Auswandern nach Schweden

Auswandern nach Schweden

Beitragvon Mimmie102 » 26. Dezember 2018 09:27

Hallo ihr Lieben,

ich bräuchte mal einen Rat von euch.
Ich bin 22 Jahre alt und werde nächstes Jahr mit meinem Studium fertig. Dass ich danach auswander, war für mich schon immer klar.
Ich habe hier in Deutschland nach meinem Studium einen Job sicher, den ich komplett im Homeoffice mit Internet machen kann. Nun frage ich mich, inwiefern es möglich ist, mit einem deutschen Gehalt in Schweden zu leben. Dazu muss ich sagen: ich lebe sehr gerne in einfachen Verhältnissen etwas außerhalb von Städten, später dann vielleicht sogar wirklich richtig auf dem Land. Zunächst interessieren mich die nördlichen Provinzen, also Norbotten, Vasterbotten und Jämtland. Wie viel Geld braucht man in der Gegend wirklich um zu leben?
Wie viel Rücklage hattet ihr als ihr rüber gegangen seid? Und wie viel Rücklage braucht man wenn man schon Arbeit hat?
Zum Thema Sprachkenntnisse: Ich lerne zum Glück schnell und kann davon ausgehen, dass ich zumindest mit B2-Level rübergehen werde. Zum normalen Leben sollte das erstmal reichen, oder?
Könnt ihr mir ansonsten noch Tipps geben was ich beachten muss wenn ich nach Schweden gehe?

Ganz liebe Grüße
Mimmie
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Re: Auswandern nach Schweden

Beitragvon Ulf h » 26. Dezember 2018 19:40

... mit dem Gehalt einer Frisörin lebt es sich schlechter als mit dem eines Chefarztes ...

... über Wohnungsmieten haben sich einige Arbeitskollegen beschwert, das dürfte also 20 bis 50% teurer sein als in Deutschland ... dabei wird sich ländliches Lappland von Stockholm City ebenso wie Mecklenburger Hinterland von München Innenstadt um den Faktor 5 unterscheiden ... sprich der Preis fürs Wohnen hängt wesentlich mehr von der Lage im Land als vom Land ab ...

... Nahrungsmittel sind fast nirgends so günstig um nicht zu sagen billig wie beim deutschen Discounter ...aber den gibts auch in Schweden, beim dortigen Lidl gibts deutsches Futter zu fast deutschen Preisen ... allerdings nur im Süden und in Küstennähe ... die lokalen Platzhrische des Lebensmitteleinzelhandels ICA und Coop gibts in mittleren Orten flächendeckend, Preise etwas über deutschen Supermärkten wie Edeka ... in kleinen Dörfern gibts dann ICA Nära und Handlarn, Auswahl etwas bescheidener und Preise nochmal etwas höher ...

... kommt also drauf an, wieviel Geld du in Deutschland brauchst, mit etwas mehr, aber sicher nicht dem mehrfachen kommt man auch in Schweden gut aus ...

Gruss Ulf
Planung ist dazu da, dass man einen Ausgangspunkt für Änderungen hat ...
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Re: Auswandern nach Schweden

Beitragvon Robur » 28. Dezember 2018 21:39

[quote="Mimmie102"... mit einem deutschen Gehalt in Schweden zu leben.... [/quote]

Interessant! Lass mich/das Forum doch mal bitte teilhaben wie du die Sache mit deutschen Gehalt ohne deutschen bzw. mit schwedischem Wohnsitz löst.
God save the Ted's!
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Re: Auswandern nach Schweden

Beitragvon milli » 28. Dezember 2018 22:28

Würde mich auch sehr interessieren. Wenn die arbeit selbstständig ist, dann muss alles in schweden versteuert werden. auch die Abgaben als eigene Firma und die kommunalskatt.
wenn Angestellter in Deutschland mit home office in Schweden, dann hat der duetsche Arbeitgeber plötzlich eine Betriebsstätte in Schweden. Dann muss der die schwedischen Arbeitgeberabgaben nach schweden überweisen und dann auch eine Steuererklärung/Buchführung für seine schwedische Betriebsstätte machen.
Also halte uns gerne auf dem laufenden.
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Re: Auswandern nach Schweden

Beitragvon Lussekatter » 29. Dezember 2018 11:27

Robur hat geschrieben:[quote="Mimmie102"... mit einem deutschen Gehalt in Schweden zu leben....


Interessant! Lass mich/das Forum doch mal bitte teilhaben wie du die Sache mit deutschen Gehalt ohne deutschen bzw. mit schwedischem Wohnsitz löst.[/quote]
... mit wenig Worten viel aussagen,
Dank an dich,von mir 5*+. :-winker
Ordnung ist das halbe Leben,aber ich lebe in der anderen Hälfte :smiling:
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Re: Auswandern nach Schweden

Beitragvon milli » 29. Dezember 2018 16:47

muss noch ergänzen, um es korrekt zu machen. Wenn angestellt in schwedischer betriebsstätte, dann gilt auch das schwedische Tarifabkommen und Tarifgesetze. Somit muss der Lohn dem schwedischen tariflich festgelegten Lohn, evtl mit gewerkschaftlich vereinbarten Zusatzleistungen (Tjänstepenionsförsäkring etc.) entsprechen. Das führt dazu, dass der Nettolohn häufig unter dem Nettolohn in Deutschland liegt, besonders häufig im Bereich Computer/IT und Gesundheits-/Pflegeberufe. Dass diese Anforderungen nicht mal von schwedischen Arbeitgebern immer erfüllt werden (weil die anscheinend kompliziert sind), kann man an den kompetensutvisningar sehen, die immer mal wieder auftauchen.

Ansonsten ein wunderbarer Gedanke, auf dessen konkrete Antworten zur praktischen Umsetzung viele hier anscheinend warten.
Halt uns auf dem laufenden.
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