@Irene
ich habe geschrieben, dass Samhall bis vor fünf Jahren sehr gut war, aber danach die Probleme begannen. In einzelnen Städten mag auch heute noch allesin Ordnung sein, zumal Samhall ein gigantisches Unternehmen ist, aber gesamt gesehen rate ich nicht mehr zu Samhall.
Ich weiss nicht wann Du dort gearbeitet hast, aber ich selbst, sowie eine ganze Menge anderer Journalisten haben Material, das einem die Haare zu Berge stehen lässt. Alle Fälle kommen aus den letzten Jahren. Und uppdrag granskning, die mit versteckter Kamera filmten, haben ihr Material auch nicht erfunden.
Ich freue mich für Dich, wenn Du gute Erfahrungen hattest, und falls sie aus den letzten Jahren kommen, so freut es mich um so mehr, weil es dann eben doch noch einige Stellen gibt, die korrekt und nach der alten Idee arbeiten, aber es freut mich nicht, wenn Behinderte in ihrer Entwicklung gebremst und ausgebeutet werden, was bei Samhall auch der Fall ist.
Wenn Du Dir den letzten Jahresbericht (
http://www.samhall.se/upload/Dokument/%C3%85HR_2010.pdf) genauer ansiehst, so siehst Du auch, womit das Unternehmen sein Geld verdient, wieviel, und wie wenig das Unternehmen selbst investieren muss.
Ich weiss auch nicht, warum Behinderte so gut im Saubermachen sein sollen, der Hauptarbeit bei Samhall. Behinderte sind oft sehr intelligent und können bei richtiger Förderung weitaus qualifiziertere Arbeit leisten, die sie mehr befriedigt. Und gerade beim down syndrom ist Samhall sicher nicht der ideale Ort. Vor wenigen Tagen sprache ich mit jemandem, der mit down syndrom an der Kasse eines Gartencenters sitzt, wo er Kundenkontakt hat und sich wohl fühlt, auch wenn er nicht sonderlich viel spricht. So etwas halte ich für eine sinnvolle Förderung, die allerdings nicht von Samhall kommt.
Ich habe selbst nicht bei Samhall gearbeitet, aber mit mehr als einem gesprochen, der dort gearbeitet hat und denke, dass mich ja wohl nicht alle belogen haben. Verstehe mich richtig, ich finde die Grundidee von Samhall gut, aber sie müssen erst einmal zurück zur Grundidee finden und nicht ihren Gewinn mit Geldern der Försäkringskassa füllen. Ich finde es unsinnig, wenn sich die Geschäftsführung Luxus auf Kosten von Behinderten schafft.