Asylpolitik: Von "offenen Herzen" zu "Kopf in den Sand"

Re: Asylpolitik: Von "offenen Herzen" zu "Kopf in den Sand"

Beitragvon Grizzly2 » 2. August 2016 07:05

Die Erklärung ist wohl harmloser, der NSA dürfte ausnahmsweise mal unschuldig gewesen sein:
http://sweforum.schwedenstube.de/schwedenfotos/serverausfall-am-wochenende-t33145.html
Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an (Kurt Tucholsky)

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Re: Asylpolitik: Von "offenen Herzen" zu "Kopf in den Sand"

Beitragvon Rallaren » 9. August 2016 19:38

Grizzly2 hat geschrieben:Das Fluchtproblem ist ausschliesslich über die Fluchtursachen bearbeitbar, nicht über Abschottung und Deportation. Denn die Menschen kommen, fragt sich nur wie und welche. Die Brutalsten überleben den Kampf um die Plätze in den Schlauchbooten, und Frauen und Kinder, woran in Schweden wie in Deutschland (Frauen im gebärfähigen Alter gemeint) ein Defizit herrscht, ersaufen im Mittelmeer. Das ist die logische Konsequenz der Abschottungspolitik - strunzdumm also, inhuman sowieso.

Da gebe ich Dir vollkommen recht. Ich finde es total verfehlt, sich mit viel Aufwand um die zu bemühen, welche nach Europa gekommen sind, aber die zu vergessen, welche noch in den Kriegsgebieten oder Lagern in den Nachbarländern leben, vegetieren. Es ist beschämend, Alte und Schwache vor Ort verrecken zu lassen, hier aber viel Geld für diejenigen, die es geschafft haben, weil sie jung und kräftig sind oder so wohlhabend um kriminelle Schlepper zu bezahlen, auszugeben.
Das hat vor der letzten Wahl die SD gefordert. Nun fordert es ganz Europa, macht aber nichts.
Und es ist wahr, wem es gut geht, wer nicht um Leib und Leben fürchten muß, der flieht auch nicht.
Hoffentlich gibt es bald ein Mittel gegen diese Pest Religiöse Verbohrtheit und Dummheit.
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Re: Asylpolitik: Von "offenen Herzen" zu "Kopf in den Sand"

Beitragvon siltal » 4. Mai 2018 10:35

Hallo,

heute hat die Sozialdemokratische Regierungspartei mit Ministerpräsident Löfven und Einwadnerungsminsiterin Fritzon gesagt, dass Schweden weiterhin an der restrikiven Asyl-und Einwadnerungspolitk festhalten muss. 2017 kamen 27000 Menschen. 14000 wären angemessen. Schweden habe zu viele Migranten in den letzten Jahren aufgenommen. Wer abgelehnt werde, müsse das Land verlassen, keine Sozialleistungen mehr bekommen und Kinder von abgelehnten Bewerbern auch nicht zur Schule in Schweden gehen dürfen. Zentrale Ankunftslager/-heime sollen entstehen, und konsequent abgeschoben werden. Das Gesetz des "eigenen" Wohnens und "eigener" Wohnsitzsuche eingeschränkt werden. Das Gesetz zur inländischen Ausländerkrontrolle, welches der Polizei erlaubt, Ausländer in Schweden (wohlgemerkt nur Ausländer) jederzeit zu kontrollieren, soll beibehalten werden. Die Frist (ich glaube es sind momentan 4 Jahre) nachdem man wieder einen Asylantrag stellen kann, soll verdoppelt werden. Eine Arbeitsstelle soll nicht mehr verhindern, dass man nicht abgeschoben wird. usw.usw.
Die Sozialdemokraten wünschen allerdings, in einem nicht genannten Zeitraum, wieder zur alten Asylpolitk zurückzukehren.

Es ist Wahlkampf in Schweden, und der Druck seitens der Schwedendemokraten scheint sehr gross zu sein, wenn die Sozialdemokraten sich zu solchen Aussagen und Forderungen gezwungen sehen.

https://www.svt.se/nyheter/s-vill-ha-fo ... onspolitik

Schöne Grüsse
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Re: Asylpolitik: Von "offenen Herzen" zu "Kopf in den Sand"

Beitragvon Speedy » 4. Mai 2018 12:06

aber mal ehrlich das Asylgesetz war ja in S noch grosszuegiger als in D. Viel zu ueppig was die z.T, bekommen haben.
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Re: Asylpolitik: Von "offenen Herzen" zu "Kopf in den Sand"

Beitragvon Grizzly2 » 5. Mai 2018 08:13

Gäbe es keine Fluchtursachen, gäbe es auch keine Schlepper. Das Fluchtproblem ist AUSSCHLIESSLICH vor Ort anzugehen, diejenigen die schon hier oder auf dem Weg sind, brauchen hier Hilfe. Rassisische Hetze wie die von SD ist drakonisch zu bestrafen und nicht zu honorieren, indem man diese Verbrecher pampert und ihnen nach dem Mund redet. Löfven macht den gleichen Fehler wie Seehofer/Söder &Co. und wird mit dieser falschen und inhumanen Taktik scheitern.
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Re: Asylpolitik: Von "offenen Herzen" zu "Kopf in den Sand"

Beitragvon siltal » 5. Mai 2018 09:47

Hallo,

verstehe die Aussage von Löfven ebenfalls nicht. Wenn es die Absicht sein sollte, im "Mainstream" der öffentlichen Meinung mitzuschwimmen und Wahlkampf zu machen, dann werden sich doch viele Wähler das "Original" wählen, anstelle der in dieser Frage nun gewendeten Sozialdemokraten. (Kann mir gut vorstellen, dass die Führung der SD bei der Nachricht von der Pressekonferenz mit Löfven/Fritzon eine Flasche zum Anstossen aufgemacht hat)

Oder die Sozialdemokraten meinen es ehrlich mit der Aussage, dann wirds aber auch nicht viel besser. Das Ergebnis wird im Herbst zu bestaunen sein.

Schönes Wochenende
siltal
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