Wieder einmal försäkringskassa ;-)

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Jag älskar Sverige
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Wieder einmal försäkringskassa ;-)

Beitrag von Jag älskar Sverige »

Hej!

Ich habe neulich einen Bericht im Internet gelesen, in dem sich eine Schwedin, die lange Zeit in Deutschland lebte und nun eine deutsche Witwenrente erhält, dazu entschlossen hat nach Schweden zurückzukehren. Sie ist nach wie vor schwedische Staatsbürgerin und demzufolge greift das Dobbelbesteuerungsabkommen (DBA) auch in Bezug auf ihre Witwenrente bei ihrer Wiedereinnahme des ständigen Wohnsitzes in Schweden nicht. Ihre Witwenrente muss sie fortan in Schweden versteuern und diese Rente als inkomst av tjänst deklarieren, da es eine Witwenrente in dem Sinne in Schweden nicht mehr gibt. Ausländische Witwenrenten werden somit als eine Art Leibrente angesehen, die periodisch gezahlt wird und demzufolge als Einkommen in der Zeile 1.1 der Einkommensdeklaration aufzuführen ist. In dieser Liste ist bei in Schweden Arbeitenden in der Regel auch der Lohn (Einkommen) eingetragen.

Aufgrund dieser Gegebenheit kam ich nun auf die Idee beim skatteverket nachzufragen, wie sich dieser Fall auf meine Situation übertragen lässt. Ich bekomme eine Große Witwenrente aus Deutschland und habe zur Zeit in Schweden keine weiteren Einkünfte. Eigentlich unterliegen deutsche Renten dem DBA, in dem sinngemäß steht, dass deutsche Renten für deutsche Staatsbürger nur in dem Land versteuert werden, von dem sie auch gezahlt werden. Demnach sollte ich also keine Bedenken haben, dass ich zur Zeit auf meine deutsche Rente in Schweden noch einmal eine Steuer zu entrichten habe. Soweit so gut. Heute kam als Antwort vom Kundendienst des skatteverket, dass ich meine Rente in Zeile 1.1 der inkomstdeklaration einzutragen habe und ich immer auch genau den Wechselkurs vom EUR zur SEK am Tag der Rentenzahlung zu beachten habe. Über diese Mitteilung habe ich mich sehr gefreut, denn auf meine Große Witwenrente müsste ich demzufolge in Schweden eine monatliche Einkommenssteuer in Höhe von rund 1600 SEK zahlen. Mit Zahlung dieser Steuer in dieser Höhe sollte ich doch eigentlich auch in die försäkringskassa aufgenommen werden können. Oder habt Ihr eventuell andere Erfahrungen gemacht? Meine Bruttorente beläuft sich auf 960 EUR. Sollte ich tatsächlich auf diese Weise in die försäkringskassa aufgenommen werden, dann könnte ich mir meine gesetzliche Krankenversicherung sparen, in der ich in Deutschland freiwillig versichert bin. Diese kostet mir monatlich 200 EUR.

Wie gesagt, es geht mir darum, ob die monatlich 1600 SEK Steuern ausreichend wären, um in die försäkringskassa aufgenommen zu werden. Der Antrag ist gestellt und zum 20.08. habe ich auch ein Gespräch mit dem Kundendienst der fk gebucht. Aber vielleicht kann mir vorher schon mal jemand einen Wink geben ;-)

Bästa hälsningar
Hanne



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Wolfi
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Re: Wieder einmal försäkringskassa ;-)

Beitrag von Wolfi »

Hallo Hanne,

ich denke nicht, dass es darum geht, ob du 1600.-kr Steuern bezahlst. Es geht eher darum, ob dem Skatteverket deine Rente in Höhe von 960.-€ ausreicht, um eine Personnummer an dich zu vergeben.

Mal davon ausgegangen, dass du permanent in Schweden lebst.


Hälsningar

Wolfgang

Jag älskar Sverige
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Re: Wieder einmal försäkringskassa ;-)

Beitrag von Jag älskar Sverige »

Hej Wolfgang!

Die personnummer habe ich schon über ein Jahr. Neben der Rente, die sich wohl gerade so an der Grenze zur Anerkennung ausreichender regelmäßiger Mittel befindet, habe ich noch ein gewisses finanzielles Polster, das wohl auch zur Erteilung der personnummer beigetragen hat. Also dieses Problem habe ich nicht mehr und permanent möchte ich auch in Schweden bleiben.

Bästa hälningar
Hanne



Wolfi
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Re: Wieder einmal försäkringskassa ;-)

Beitrag von Wolfi »

Hej Hanne!

Dann solltest du aber problemlos in die Försäkringskassan kommen.

Bei meiner Partnerin ist das so, obwohl keine kr Einkommensteuer bezahlt wird (Pension wird in D versteuert).


Hälsningar

Wolfgang

Jag älskar Sverige
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Re: Wieder einmal försäkringskassa ;-)

Beitrag von Jag älskar Sverige »

Hallo Wolfgang,

aber Deine Partnerin wird doch sicherlich ein deutsche Krankenversicherung haben, neben der Beihilfe?

Eine Bestätigung von der försäkringskassa hatte ich bereits vor einiger Zeit erhalten. Darin stand allerdings nur, dass ich als "folkbokförd" zum Zahnarzt gehen kann und auch das Gesundheitssystem genauso nutzen kann, wie es auch die Schweden tun. Das bedeutet, dass ich auch die entsprechenden Patientengebühren entrichten muss. Diese Möglichkeit wird mir als Rentnerin bzw. mit ausreichenden Mitteln durch das aus Deutschland stammende S1-Formular gegeben und steht so ja auch in den beiden EU-Richtlinien, auf die dieses ganze System aufbaut. Die deutsche Krankenkasse, in meinem Fall die Techniker, zahlt an den schwedischen Staat nach festgelegter Formel eine Pauschalgebühr für die hier eventuell anfallenden Gesundheitskosten. Je älter ein in Deutschland Versicherter ist, um so höher fällt dieser Pauschalbetrag aus. Damit erklärt sich die deutsche Krankenkasse einverstanden, indem sie dieses S1-Formular für seinen Versicherten ausstellt. Man selbst bekommt von dem ganzen Procedere vermutlich gar nichts mit und verfällt leicht in den Glauben, dass man mit Erhalt der personnummer auch automatisch in das schwedische Gesundheitssystem aufgenommen worden ist, d. h. hier krankenversichert ist. Ich habe schon mit einigen Leuten gesprochen, die dies so sehen und ihre deutsche Krankenversicherung kündigten, ohne je in das schwedische System eingezahlt zu haben. Es kam dabei sogar die Argumentation, dass man hier ja schließlich Moms zahlt und deshalb auch Steuern an den schwedischen Staat entrichtet ;-)

Ich denke richtig in die försäkringskassa aufgenommen ist man erst, wenn die einem eine Europäische Krankenversicherungskarte ausstellen oder zum Beispiel auch auf Wunsch ein S1-Formular. Des Weiteren würde man als ein in der försäkringskassa Versicherter auch Krankengeld erhalten, staatliche Unterstützung bei zahnärztlichen Behandlungen, Wohnzuschüsse unter bestimmten Umständen, Unterhaltsleistungen für Kinder, usw. Um all diese Dinge geht es mir aber gar nicht, sondern nur um die eigentlichen Krankenversicherungsleistungen.

Hälsningar, Hanne



Wolfi
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Re: Wieder einmal försäkringskassa ;-)

Beitrag von Wolfi »

Hallo Hanne,

es ist richtig, dass meine Partnerin weiterhin eine private Krankenversicherung neben der Beihilfe hat.

Jedoch wurde hier bis jetzt keine einzige Behandlung in Schweden abgerechnet.

Zu ergänzen ist vielleicht, dass meine Partnerin im Vorruhestand ist. Ob das einen Unterschied macht, weiß ich nicht.

Vielleicht beantragst du einfach mal eine EU-Versichertenkarte bei der Försäkringskassan?


Hälsningar

Wolfgang

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