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BeitragVerfasst: 23. September 2011 22:52 
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Hej Hannes,

genau das ist das Problem, das ich meine. Die Verträge sind extrem unterschiedlich, so dass man eigentlich Jurist sein muss - oder Makler - um die Fallstricke zu erkennen. Man kann extrem Glück haben, aber auch vor dem Problem stehen, dass man selbst in der "eigenen" Wohnung massiv beschränkt ist. Ich kenne Wohnungen nach Bostadsrätt mit elektrischen Heizungen, was ganz nett ins Geld gehen kann, aber ich kenne auch welche in denen man sämtliche Änderungen und Installationen in Küchen und Bädern selbst unternehmen kann. Da es fast 4000 kooperative Vereine in Schweden gibt, die alle eigene Veträge aushandeln, ist es fast unmöglich eine allgemeine Angabe zu machen, die überall gilt. Als Ratschlag: Den Vertrag sehr genau studieren und die Endkosten mathematisch genau berechnen.

Wer jedoch in der Stadt wohnen will, kann eigentlich nicht wählen, denn gute Mietobjekte zu finden ist noch schwieriger als ein akzeptables Bostadsrätt ausfindig zu machen, wobei das Pendeln mit Eigenheim im Randbezirk auch nicht immer die Lösung ist, denn gerade im Winter führt das manchmal zu erheblichen Problemen, vom Zeitverlust gar nicht erst zu reden.

Viele Grüsse

Herbert

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BeitragVerfasst: 24. September 2011 07:51 
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Herbert von welchen Verträgen schreibst du eigentlich?
Wenn ich ein bostadsrätt kaufe, privat oder durch einen Makler, schreibe ich einen Kaufvertrag. In dem steht überhaupt nichts über meeine Rechte und Pflichten. Auch geben die Makler darüber keine Auskunft.

Das ist Sache des einzelnen Käufers dass er sich erkundigt. Jede grössere Bostadsrättsförening hat ihre Schriften in denen alles genau erklärt wird. Kümmert man sich als Käufer nicht darum dann kann man nicht hinterher auf den Verein schimpfe.

Hannes der Sinn eines Bostadsrätt ist ja darin zu wohnen, nicht nur in Spekulationssyfte was kaufen. Wie bei Eigentumswohnungen in D

Dass man den Grundriss einer Wohnung nicht veändern darf, finde ich gut. Man kann sich ja leicht vorstellen was alle Heimwerker da machen würden......

In den schriften die erklären was es bedeutet sich ein bostadsrätt zu kaufen, sthet auch was meine Aufgabe ist und was die des Vereins. Wie Wasser, Ablauf, Heizung, Fenster, Türen usw.

Bei kleinen, privaten Vereinen wäre ich auch sehr vorsichtig.

Aber wie gesagt, sich vorher erkundigen

Framsidan


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BeitragVerfasst: 24. September 2011 16:53 
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Hej Framsidan,

Vertrag ist eigentlich nicht das richtige Wort, sondern ich meine die Anlagen zum Kaufvertrag und die öffentlichen Berichte, die man mit der Unterschrift des Vertrages automatisch akzeptiert. Genau genommen sind es daher die Jahresberichte, die grundlegenden Konditionen der Vereinigung (bei einer Firma wären es die Allgemeinen Geschäftsbedingungen) und die Entscheidungen, die bei den Hauptversammlungen gefällt wurden. Dies gemeinsam gibt einen ziemlich realistischen Überblick über das, was auf einen zukommen kann, denn damit sind alle Bedingungen abgeklärt.

Bei den Berechnungen, die man anstellen sollte, kommt dann natürlich noch der eigene Bankkredit für den Kauf dazu, denn da gibt es ja auch unterschiedliche Verträge und gewisse Risiken.

Aber Vetrag war sicher nicht das richtige Wort, aber ich wollte den ganzen "Block" irgendwie zusammenfassen. Das wichtigste Dokument kann z.B. so aussehen wie jenes auf der Seite
http://www.brfkallkallan.se/filer/Stadg ... kallan.pdf
und da sind bereits einige "Fallen" für den Käufer eingebaut ...

Auch die Jahresberichte der letzten fünf Jahre sagen einiges aus, denn daraus kann hervorgehen wann letztmals grössere Reparaturen gemacht wurden und ob welche vorgesehen sind, die dann zu höheren Monatsbeträgen führen können.

Wer sich wirklich alle Papiere beschafft, kann sich einen halbwechs brauchbaren Überblick darüber verschaffen, ob der Kauf eines bestimmten Bostadsrätts interessant ist oder nicht, wobei natürlich jeder Verein andere Bedingungen stellen kann. Ich weiss jetzt nicht genau wieviele verschiedene Vereine es im Moment nur in Göteborg gibt, aber mit den kleineren zusammen dürften es zwischen 1300 und 1500 sein. Je nach Wahl kann man also ein gutes Geschäft machen oder eben in Probleme geraten.

Herbert

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BeitragVerfasst: 27. September 2011 09:50 
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Goteborgcity nun ist es leider so dass fast alle die ein bostadsrätt kaufen, erst nach dem Kauf Stadgarna bekommen oder auch die Schriften die genau erklären was es bedeutet ein Bostadsrätt zu kaufen.

Um den Rechenschaftsbericht zu bekommen, muss man selbst mit dem Verein Kontakt aufnehmen, der Makler hat sowas nicht. Die Makler wissen in der Regel sehr wenig vom Verein und geben oft falsche Informationen.
Habe ich den Kaufvertrag unterschrieben, privat oder beim Makler, dann treffe ich den Verein.
Das sollte eigentlich umgekehrt sein.

Aber steht eine Wohnung zum Verkauf dann kann nicht der Verein für jeden Interessenten da ein Treffen haben denn die Kosten würden auf die schon wohnenden dort zukommen. Also wäre es Sache der Makler zu informieren.

Und was glaubst du wieviele lesen Stadgarna? Wenige, leider

Genauso mit dem Informationsblad das wir regelmässig in den Briefkasten bekommen.

Viele die nie auf eine Versammlung gehen

Framsidan


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BeitragVerfasst: 27. September 2011 10:57 
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Hej Framsidan,

ich kenne das Problem, obwohl es eigentlich keines sein dürfte, denn die Jahresberichte müssen veröffentlicht werden und sind daher jedem zugängig, der sich dafür interessiert. In der Regel haben die Makler auch die Stadgarna, aber leider wollen Makler nun einmal verkaufen und nicht unbedingt informieren. Und wenn dann für eine Wohnung auch noch zahlreiche Interessenten da sind, so hat auch der Käufer wenig Möglichkeiten Druck auszuüben, sondern muss einfach blind zugreifen. So lange man die Makler nicht gesetzlich dazu zwingt alles aufzudecken, so lange wird sich das natürlich auch nicht ändern.

Grössere Vereine haben mittlerweile allerdings auch ihre eigene Website, wo man alle offiziellen Dokumente findet, was schon ein sehr grosser Fortschritt ist, auch wenn damit nicht alle Probleme beseitigt werden. Stockholm und Göteborg sind allerdings besonders übel, was Information angeht.

Aber ein ähnliches Problem existiert ja auch für Ferienhäuser und Stugor, denn auch hier informieren die Makler meist nicht über Rechte und Pflichten, die auf den Grundstücken liegen, was sie auch nicht müssen, so lange die Information auf ein Gesetz baut oder im Bauamt nachzulesen ist. Besonders problematisch wird dann, wenn ein Ausländer kaufen will, der sich wirklich nur auf den Makler verlassen kann und nicht weiss wo man welche Information findet ... und sie vielleicht auch nicht lesen kann.

Dass sich die Mitglieder eines Vereins nicht für die Sitzungen interessieren, das ist leider auch normal, obwohl es nicht so sein sollte. Aber das ist das gleiche bei Koloniegärten, Koloniestugor usw. Wenn zehn Prozent deren, die davon betroffen sind, auftauchen, so ist das meist eine gelungene Versammlung. ... Allerdings verstehe ich das auch, denn der Vorstand bleibt meist unverändert und diejenigen, die am besten argumentieren können (für die eigenen Interessen) steuern meist die gesamte Versammlung. Bisweilen wird ein Neuling einfach "tot-argumentiert" und überstimmt. Das ist nicht unbedingt aufbauend. Aber das ist natürlich ein anderes Problem.

Herbert

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