Ereignisse vor und nach der Schlacht von Fehrbellin

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Karsten
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Ereignisse vor und nach der Schlacht von Fehrbellin

Beitrag von Karsten »

Ziemlich exakt vier Jahre nach der denkwürdigen siegreichen Schlacht von Fehrbellin muss sich Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg, äußerst schlecht gefühlt haben. Es ist nachvollziehbar, dass in jenen Tagen des Juni 1679 die Order erging, man präge eine Münze für den alsbaldigen Umlauf. Den Rand ziere ein Schriftzug: “Möge aus meinen Gebeinen ein Rächer erstehen”.

Umstritten wird es immer bleiben, bis in welche Tiefe man sich in die Gedankengänge historisch Agierender hineinversetzen kann, doch ein Blick auf die Ereignisse in Kombination auf schriftliche Hinterlassenschaften, geben ein Aufschluss, wie schwer wütend und tief enttäuscht Friedrich Wilhelm damals gewesen sein muss. Kunstvoll und weitschauend hatte er mehr als zwei Jahrzehnte an einem Plan getüftelt: irgendwie musste und wollte er die Schweden, denen im Artikel X der Osnabrücker Friedensverträge, Vorpommern zugesprochen worden war, als Nachbarn loswerden.

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http://blog.schwedenstube.de/ein-sieger ... ehrbellin/


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Grizzly2
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Re: Ereignisse vor und nach der Schlacht von Fehrbellin

Beitrag von Grizzly2 »

(Grübel ...)
Naziopfer und Stasi-Geplagte wären heilfroh gewesen, wenn Vorpommern auch im 20. Jahrhundert noch zum neutralen Schweden gehört hätte.


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Thorgerle
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Re: Ereignisse vor und nach der Schlacht von Fehrbellin

Beitrag von Thorgerle »

ist denn bei der schlacht ein Mitglied (oder gar ein König) gestorben??
weil in der Geschichtsschreibung von Bernau (bei Berlin)das Stadttor Ende des 17. Jhd lange Zeit Schwedentor genannt wurde. Es hieß, dass dort der schwedische König tot hindurch getragen worden sei.

Gruß Thorgerle



knuut
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Re: Ereignisse vor und nach der Schlacht von Fehrbellin

Beitrag von knuut »

man kann das Schweden von heute nicht mit dem von damals vergleichen. Jede Großmacht oder auch nur Militärmacht muß solch einem Status gehorchen, oder sie hat keine Macht mehr. Deshalb glaube ich, daß die Schweden damals nicht nur nett waren.
Nun haben wir in der Zwischenzeit aber auch erlebt, daß eine Besetzung deutscher Territorien nichtmal für uns Deutsche unbedingt schlecht sein muß.
Ich würde MeckPomm den Schweden zurückgeben :-). Nicht, weil ich was gegen MeckPomm hätte - im Gegenteil. So kämen sie etwas aus dem deutschen Mustopp raus und profitierten von Schwedens Gelassenheit und Freundlichkeit.
Aber ich glaube nicht, daß Schweden das annehmen würden, weil sie keinen Bock mehr auf den Streß haben, den ihre außerschwedischen Gebiete verursachten.



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Grizzly2
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Re: Ereignisse vor und nach der Schlacht von Fehrbellin

Beitrag von Grizzly2 »

@ Knuut:
Seh ich genauso :-flagge2


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Major Tom
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Re: Ereignisse vor und nach der Schlacht von Fehrbellin

Beitrag von Major Tom »

knuut hat geschrieben:man kann das Schweden von heute nicht mit dem von damals vergleichen. Jede Großmacht oder auch nur Militärmacht muß solch einem Status gehorchen, oder sie hat keine Macht mehr. Deshalb glaube ich, daß die Schweden damals nicht nur nett waren.
Nun haben wir in der Zwischenzeit aber auch erlebt, daß eine Besetzung deutscher Territorien nichtmal für uns Deutsche unbedingt schlecht sein muß.
Ich würde MeckPomm den Schweden zurückgeben :-). Nicht, weil ich was gegen MeckPomm hätte - im Gegenteil. So kämen sie etwas aus dem deutschen Mustopp raus und profitierten von Schwedens Gelassenheit und Freundlichkeit.
Aber ich glaube nicht, daß Schweden das annehmen würden, weil sie keinen Bock mehr auf den Streß haben, den ihre außerschwedischen Gebiete verursachten.
Das geht mit der Rückgabe von MV praktisch nicht so einfach :pfeif: Mecklenburg hatte nie was mit Schweden am Hut und war immer eigenständig. Pommern dagegen war Tatsache bis um 1800 und ein paar Zerquetschte zu Schweden gehörig. Nur gibt es das Pommern, was es damals gab auch schon wiederum lange nicht mehr. Ich glaube kaum, dass die Polen es schick finden würden, wenn Gdansk schwedisch werden sollte. Gdanks ist die Provinzhauptstadt der Wojewodschaft Pomorskie.



Efeueule
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Re: Ereignisse vor und nach der Schlacht von Fehrbellin

Beitrag von Efeueule »

Hm....*grübel* *denk*......könnte ich dann als geborene Berlinerin die schwedische Staatsbürgerschaft haben?! :pfeif: *grins* Also wir könnten doch Brandenburg + Berlin direkt dazu nehmen!!!
Aber mal ehrlich: Die würden Euch da aufs Dach steigen!!! Auweia, ich möchte die Leute aus MV erleben, wenn man ihnen sagen würde sie wären jetzt nicht mehr deutsch!!! Könnte ich mir jedenfalls vorstellen, daß sie sich aufregen würden...!
Wie gesagt: Das heutige Schweden ist schließlich ganz anders! Das waren eben ganz andere Zeiten! Wollen wir die deutschen Grenzen so lassen wie sie sind.....können ja froh sein, daß es so gekommen ist!
Liebe Grüße,
Efeueule



knuut
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Re: Ereignisse vor und nach der Schlacht von Fehrbellin

Beitrag von knuut »

Es herrschte damals der Feudalismus. D.H.u.a. daß es Nationalismus nur in geringem Maße gab. Die Potentaten konnten Kriege nur führen, wenn sie genug Geld für die Söldner hatten. Dabei kam es auch zu schlimmen Kriegen,klar. Aber wirklich schlimm wurde es mit der französischen Revolution. Seitdem wurde die Wehrpflicht eingeführt und Menschen mußten quasi kostenlos für ihre Nation oder Sache kämpfen. Die Excesse in den letzten 200 Jahren kennen wir.
Also ich würde es wohl begrüßen, wäre Meck-Pomm bei Schweden geblieben. Die Getreideversorgung der kühlen, nördlichen Gebiete wäre besser gewesen und vielleicht wären die Kriege der letzten 200 Jahre weniger extrem gewesen.



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