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Am Dienstag Abend ist in Malmö erneut ein Mann Opfer tödlicher Schüsse geworden. Der 48-jährige Familienvater wurde damit zum dritten Mordopfer in einer Serie tödlicher Gewalt mit Schusswaffen in diesem Jahr. Später am Abend wurde zudem ein Bombenattentat auf eine Polizeistation in Malmö verübt, bei dem niemand zu schaden kam.
Nach öffentlicher Kritik und der Forderung nach härteren Waffengesetzen hat sich nun auch Justizministerin Beatrice Ask zu Wort gemeldet.
„Wir haben beschlossen, dass eine Verschärfung der Waffengesetzgebung bereits im Sommer in Kraft tritt. Wir arbeiten auch mit noch mehr Verstärkung für die Polizei, es passiert also etwas. In dieser akuten Situation wäre es falsch zu glauben, dass ausschließlich eine Gesetzesänderung hilft. Stattdessen will ich eine bessere Zusammenarbeit zwischen Polizei und Stadt sehen. Man muss in Malmö gemeinsam an einem Strang ziehen.“
Bestürzung in der Bevölkerung Das Opfer ist die dritte Person, die allein in diesem Jahr in der südschwedischen Stadt erschossen wurde. Seit Mai 2011 sind 18 Menschen in Malmö durch Schüsse getötet worden. Passanten in Malmö reagieren mit Besorgnis auf Gewalt in ihrer Stadt
In einer Pressekonferenz sprach der stellvertretende Polizeichef in Skåne, Hans Nordin, von einer außergewöhnlichen Situation, die die volle Aufmerksamkeit der Polizei landesweit habe. Die Grenzstadt Malmö hat sich zum Zentrum Schwedens für Drogenschmuggel entwickelt und laut Polizei ist der Zugang zu Schusswaffen groß. Jedes Jahr, so Nordin, stelle man in der Region über 200 Waffen sicher. Mit den Todesschüssen und anderen Schießereien werden Auseinandersetzungen zwischen kriminellen Gruppen verbunden.
(Quelle: Radio Schweden)
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