Abisko.

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Blick zurĂŒck ins Tal Richtung Rautasjaure, folgt man dem bewaldeten HĂŒgel links bildeinwĂ€rts und zugleich ins Tal, befindet sich die Renvaktarstuga in etwas am Ende der steileren Abschnitts. Und irgendwo dort, links des Flusses, wo die Sonne das Tal so schön anstrahlt, sind wir Tags zuvor durch Wald und Sumpf gelaufen.

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Rechts der Berg Siellacohkka (1.647 m), der zum AdnjetjÄrro gehört, im Tal der Fluss Aliseatnu und ein herrlicher und einfacher Wanderweg bis hin zum Kungsleden am Ende des Tal

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Raststuga Peiggaluoppal vor dem Massiv des AdnjetjÄrro - links geht's in Richtung Kungsleden, rechts nach Kaisepatke


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 Betreff des Beitrags: Re: Trekkingtour Lapporten – Abiskojaure – Abisko im Sept. 0
BeitragVerfasst: 13. MĂ€rz 2010 17:40 
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Am Morgen stellt sich heraus, dass der Helikopter jemanden hergeflogen hat. Ein großes Zelt steht nun in NĂ€he des Landeplatzes.
Wir laufen das kurze StĂŒcke zum Wanderweg zurĂŒck, weiter ĂŒber Bohlenstege, hin und wieder nochmal durch hinderliches GestrĂŒpp und hören SchĂŒsse. Die Jagdsaison ist eröffnet. Erschrocken fliegen SchneehĂŒhner auf, wieder SchĂŒsse und ich muss mit ansehen, wie eines getroffen wieder zu Boden fĂ€llt. Hier hĂ€lt mich nun nichts mehr, nur schnell weg, weit weg von den JĂ€gern. WĂŒrde den SchneehĂŒhnern am liebsten sagen, dass sie in ihren Verstecken sitzen bleiben sollen.
Es geht gut voran, ist aber relativ kĂŒhl. Wir haben die Tour frĂŒh begonnen und so gibt es nochmal ein warmes GetrĂ€nk in der schönen Kulisse des ÁhpparijĂĄvri. Ca. 2 Kilometer trennen uns noch vom Fernwanderweg Kungsleden. Es geht ĂŒber Bohlenstege durch ein grĂ¶ĂŸeres, aber trockenes Moorgebiet und auf einen HĂŒgel, den wir aus der Ferne schon erkennen konnten. Der Ausblick von hier ist fantastisch. Weniger fantastisch die Scharen von Wanderern auf dem nur noch knapp 100 m entfernten Kungsleden. Das ist auch der Grund, warum der Kungsleden von nun an bei uns als Wandererautobahn bezeichnet wird. Ohne Probleme konnte man 30-40 Wanderer ausmachen. Der Kungsleden selbst ist dort breit und ausgetreten. Auch wenn die Wanderung von der Lapporten bis zur Renvaktarstuga Vuopmegeahci anstrengend und nicht einfach gewesen war, hĂ€tten wir diese VerhĂ€ltnisse doch wieder bevorzugt. Schmaler Pfad und Einsamkeit.
Wir laufen zusammen mit den anderen in schnellem Tempo zur das GĂĄrddenvĂĄggi – dem Tal, das uns auf direktem Weg zum Abiskojaure fĂŒhrt. Kurz nachdem man den Abzweig zur Kieronstugan (Raststuga) passiert hat erhĂ€lt man einen fantastischen Ausblick auf das in herbstlichen Farben leuchtende liegende Tal unter uns.
Es geht nun steil abwĂ€rts. Ist aber nicht schwer zu laufen. Kaum noch grĂ¶ĂŸere Steine im Weg, eher sandig und festgetreten. Eine HĂ€ngebrĂŒcke fĂŒhrt ĂŒber den Siellajohka, direkt dahinter ein grĂ¶ĂŸerer Zeltplatz. Viele Menschen laufen hier herum. Wir wollen nicht bleiben, auch wenn es der letzte Platz vorm Nationalpark ist und wir noch nicht wissen, ob zelten dort erlaubt ist oder nicht.
Wir kommen im Vergleich zu den Tagen vorher sehr schnell voran und erreichen die Nationalparkgrenze. Der Abisko Nationalpark wurde 1909 unter Schutz gestellt und umfasst eine FlĂ€che von 75 kmÂČ. GeschĂŒtzt wird das Hochgebirgstal vom Abiskojaure bis zur MĂŒndung des Flusses AbiskojĂ„kka in den See TornetrĂ€sk. Der Abisko Nationalpark gehört zu den niederschlagsĂ€rmsten Regionen Lapplands mit einer Jahresniederschlagsmenge von 298 mm.
Mehrere Blicke ĂŒber die Informationstafel geben keinen Hinweis auf ein Zeltverbot innerhalb des Parks. Na dann! Dennoch wollen wir die Abiskojaurestugorna anlaufen und möglichst dort ĂŒbernachten. Eine riesige metallene HĂ€ngebrĂŒcke fĂŒhrt ĂŒber den Fluss KamajĂ„kka und es sind nur noch wenige Meter bis zu den HĂŒtten.
Was fĂŒr ein Betrieb! Jede Menge Zelte sind aufgestellt, etliche Wanderer sind noch mit dem Aufbau beschĂ€ftigt. Eine Frau lĂ€uft draußen herum und verteilt ihre Gruppe auf die letzten von ihr ergatterten Betten den HĂŒtten. Die HĂŒttenwirtin kommt auf uns zu und fragt ob wir bleiben wollen. Ich sage nur: „Nej, tack!“ und schĂŒttele fassungslos den Kopf. Sie lĂ€chelt nur und scheint zu verstehen, sagt, dass sie komplett voll wĂ€ren.
Wir haben noch genug Kondition und so laufen wir noch ein StĂŒck in Richtung Abisko, die Augen offen haltend nach einem geeigneten Zeltplatz. Wir finden einen, der einer hĂ€tte sein können. Platte und dĂŒnne Bodenvegetation im Vergleich zu den Bereichen rechts und links, fast ĂŒberall kann man auf die Erde blicken. Ein Bach fließt direkt nebenan und auf der anderen Seite des Baches befinden sich HolzbĂ€nke und definitiv eine Stelle, wo schon hĂ€ufiger Zelte gestanden haben. Selbst eine Feuerstelle ist vorhanden, was mich etwas wundert. Wir schlagen unser Zelt also unterhalb des 1.551 m hohen Berges Giron auf. Selten sehen wir noch andere Wanderer, die uns zum grĂ¶ĂŸten Teil gar nicht zu bemerken scheinen. Es dauert noch eine Weile bis Sonnenuntergang, der sich hier einfach herrlich prĂ€sentiert und den Giron in orange-rotes Licht taucht. Still liegt der Abiskojaure vor uns.

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Übergang Áhpparjávri zum Bieggaluoppal und mittendrin die Raststuga Peiggaluoppal

Bild
Im GĂĄrddenvĂĄggi
links Giron - rechts AdnjetjÄrro - mittendrin, als kleiner schwarzer Punkt, die Kieronstugan

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Einmaliger Zeltplatz unterhalb des Giron (werden wir nie wieder tun, weil es verboten ist - auch wenn man den Platz wieder so verlÀsst, wie man ihn vorgfunden hat)


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 Betreff des Beitrags: Re: Trekkingtour Lapporten – Abiskojaure – Abisko im Sept. 0
BeitragVerfasst: 13. MĂ€rz 2010 18:10 
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Die Sonne begrĂŒĂŸt uns schon am Morgen. Wir können noch in Ruhe und unbeobachtet frĂŒhstĂŒcken. Wie immer MĂŒsli mit Milch, Kaffee und Tee. Das MĂŒsli diesmal verfeinert mit Blaubeeren. Die Morgensonne lĂ€sst die herbstlichen Farben richtig leuchten. So darf es gerne immer sein.
Noch wĂ€hrend wir das Zelt abbauen beginnt die Betriebsamkeit auf dem Kungsleden Richtung Abisko, wie schon am Vortag. Die Menschen in den Abiskojaurestugorna sind anscheinend noch frĂŒher aufgestanden wie wir.
Wir reihen uns ein, bleibt uns etwas anderes ĂŒbrig? Wenn man sich mit der Geschwindigkeit anpasst, sieht man wenigstens nicht allzu viele Menschen. Der Weg fĂŒhrt ein gutes StĂŒck entlang des Abiskojaure und danach entlang des AbiskojĂ„kka. Immer im ausgezeichneten Zustand. Bohlenstege ĂŒber sumpfige Stellen, BrĂŒcken ĂŒber FlĂŒsse. So wundert es nicht, dass man schnell einige Kilometer, ohne sich großartig anzustrengen, durch den Birkenwald hinter sich bringt. Immer wieder Blicke auf Berge und den Fluss.
Wir werden wehmĂŒtig. Beim Zeltplatz am Nissonjohka machen wir Mittagsrast. Wenigstens noch einmal den Sturmkocher rausholen und draußen eine warme Mahlzeit genießen. Gute Idee, nur hatte ich beim Kauf des Essens nicht genau darauf geachtet, was alles drin ist. Ich bin kein Freund von Sonnenblumenkernen, mein Mann von Rosinen. Aber was haben diese Zutaten in “Chicken Curry“ zu suchen??? WĂ€hrend die Mahlzeit also vor sich hin köchelt, fische ich die zwei ungewollten Bestandteile aus dem Topf. Es fĂ€ngt auch wieder an zu regnen und so ziehen wir uns in die WetterschutzhĂŒtte zurĂŒck.
Seit unserem letzten Besuch im Abisko Nationalpark im Jahre 2006 hat sich einiges verĂ€ndert. Die HĂ€ngebrĂŒcken wurden erneuert, jetzt vollkommen aus Stahl, der Rastplatz wurde mit Betontischen und –stĂŒhlen aufgerĂŒstet, auch die WetterschutzhĂŒtte passt optisch zu diesen Neuerungen.
Mir gefĂ€llt’s nicht. Beton ist zwar witterungsbestĂ€ndig, passt aber ĂŒberhaupt nicht in diese ansonsten sehr schöne Kulisse.
DafĂŒr ist der Blick vom Marmorbrottet noch genauso schön wie damals. Kurze Zeit spĂ€ter stehen wir dann auch schon am Anfang des Canyon. Der Regen verstĂ€rkt sich und so legen wir auch noch schnell die letzten Meter bis zum Parkplatz NĂ€he der Abisko Turist Station zurĂŒck. Auf der Hinweistafel steht dann auch geschrieben, dass im Park außerhalb der dafĂŒr eingerichteten RastplĂ€tze nicht gecampt werden darf. Jetzt wissen wir es. Vielleicht sollte die Tafel am anderen Ende auch mal aktualisiert werden.

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Herbst am Abiskojaure

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Blick zurĂŒck ĂŒber den Abiskojaure

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Der AbiskojÄkka hat auch "seine" ruhigen Seiten

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AbiskojÄkka beim Rastplatz Nissonjohka

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Dort oben begann unsere Tour - Lapporten

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Beginn des Abisko-Canyon und der Berg Njulla


So, das war's. Ich hoffe, es hat einigermaßen gefallen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Trekkingtour Lapporten – Abiskojaure – Abisko im Sept. 0
BeitragVerfasst: 13. MĂ€rz 2010 18:17 
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Vielen Dank fĂŒr den tollen informativen Bericht, man ist beim lesen richtig mit gewandert. :thumbsup:

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 Betreff des Beitrags: Re: Trekkingtour Lapporten – Abiskojaure – Abisko im Sept. 0
BeitragVerfasst: 14. MĂ€rz 2010 13:08 
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Sehr schön geschriebener Bericht und geniale Bilder wie immer. :thumbsup:


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 Betreff des Beitrags: Re: Trekkingtour Lapporten – Abiskojaure – Abisko im Sept. 0
BeitragVerfasst: 15. MĂ€rz 2010 19:04 
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da kommt man ja richtig ins schwÀrmen bei so einem Bericht und den tollen Bildern!
Es erinnert uns doch auch an unsere Reise vom 7.-15. Sept. 09, da waren wir auch im Abisko ( aber mit unserem Campingbus) und haben auch diese wunderschönen herbstlichen Farben bewundert.
Also, danke fĂŒr den tollen Bericht und das du dir so die Finger wund getippt hast, ich bin auch in Gedanken mitgewandert !
Bitte noch mehr von solchen schönen Reiseberichten ! :-)bravo

Liebe GrĂŒĂŸe
Merline


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 Betreff des Beitrags: Re: Trekkingtour Lapporten – Abiskojaure – Abisko im Sept. 0
BeitragVerfasst: 16. MĂ€rz 2010 13:29 
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Vielen lieben Dank, natĂŒrlich freut es mich, solch positive Feedbacks zu erhalten und zu hören, dass es Leute gibt, die Spaß dabei haben, meine langen Texte zu lesen.

Prinzipiell habe ich vor, auch Tagestouren mit Fotos versehen, mal als Bericht zu verfassen und hier einzustellen. Das wird aber noch etwas dauern. Und die nÀchste Mehrtagestour ist noch lange Zeit hin ... leider.

Merline, dann sind wir ja vielleicht sogar aneinander vorbeigelaufen, oder gefahren :pfeif: Das nĂ€chste Mal grĂŒĂŸt Du dann aber! :-winker


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 Betreff des Beitrags: Re: Trekkingtour Lapporten – Abiskojaure – Abisko im Sept. 0
BeitragVerfasst: 16. MĂ€rz 2010 18:51 
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Hallo, Wölfchen,

das ist wirklich ein schöner Bericht und ganz tolle Fotos! Vielen Dank fĂŒr die MĂŒhe!

Mein Mann ist dort schon gewandert, und er geriet ins SchwÀrmen, als er die Fotos sah!

Ich wĂŒrde ja auch gern mal - aber noch sind unsere Kinder zu klein.

Plant ihr schon wieder die nÀchste Tour?

Gruß, ankeli


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 Betreff des Beitrags: Re: Trekkingtour Lapporten – Abiskojaure – Abisko im Sept. 0
BeitragVerfasst: 16. MĂ€rz 2010 19:38 
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Dann wird es bei Dir/Euch nach noch eine ganze Weile dauern, bis die Kinder in einem Alter sind, bis sie mitkönnen!

Bei uns ist die nĂ€chste Tour in Planung. Fest steht ein nochmaliger Ausflug ins Rogen Naturreservat, diesmal allerdings mit Kanu. Danach wollen mein Mann und ich dann gerne auf den Skierffe. Was wir noch nicht wissen, ist, wie es von dort aus weiter geht. Sarek, Padjelanta, Kebnekaiserundtour, Helagsgegend, ... Das steht noch in den Sternen. Mir fehlt noch die Eingebung, die mich sonst so ĂŒberkommt, wenn die Wanderkarten vor mir ausgebreitet liegen. Aber das kommt noch.

Ich bin 6 Wochen in Schweden, mein Mann nur 4 Wochen :mrgreen: :mrgreen:

Und, plant Ihr schon einen Schwedenurlaub mit Euren Kindern?


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dazan

 Betreff des Beitrags: Re: Trekkingtour Lapporten – Abiskojaure – Abisko im Sept. 0
BeitragVerfasst: 17. MĂ€rz 2010 22:47 
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Hallo, wölfchen,

ja, bei uns werden wohl noch einige Jahre vergehen, bis wir so eine Tour wagen können ... bisher haben wir es nur auf Wege mit einer Übernachtung gebracht, aber man kann sich ja langsam steigern ;)

FĂŒr diesen Sommer schwanken wir noch zwischen Schweden und Frankreich. Wie alle Jahre davor auch - und wir sind bisher JEDES Jahr nach Schweden gefahren! :-flagg War auch immer schön! :thumbsup: Wahrscheinlich wird es wieder darauf hinauslaufen :pfeif:

Euch auch schon mal viel Spaß beim Planen - klingt ja schon gut, was ihr vorhabt!

Liebe GrĂŒĂŸe, ankeli


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 Betreff des Beitrags: Re: Trekkingtour Lapporten – Abiskojaure – Abisko im Sept. 0
BeitragVerfasst: 24. August 2010 11:45 
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Zitat:
Ausblick vom Båddosdievvå auf Abisko und TornetrÀsk


Mir fehlen die Worte... Einfach traumhaft...

Jetzt weiß ich endlich, wo ich ein FerienhĂ€usle haben möchte!!! ))


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 Betreff des Beitrags: Re: Trekkingtour Lapporten – Abiskojaure – Abisko im Sept. 0
BeitragVerfasst: 15. Juli 2011 17:48 
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ganz großes Kino! Danke fĂŒrs Zeigen.

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