Wie nördlich darf mein Haus liegen?

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Lars Dufwa
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Wie nördlich darf mein Haus liegen?

Beitrag von Lars Dufwa »

Hallo, Hilfsschweden!

Unser zweites Häuschen (das erste war von 1997 bis 2001) soll sich vom Freizeitobjekt möglicher Weise zum Hauptwohnsitz entwickeln. Eine Sache von Jahren, klar.

Wenn ich die heutigen Möglichkeiten der Information und der Suche mit denen von 1996 vergleiche ... Meine Güte, was waren wir doof, blauäugig! Ich hatte, zur Besichtigung ganzer drei Häuschen, Ende 1996 überhaupt das erste mal meinen Fuß auf schwedischen Boden gesetzt! Also nicht etwa, dass wir langjährige Skandi-Reisende gewesen wären! Wir hatten es mehr mit Britannien, Schottland besonders, die Inseln ...

Aber zur Objektsuche.
Ich bin immer unschlüssig hinsichtlich des maximal vertretbaren Breitengrads. Ich denke bisher immer, grob gesagt: je nördlicher, desto mehr ist das was für Spezialisten, für die ganz Harten Männer und so, Jäger und Sammler ;)
Andererseits sehe ich die Objekte, - - und die sehen in ganz Schweden im großen und ganzen gleich aus. Gerade wieder ein Ding in Haparanda gesehen: Das hätte genau so auch in Blekinge irgendwo stehen können.

Ich muss einfach mal erfahrene Norrland-Häuschenbesitzer fragen: Wie ist das wirklich: ... mit den Mücken? ... mit den Bären? ... mit dem langen, langen Winter?
Da leben ja nun längst nicht mehr nur sog. Ureinwohner, sondern allem Anschein nach findet auch in Luleå ein normalschwedisches Leben statt, kaum unterscheidbar von dem in Umeå, Sundsvall, Gävle ...

Natürlich ist die Anfahrt aus D je nördlicher desto beschwerlicher. Das ist schon mal ein gewichtiges Argument gegens Norrländische. Andererseits findet sich, je nördlicher, desto leichter ein Objekt nach unseren Vorstellungen zu einem erschwinglichen Preis.
Andererseits ist - besonders im "permanentboende"-Fall - allein der Kostenpunkt "Heizung" nicht zu verachten, selbst wenn man fähig und willens ist, einen eigenhändigen Beitrag zu leisten. Einen norrländischen Winter lang ein Haus, das auch nur wenig mehr ist als eine Blockhütte, mit auschließlich selbst "gemachtem" Holz zu heizen, also, ich glaube, das kann man vergessen. Aber ich möchte mir gern mal ein paar Meinungen anhören.

Bisher war für uns auf dem Breitengrad von Gävle Schluss. Wir suchen im Grunde nach "Überredungen", uns doch noch ein Stückchen nördlicher zu trauen.

Lars Dufwa



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Abborre
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Re: Wie nördlich darf mein Haus liegen?

Beitrag von Abborre »

Hej Lars,
also diese Entscheidung kann Dir keiner abnehmen. Natürlich sehen die Häuser weitgehend gleich aus. :D Je weiter nördlich Du Dir ein Haus kaufst, desto beschwerlicher wird natürlich auch die Anreise, sagst Du ja selbst. Ich kann nur für mich sprechen, und mir reichen die fast 1000 km Anreise zum Haus allemal, ist für uns schon grenzwertig. Weniger als 1 Woche nach Schweden ins Haus lohnen sich für uns kaum, sind schon 2 Tage für An- und Abreise weg. Dazu kommt noch daß man von hier aus verdammt weit nach Norden fahren muß damit sich die Landschaft überhaupt mal signifikant ändert.
Es wird vielleicht einsamer und die Entfernungen zu den grösseren Städten und Orten werden größer. Mal eben nach Göteborg oder nach Stockholm ist auch mal ganz nett. In Nordschweden kannst Du in den Orten genauso komfortabel leben wie im Süden. Das sind keine Orte für Trapper, Jäger und Sammler . :lol: Und mit den Bären und den Mücken...ähm ich glaube es wird schwierig werden überhaupt mal einen Bären zu Gesicht zu bekommen. Bei uns in Västergötland sollen auch schon wieder Wölfe rumlaufen- wir haben weder einen gesehen noch gehört. Die Mücken werden dagegen nach Norden hin spürbar mehr.
Das Klima wird natürlich nach Norden hin rauher, hier im Süden sind die Winter noch nichtmal mehr schneesicher. Dafür sind hier die Seen im Sommer wärmer- also es ist im Grunde alles eine Frage dessen was man für Vorstellungen vom Leben in Schweden hat.

:-flagg Abborre



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