Impfen

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CarlJohann
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Impfen

Beitrag von CarlJohann »

Moin!
Mittlerweile sind in Schweden 83% geimpft, ohne besondere Impfwoche, zusätzlichem Döner oder sonstigem.
Am 29.09. werden die sowieso kaum vorhandenen Einschränkungen aufgehoben.
Was läuft da anders?
Es gibt kaum Gerede über Spätfolgen oder sonstige Bedenken.
2G oder 3G oder gar nicht=wird fast überall gleich behandelt
Mein Nachbar sagt, das die Fernbedienung von Bill Gates nicht soweit reicht :lachen4:
Liegt das an dem Vertrauen in den Staat oder sind die Schweden einfach schlauer oder dümmer?
Bin mal gespannt auf eure Meinungen



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kellle
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Re: Impfen

Beitrag von kellle »

80 000 000 gegen 10 000 000 Meinungen



cawley
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Re: Impfen

Beitrag von cawley »

Die Schweden vertrauen dem Staat eher als bei uns wo von vornherein immer erst einmal alles angezweifelt wird.



Wernersvensk
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Re: Impfen

Beitrag von Wernersvensk »

Die Schweden sind einfach entspannter und es ist mehr Platz hier.
Corona nimmt nicht so viel Platz in den Medien ein wie in Deutschland.



AlterSchwede0875
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Re: Impfen

Beitrag von AlterSchwede0875 »

Hej CarlJohann,
woher kommen die 83% Impfquote?
Die mir zugänglichen Zahlen sind erheblich niedriger.
Siehe Link.: https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/schweden/
Es ist mir einiges rätselhaft. Im letzten Jahr gab es in Schweden am 10.09. eine Inzidenz von 13,
dieses Jahr sind es 72,9.
Ein abebben der Pandemie kann ich nicht erkennen.
Oder setzt sich langsam die "Erkenntnis" durch, dass es politisch cleverer wäre, noch mehr zu lockern?
Wobei, habe dieses Jahr auf unserer Rundreise durch Südschweden, absolut gegensätzliche verhaltensweisen
erlebt. Einerseits die in unserer Presse breitgetretene Lockerheit, andererseits aber auch ein konsequentes
beachten von Regularien. Auffällig war für mich, dass in einem Laden -kein Supermarkt- offensichtlich ein
Luftfilter stand. Das Problembewusstsein in Schweden erschien mir nicht unterentwickelt.
Das die Kontrolle, ob alle Ein- und Ausreiseformalien erfüllt wurden, eine Lachnummer war, sei nur am Rand erwähnt.
Auch die auf der Web-Side der Fährgesellschaft verkündeten Corona-Maßnahmen, erwiesen sich als Märchen.
Im Gespräch mit einem Schweden erklärte dieser, Covid 19 wäre ein Problem der Städte.
Auf dem Land gäbe es nur Einzelfälle. In Arvika habe es schon seit Wochen keine Fälle mehr gegeben.
Diese Aussage habe ich nicht überprüfen können. Aber alle weiteren Ausführungen erweckten nicht
den Eindruck, dass er Covid 19 bagatellisieren würde.



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CarlJohann
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Re: Impfen

Beitrag von CarlJohann »

Quelle: Nationella Vaccinationsregistret
Folkhälsomyndigheten
Stand 10.09.
71,8 vollständig
82,6 1.Impfung



Wernersvensk
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Re: Impfen

Beitrag von Wernersvensk »

auf svt.se /vader
gibt es alle Übersichten Lokal über jedes Län



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CarlJohann
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Re: Impfen

Beitrag von CarlJohann »

Moin,
es scheint tatsächlich ein Problem mit den ganz großen Städten zu sein, hier bei uns auf dem Lande man merkt man eigentlich nicht viel.
In den größeren Städten um mich herum Ljungby, Växjö, Halmstad merkt man aber auch nicht so richtig was, ab und zu mal eine Maske (meist Touris)
Plexiglas und Abstandshinweise.
Bestätigen kann ich auch deine Festellungen bezüglich der Ein und Ausreisformalitäten.

Das alles erklärt aber nicht die höhere Impfbereitschaft.
Es scheint doch etwas mit dem Vertrauen und der Zusammenarbeit mit dem Staat zu tun zu haben, obwohl das nicht erscheinen zu einem fest vereinbarten Termin Stafe kosten kann.
Mann bekommt aber einfach und schnell einen neuen Termin.
Erstimpfungen sollen im Oktober abgeschlossen sein.
Die Öffnungen laufen hier nach einem festen vorher bekannten Plan.



milli
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Re: Impfen

Beitrag von milli »

ich glaube, dass die schwedensehr froh waren, dass von ihnen nicht verlangt wurde, was in den anderen nordischen ländern angeordnet wurde. die toten und im vergleich zu den anderen nordischen ländern, mit denen man sich in schweden so gerne vergleicht, vielen infizierten und das kurzfristig zusammengebrochene gesundheitssystem nimmt man gerne in kauf. außerdem ist das hauptsächlcihe thema im moment die leider viel zu häufig vorkommenden schiessereien mit tödlichem ausgang. da stirbt gefühlt jeden tag jemand im moment. heute morgen wieder eine person in växjö. das bewegt die leute im moment mehr, und außerdem sind die hier so entspannt, dass sogar die region kronoberg einer bekennenden impfverweigerin, von beruf krankenpflegerhelferin, die auszeichnung "beste Pflegekraft des jahres 2020" zukommen ließ. gleichzeitig ermahnt und ruft die region kronoberg alle einwohner und besonders die angestellten im pflegebereich auf sich impfen zu lassen. in diesem spannungsfeld muss man die situation in schweden sehen.



AlterSchwede0875
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Re: Impfen

Beitrag von AlterSchwede0875 »

Milli,
Du schreibst: dass sogar die region kronoberg einer bekennenden impfverweigerin, von beruf krankenpflegerhelferin, die auszeichnung "beste Pflegekraft des jahres 2020" zukommen ließ.
Eins muss das andere ja nicht auschließen.
Auch wenn ich - wenn auch mit Bedenken - doch fürs impfen bin.
Es erscheint mir nur auffällig, dass auch hier in Deutschland scheinbar die Quote der Impfverweigerer unter dem medizinischen
Pflegepersonal höher ist als beim Otto Normalverbraucher. Wäre interessant eine diesbezügliche Erhebung über Ärzte zu sehen.

Wenn ich die mir zugänglichen Daten von Israel anschaue - die waren mal "Impfweltmeister"- dann werde ich doch nachdenklich.
Siehe Link:https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/israel/ Die Letalität ist mit 0,63 % zwar ziemlich niedrig, aber die aktuelle Inzidenz
liegt mit 561 weit vor anderen Hochinzidenzländern. Über die Hospitalisierung von Covid 19 erkrankten habe ich allerdings keine Informationen.

Resumee: Der viel gescholtene schwedische Weg war in meinen Augen nur am Anfang - als man die Altersheime ungeschützt ließ- ein riesiger Fehler.
Inzwischen scheint sich das wohl auf ein Niveau einzupendeln, was sich langsam anderen europäischen Ländern annähert. Die bis jetzt ausnehmend guten Zahlen von Dänemark und Norwegen werden auch langsam durch steigende Inzidenzzahlen eingetrübt.

Hoffe nur, dass die Blockade von anderen Therapieansätzen hier in Deutschland mal endlich aufhört. Ich denke da an die schon im letzten Jahr
durch die TU Braunschweig entwickelte Antikörpertherapie. Sh. Link:https://magazin.tu-braunschweig.de/pi-p ... ive-delta/
Oder auch der durch Prof. Dr. Stöcker entwickelte Impfstoff LubecaVax. Dieser basiert auf der über jahrzehnte erprobten und bewährten Technik des Totimpfstoffes. Beispielhaft werden solche Impfstoffe bei Diphtherie, Hepatitis B, Kinderlähmung und Keuchhusten eingesetzt.
Das Stöcker das PEI verärgert hat und jetzt eine Strafanzeige am Hals hat, ist eine Sache. Warten wir mal ab wie das ausgeht.
Die andere Sache ist die. Warum wird nicht sofort von Staats wegen eine Untersuchung veranlaßt, ob dieser Impfstoff wenigstens annähernd den behaupteten Nutzen hat. Die bisher bekannten Totimpfstoffe haben eine über jahrzehnte festgestellte Nebenwirkungsarmut.
Ob die derzeitigen modernen Impfstoffe im Vergleich damit konkurrieren können, wäre festzustellen.
Auch die Antikörpertherapie mittels von genesenen gespendeten Antikörpern wurde nicht richtig unterstützt.
Das die derzeit bekannten Ergebnisse dieser Therapie nicht zu Jubelstürmen hinreißt, ist bekannt.
Nur, wenn ich jemanden auf der Intensivstation habe, dessen Chancen von Tag zu Tag schlechter werden, versuche ich natürlich jeden Strohhalm zu nutzen. Das in solchen Fällen die Erfolgsquoten zu wünschen übrig lassen, bedeutet nicht, dass dieser Ansatz falsch wäre.
Man hätte - bevor ein Impfstoff zur Verfügung stand- aber alle alten Menschen schon mit diesen Antikörpern schützen können.
Wer nicht oder nur geringfügig erkrankt, wäre wohl heute noch am leben.
Aber was schreibe ich hier. Morgen ist ein neuer Tag, mal sehen was der Märchenonkel aus Aachen noch drauf hat.
:god:



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CarlJohann
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Re: Impfen

Beitrag von CarlJohann »

Moin,
habe heute gelesen das Kronoberg 30.000 tsd Nicht geimpfte direkt anschreibt und einen Termin zur Beratung/Impfung anbietet. Vielleicht ist auch das ein Weg?



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