Schwedische Freunde

Framsidan
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Re: Schwedische Freunde

Beitrag von Framsidan »

Samweis die meisten sind ja zufrieden wenn sie wissen in welchem Beruf du tätig ist.

Und man muss den Leuten hier einfach Zeit lassen bis ein näherer Kontakt entsteht. Da muss man die Hoppla jetzt komm ich Mentalität zuhause lassen. Sowas geht in Schweden nich theim.

Auch wenn man Du zueinander sagt, ist man nicht gut Freund mit jedem. Ich glaube das verwechseln viele Deutsche mit dem Du in Deutschland.

Vereine sind ja immer gut. Ich hatte ja beruflich viele Jahre mit Sportvereinen zu tun.

Aber auch vorher hatte ich nie Probleme mit Kontakt zur einheimischen Bevölkerung. Man muss eben wie man hier sagt, "bjuder till själv"



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Samweis

Re: Schwedische Freunde

Beitrag von Samweis »

Hallo Framsidan,
Framsidan hat geschrieben: die meisten sind ja zufrieden wenn sie wissen in welchem Beruf du tätig ist.
[...]
Da muss man die Hoppla jetzt komm ich Mentalität zuhause lassen. Sowas geht in Schweden nich theim.
[...]
Ich glaube das verwechseln viele Deutsche mit dem Du in Deutschland.
[...]
Aber auch vorher hatte ich nie Probleme mit Kontakt zur einheimischen Bevölkerung.
Ähem - wäre es möglich, dass wir hier aneinander vorbei reden?
Ich steh' jedenfalls gerade auf der Leitung.

Viele Grüße

Samweis



Framsidan
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Re: Schwedische Freunde

Beitrag von Framsidan »

Samweis nur einen Schritt auf die Seite gehen und dann bist du von der Leitung runter :wink:



Samweis

Re: Schwedische Freunde

Beitrag von Samweis »

Hallo Framsidan,
Framsidan hat geschrieben:Samweis nur einen Schritt auf die Seite gehen und dann bist du von der Leitung runter :wink:
Das mach' ich ja.
Ich hoppse hier herum wie eine Flamenco-Tänzerin - aber es hilft nix.

Vielleicht erklärst Du es mir einfach?

Viele Grüße und ein schönes Osterfest :wink:

Samweis



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Realist
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Re: Schwedische Freunde

Beitrag von Realist »

...aber es ging ja eigentlich um Freunde. Also Freunde! Da stellt sich ja die Frage, was ein Freund eigentlich ist. Meine (persönliche) Definition ist ganz einfach: Ein Freund ist einer, der auch in unangenehmen Situationen zu einem steht. Da trennt sich die Spreu vom Weizen.
Nach zweieinhalb Jahren hier in Schweden bin ich viel Spreu, aber wenig Weizen begegnet.
Ich empfinde die meisten Schweden als sehr kontrolliert und undurchschaubar. So ungefähr wie man den Chinesen nachsagt: Immer ein Lächeln, das alles aber abschirmt.
Da kann man stundenlang labern über dies und das (beileibe nicht nur über Geld und Arbeit) und hat trotzdem nicht das Gefühl, dass da was rüberkommt.
Jetzt werden sicherlich viele aufschreien, aber ich glaube, wir Deutschen haben nicht (mehr) so DAS Image in Schweden.



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torsten1
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Re: Schwedische Freunde

Beitrag von torsten1 »

Ich weiß ja nicht. Solchen Schweden bin ich auch schon begegnet, allerdings nur im geschäftlichen Rahmen. Wobei die aber auch dort die Ausnahme waren. Ich habe so gut wie immer sehr schnell einen Zugang zu meinen Gesprächspartnern gefunden. Wenn das andere Menschen anders erleben, könnte es auch an ihnen selbst liegen bzw. daran, dass da zwei Gesprächspartner nicht kompatibel sind (chemiemäßig). Ich hatte ja mal die Geschichte eines schwedischen Hauptfeldwebels erzählt, der uns berichtet hatte, dass seine Einheit in Jugoslawien einmal mit der Bundeswehr hervorragend zusammengearbeitet hatte ("Die dachten wie wir"), aber dass die Schweden später mit einer anderen Bundeswehreinheit aus einer anderen Region nicht so gut klargekommen seien. Diese Deutschen seien weniger offen, dafür formeller gewesen. Man habe nicht das Gefühl gehabt, sich blind auf sie verlassen zu können, weil man nie gewusst habe, was die anderen aktuell entscheiden würden. Das fand ich sehr typisch als Beispiel dafür, dass es in Deutschland so sehr unterschiedliche Mentalitäten gibt.


Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)

schweden01
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Re: Schwedische Freunde

Beitrag von schweden01 »

Wir haben mit unseren schwedischen Freunden auch schon häufig über Deutsche in Schweden diskutiert. Wir sind da auf einige interessante Dinge gestoßen.
1.) Die deutschen Urlauber und auch viele der deutschen Hausbesitzer wollen zwar in Schweden Urlaub machen, jedoch wird alles was nur machbar ist, aus Deutschland nach Schweden eingeschleppt. Nicht nur Wein und Bier, nein, alles Essbare, Baumaterial, usw.!
Wenn das mal aufhören würde, wäre der Ruf auch nicht so dahin. Warum wird nicht der Dachziegel oder das Holz in Schweden ein-
gekauft.
2.) Viele Deutsche distanzieren sich von der einheimischen Bevölkerung. Damit meine ich nicht nur die Touristen. Ich habe in den vielen
Jahren schon so einige " Einwanderer" erlebt. Man buddelt sich ein, nimmt nicht am aktuellen Dorfleben teil und lädt die Nachbarn
nicht zu sich ein.
Erstes Gebot in Schweden!!!! Nicht der Schwede lädt zuerst ein, sondern der " Neue" Dazugezogene. Hätten wir nicht immer mal
wieder unsere Nachbarn eingeladen, dann hätten wir nie den Kontakt wie wir ihn haben.
Unsere schwedischen Freunde kommen zu runden Geburtstagen, Hochzeiten, Jubiläen, usw. gerne zu uns nach Deutschland.
In diesem Sommer kommt die Tochter von Freunden sogar als "Sprachschülerin" zu uns und die Eltern holen sie später wieder ab.
3.) Das Benehmen und Gehabe vieler Deutschen missfällt der schwedischen Bevölkerung häufig.
Darunter fällt zum einen, dass viele die Häuser in den Dörfern und umzu aufkaufen und nun meinen sie hätten wer weiß was gelei-
stet. Was vielen noch nicht aufgefallen sein wird. Oftmals sind auch Einheimische an diesen Immobilien interessiert. Durch die
starken Aktivitäten der Makler auch aus Deutschland, sind diese Immobilien häufig schon amn Deutsche verkauft, bevor der
Schwede überhaupt von dem geplanten Verkauf erfährt.
Das erzeugt vielerorts einigen Unmut, was ich voll verstehen kann.

Liebe Forum Mitglieder, versucht euch mal an die eigenen Nasen zu fassen. Wir selber kaufen fast alles was wir benötigen in Schweden vor Ort ein. Die Ersparniss, die man vielleicht in Deutschland beim Einkauf hat, sind durch höheren Spritverbrauch und nicht so gute Qualität ( Farben und Lacke sind einfach in Schweden besser) oftmals gar nicht so hoch. Reisen mit Anhänger ist auch noch teurer und nicht so zügig.
Bietet eure Hilfen an, wenn es in der Gemeinde gebraucht wird. Seid freundlich und Grüßt recht eifrig.Geht in Vereine und lasst euch sehen, wenn es einen "Event" gibt. Alle die kleinen Veranstaltungen sind nur zu dem Zweck, um die örtlichen Vereine zu unterstützen.
Der Sportverein kostet uns nur 250:sek Jahresbeitrag für die Familie ;-)
Der hembygdsgården gerade mal 60:sek pro Person.
Die kleinen Lotterien sind für die Vereine eine wirklich wichtige Einnahmequelle. Die Gewinne dabei sind für mich nicht wichtig.
Selbstgehäkelte Topflappen, Buttermesser oder Godis. Wir brauchen es nicht, aber die Gemeinschaft, das höchste Gut im Dorf, freut sich über jede Unterstützung.

Kein Haus im Ferienhausgebiet um die Ecke, oder tief im Wald, kann mir diese Erfahrung und die vielen wirklichen Freundschaften ersetzen, die wir in 18 Jahren Schweden geschaffen haben. Freud und Leid wird geteilt und da wird nichts verheimlicht. Nicht Trauer, nicht Krankheit und auch nicht Hochzeiten oder Geburten. Konzerte werden zusammen erfahren und viele schöne Grillabende.

Macht nicht alles immer am Anderen fest. Wie es in den Wald.......
Oder wie heißt das so schön.

Glad påsk önska

schweden01

Entschuldigt, die erste abgebrochene Meinung. Hatte ein Rechner Problem ;-)



Stockholmsbo
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Re: Schwedische Freunde

Beitrag von Stockholmsbo »

Hallo zusammen,

also zum Thema Freunde sind meine Erfahrungen ungefähr so:

Das Wort Freundschaft ist eine Definitionsfrage. Mein Sambo ist Schwede und ich wohne seit vier Jahren hier. Trotzdem sind meine besten Freunde deutsch. Das hat garnichts damit zu tun, dass ich mit Schweden nicht in Kontakt komme, aber ich kann mich in meiner Muttersprache besser ausdrücken und die gemeinsame Muttersprache verbindet. Mit der Zeit habe ich auch schwedische Freunde getroffen, aber nur über gemeinsame Interessen. Da hat man automatisch ein Gesprächsthema, aber bis sich dies weiterentwickelt, das dauert schon mal ein paar Jahre.

Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit ein Gespräch mit einem Schweden über eben dieses Thema, er sagte dann etwas Interessantes, nämlich als er zum ersten Mal nach Deutschland kam hatte er das Gefühl wirkliche Freunde zu treffen.

Es kann ja sein, dass wir Freundschaft rein mentalitätsmässig unterschiedlich auslegen. Ich habe jedenfalls immer das Gefühl, dass ich zu meinen schwedischen Freunden nicht eine derart tiefgründige Beziehung aufbauen kann, wie zu meinen deutschen Freunden.



schweden01
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Re: Schwedische Freunde

Beitrag von schweden01 »

Hej Stockholmsbo,

schade, das du keine so engen Kontakte zu Schweden aufbauen kannst. Ich hatte am Anfang auch einige Probleme, die Sprache gut umzusetzen.
Das bischen VHS reicht natürlich nicht. Für mich war es aber sehr wichtig mich voll zu integrieren. Auch wenn es nur im Urlaub war. Dadurch sind wir bei unseren Nachbarn und Freunden dementsprechend freundlich aufgenommen worden. Für die war es nicht selbstverständlich, das eine Deutsche so bemüht ist sich auf schwedisch an den Unterhaltungen zu beteiligen.
Man bemühte sich immer mich einzubeziehen und etwas langsamer zu sprechen. Dadurch lernte ich schnell, was man so benötigt um an richtigen Diskussionen teilzunehmen. Ob es um Politik, Literatur oder um ganz banale Dinge geht.

Das schöne ist, das die Freunde immer sehr gelassen mit meiner Grammatik umgegangen sind. Erst als ich mit meiner Wortauswahl so gut umgehen konnte und auch relativ sicher war, haben sie angefangen auch meine Grammatik zu verbessern.

Vielleicht haben wir auch riesiges Glück mit unserem Freundeskreis, da ein Schwager aus Irland eingewandert ist. ;-)

Obwohl wir nicht in Schweden leben, da das unser Berufsleben nicht zulässt, ist schwedisch zu meiner zweiten Muttersprache geworden.
Als ich vor zwei Jahren von einer Tante unserer Freunde das Kompliment bekam: " Du sprichst so perfekt schwedisch, ich hätte nicht gedacht das du Deutsche bist." habe ich mich sehr gefreut. Sie hat vielleicht etwas übertrieben, aber mir wird immer wieder mal gesagt, das Königin Silvia ein schlechteres schwedisch spricht als ich.

So denke ich, das meine Bemühungen die Sprache zu lernen nicht umsonst waren.

Vielleicht muss ich noch dazu sagen, dass ich beim Sprachen erlernen noch nie Probleme hatte und drei Sprachen relativ perfekt beherrsche und zwei weitere ein wenig kann. Ich wollte mich hier nicht beweihräuchern, falls das jemand annimmt. Im Vorfeld schon einmal eine Entschuldigung, damit nicht wieder böse Stimmen folgen. ;-)

Gruß Maria



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Teilzeitschwede
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Re: Schwedische Freunde

Beitrag von Teilzeitschwede »

Ich kann mich zum einen Maria´s Ausführungen nur anschließen und die Erfahrungen bestätigen.

Auch ich fahre "nur" 2-3mal im Jahr in unser Ferienhaus. Einer der ersten Akte nach dem Auspacken ist immer eine Spazierrunde im Ort um Nachbarn zu begrüßen und flugs gleich Einladungen zum Grillen/Kaffee oder ähnlichem auszusprechen. Das hat uns eine große Akzeptanz und die eine oder andere Freundschaft eingebracht. Wenn man dann zusammensitzt, ist kein VHS-Kurs oder kein Buch so wertvoll wie das Gespräch in schwedisch mit schwedischen Nachbarn. Es macht immer wieder Spaß, über die ersten "holprigen" Sätze hinweg in die Sprache hineinzukommen und die Kenntnisse weiter zu entwickeln. Auch bei uns ist es so wie Maria beschreibt, meine schwedischen Nachbarn sind sehr nett und überhören das eine oder andere Grammatikproblem, wenn sie mich nur irgendwie verstehen.
Leider kaufen auch bei uns immer mehr Deutsche Häuser, die vorher Schweden gehörten. Das führt dazu, das sich kleine Enklaven bilden, was die Integration und das echte Miteinander behindert. Das letzte Haus wurde über 120000 Kronen teurer an Deutsche verkauft, als schwedische Nachbarn bereit gewesen wären zu bezahlen.

Gruß
Christian


Wenn Du dich krank fühlst, zieh in ein Holzhaus. Hilft auch das nicht, geh zum Arzt.

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Aelve
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Re: Schwedische Freunde

Beitrag von Aelve »

Hallo,

wir wohnen leider nicht in Schweden, sondern besitzen nur Ferienhäuser in Halland und Västergötland. Deshalb haben wir in Schweden noch keine richtigen Freundschaften schließen können, denn unsere Aufenthalte sind oft kurz und wir sind meistens mit den Ferienhäusern und deren Verschönerung und Renovierung beschäftigt.
Wir haben ein befreundetes Ehepaar, wobei die Frau Deutsche ist, aber bereits seit 50 Jahren in Schweden lebt und der Mann ist Schwede. Dieses Pärchen wohnt aber weit ab von unseren Ferienhäusern, so dass wir sie meistens nur auf der Hin- bzw. Rückreise für 2 oder 3 Stunden treffen. Beide sind immer sehr herzlich und sehr gastfreundlich. Wir unterhalten uns über Gesundheit bzw. Krankheiten, über den Garten und die Gartenpflege. Auch über Nachbarn wird gesprochen, wer neu hinzugezogen ist, dass die meisten Nachbarn üblicherweise arbeiten, ob sie viel für Gartenpflege übrig haben. Wir sprechen über den Sohn und die Familie, auch wer was und wo arbeitet, über Gehaltssummen wurde nicht gesprochen. Auch über das Auto und Autofahren reden wir genauso wie über Einkaufsmöglichkeiten in Schweden und Deutschland.
Weiterhin wird über Urlaub gesprochen, wer wo welchen Urlaub verlebt hat, wie es gefallen hat usw. Über bevorstehende Renovierungen und Möglichkeiten Verbesserungen am Haus zu machen, wird geredet. Auch das Fernsehprogramm ist mal Gegenstand der Unterhaltung.
Wenn ich richtig überlege, sind die Gesprächsthemen die gleichen wie mit unseren deutschen Freunden.

Vieles was Schweden1 aufgeführt hat, kann ich nur unterstreichen. Wenn man Kontakte sucht, wenn man sich integrieren will, dann halte ich sehr viel davon, sich in Vereinen in Schweden anzumelden. Wenn wir nach Schweden ganz hinziehen würden, dann würden wir uns bestimmt in irgendwelchen Vereinen wie Landfrauenverein bzw. Heimatverein anmelden. Wir haben bereits einige Male an Mittsommerveranstaltungen in Älvsered teilgenommen, die vom Heimatverein veranstaltet wird, da hatten wir sehr nette Kontakte zu Schweden und sehr lustigen Austausch, wobei wir nur wenig schwedisch sprechen, so dass es an uns liegt, dass wir uns nicht so gut austauschen konnten, teilweise dann nur über englisch und ein wenig schwedisch. Deshalb finde ich es auch sehr wichtig, die schwedische Sprache zu beherrschen, so wie meine Vorredner auch bereits aufgeführt haben. Und wir kaufen auch viel in Schweden an Baumaterialien ein, denn das kann ich sehr gut nachvollziehen, dass die einheimische Bevölkerung sauer wird, wenn wir Deutschen die Häuser vor der Nase wegkaufen und dann noch vermeiden, in Schweden das Baumaterial für Verschönerungen zu kaufen. Obwohl der ICA Laden vor Ort etwas teurer ist als in größeren Orten, kaufen wir dort regelmäßig ein, wenn wir vor Ort sind, damit
die Schweden auch sehen, dass wir die örtlichen Geschäfte nicht meiden sondern dort einkaufen.
Durch den Einkauf haben wir auch bereits Kontakte geschlossen, konnten uns mit der Verkäuferin kurz unterhalten und trafen diese dann bei den Mittsommerfeiern wieder. Man merkt schon, dass man von den Ortsbewohnern dann auch anerkannt wird, denn man merkt schon an den allgemeinen Reaktionen der Schweden, ob man als Deutscher gern gesehen wird.

Grüße Aelve


So arbeiten, als könnte man ewig leben. So leben, als müsste man täglich sterben.

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Sylvia68
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Re: Schwedische Freunde

Beitrag von Sylvia68 »

Viele Deutsche machen den Fehler, egal wo sie hin fahren oder hin ziehen, sie glauben, sie seien die Kings und alle müssen dankbar sein, dass wir da sind.
Eine kleine Anekdote: Wir sind vor 14 Jahren hier auf ein ganz kleines Dorf gezogen (125 Einwohner) - wir haben uns gleich - teilweise vor Umzug den Nachbarn vorgestellt - als wir einzogen, brachten uns die Nachbar Kuchen, Suppe etc. Als wir hier umbauten, kamen gleich die Trecker und halfen.
Kurze Zeit später sind hier noch welche ins Dorf gezogen - sie sind bis heute ohne Kontakt. Warum? Sie gingen nicht auf die Nachbarn zu. Was bin ich hier schon hinter den Kühen her gelaufen - um beim Herbsteintrieb zu helfen. Mein Mann hat hier Kuhställe mit gekalkt oder bei der Ernte geholfen.
Genauso muss man sich auch in Schweden verhalten - zeigen, dass wir dazu gehören wollen! Schweden sind vom Wesen sehr viel ruhiger als wir Deutschen, dass muss mit einbezogen werden.
Ich habe in Schweden immer sehr schnell neue Leute kennen gelernt - obwohl der Sprache nicht mächtig - verstand ich mich sogar mit Händen und Füßen prima!



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