Zelten

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Raschkralle
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Zelten

Beitrag von Raschkralle »

Hallo, Schwedenfans!

Meine Frau und ich sind seit vielen Jahren begeisterte Camper.
Wir besitzen weder WoMo noch Wohnwagen, reisen immer nur mit dem Zelt, weil wir das einfach als ursprünglicher und freier empfinden.
Warum, so meine ich, sollte ich mir das Wohnzimmer mitnehmen, wenn ich mich für Camping entscheide? Da bin ich doch wieder nur von vier Wänden umschlossen, schließe die Natur aus, der ich doch im Urlaub nahe sein möchte.

Leider wird einem das Zeltcampen in Schweden zunehmend schwerer gemacht.
Auf immer mehr Campingplätzen ist man mit Zelt sozusagen "drittklassig", nur nicht bei den Stellpreisen. Letztere sind nämlich gar nicht so weit weg von den WoMo-Stellpreisen.
Was bekommt man dafür als Zeltcamper?
Meist nur unebene, steinige Plätze, die am weitesten von allen von Servicehäusern und Toiletten entfernt sind.
Da frage ich mich schon, wer ein Servicehaus nötiger hat, der Wohnmobil-Camper mit eigener Toilette und Bordküche oder die Leute mit Zelt. Wer einmal in der Nacht aufs Klo muss und dann zu einer minutenlange Expedition im Taschenlampenlicht gezwungen ist, weiß sicher, was ich meine.

Wer hat eine ebene, weiche Rasenfläche nötiger, der Zeltcamper, der auf diesem Rasen lebt und schläft oder die Leute im Wohnmobil, die ein bequemes Bett mit dicker Matratze zur Verfügung haben?
:pfeif:
Also irgendwie verstehe ich die Logik der Platzbetreiber ganz und gar nicht.



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gundhar
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Re: Zelten

Beitrag von gundhar »

Hallo Raschkralle,

ich kann Dich verstehen, weil es mir auch schon manchmal so ging. Weniger wegen der Entfernung zum Servicehaus, aber manchmal war der steinige Untergrund schon etwas grob. Die Ursache ist meist darin zu finden daß die Plätze beim Anlegen erst planiert und dann mit einer ordentlichen Schicht Schotter versehen werden bevor der Rasen eingesät wird. Ohne diesen Schotter matscht der Rasen meist bei täglicher Benutzung ziemlich schnell durch. Wir hatten früher deshalb im Auto immer ein Paar der altmodischen Luftmatratzen zum Aufpumpen dabei, weil Isomatte oder die dünnen Leichtmatratzen auf Campingplätzen nicht taugen.

Den langen Weg zum Servicehaus kann ich nicht bestätigen, auf den Plätzen die ich regelmäßig anfahre sind die Entfernungen entweder gleich oder max 20m weiter. Das nehme ich dann aber gerne in Kauf um etwas von den Womos wegzukommen.

Bei den Preisen ist eigentlich gegenüber früher eine Verbesserung eingetreten. Als vor vielen Jahren die ersten Wohnmobile aufkamen mußte ich immer für Zelt + Auto bezahlen. Der Nachbar der mit einem Riesen Wohnmobil daneben stand zahlte nur fürs Auto, also weniger! Das änderte sich dann allerdings ziemlich schnell.
Beim Preisvergleich sollte man auch berücksichtigen daß Zelt und PKW etwa genauso viel Fläche einnehmen wie ein Wohnmobil, andere Leistungen wie Nutzung des Servicehauses, WIFI usw. sind gleich.
Die "minutenlage" Expedition mit der Taschenlampe fällt bei mir weg, weil ich den Urlaub immer im hohen Norden verbringe, da ist es nachts hell. :wink: :-winker



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